Stromkosten

E-Bike statt Auto: So viel sparen Radfahrer

Wer mit dem E-Bike zur Arbeit fährt, spart viel Geld im Vergleich zum Pendeln mit dem Auto. Einer aktuellen Berechnung zufolge sind die Kosten für Autofahrer bis zu 40 Mal höher im Vergleich zu der umweltfreundlichen Alternative.

Diana Schellhas, 13.05.2020, 10:34 Uhr
Elektrorad© autofocus67 / Fotolia.com

Immer mehr Deutsche entscheiden sich beim Kauf eines neuen Fahrrads für die elektrische Variante. Und gerade in der Corona-Krise kann das E-Bike eine Alternative für den Arbeitsweg sein. Die gute Nachricht: Die Ladekosten für Strom fallen dabei kaum ins Gewicht. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox in Kooperation mit Testberichte.de.

Ladekosten beim E-Bike im Vergleich zu den Benzinkosten

Deutsche Pendler legen durchschnittlich 17 Kilometer pro Wegstrecke zurück. Bei 220 Arbeitstagen summieren sich Hin- und Rückweg auf rund 7.500 Kilometer. Je nach Terrain, Unterstützungslevel und Gewicht benötigen Pedelecs für eine Strecke von 100 Kilometern zwischen 0,4 und 0,8 Kilowattstunden. Die jährlichen Stromkosten für einen E-Bike-Pendler belaufen sich unter diesen Annahmen auf 9 bis zu 18 Euro pro Jahr.

Zum Vergleich: Autofahrer müssen aktuell für die gleiche Strecke durchschnittlich 683 Euro für Benzin und 567 Euro für Diesel aufwenden. Die Tankkosten sind damit bis zu 40 Mal höher als die Ladekosten bei einem E-Bike.

Stromkosten pro Akkuladung

Die Akkus von zulassungsfreien Pedelecs fassen zwischen rund 200 und 700 Wattstunden, das zeigen die Daten von 1.187 Pedelecs von Testberichte.de. Beim aktuellen Strompreis von durchschnittlich 30,23 Cent je Kilowattstunde kostet eine Aufladung zwischen 6 und 21 Cent. Über die gesamte Lebensdauer eines Akkus von rund 500 Ladezyklen wird Strom im Wert von 30 bis zu 106 Euro benötigt.

"E-Biker können die Stromkosten getrost vernachlässigen. Betrachtet man auch Anschaffungs- und Unterhaltskosten, ist das E-Bike für Pendler meist auch in Kombination mit einem Nahverkehrsticket noch eine günstigere Alternative zum Auto", erklärt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox.