Nissan Leaf

E-Auto im Langzeittest: Reichweite nimmt ab

Bei einem Elektroauto schrumpft einer Langzeituntersuchung zufolge allmählich die Reichweite. Das liegt an der Batteriekapazität, die unter anderem dadurch abnimmt, dass die Batterie immer wieder aufgeladen und entladen wird. Getestet wurde ein Nissan Leaf.

26.07.2017, 16:28 Uhr (Quelle: DPA)
ElektroautoWird ein Elektroauto immer wieder aufgeladen und entladen, kann die Batterie mit der Zeit weniger Energie speichern.© Tom-Hanisch.de / Fotolia.com

München - Der ADAC hat das Elektroauto Nissan Leaf einem Langzeittest unterzogen. Das Ergebnis: Nach fünf Jahren und 80.000 gefahrenen Kilometern ist der Nissan Leaf der ersten Generation in einem technisch guten Zustand. Allerdings habe die Batteriekapazität kontinuierlich abgenommen. Waren anfangs noch Fahrten von bis zu 113 Kilometern ohne Nachladen auf der Straße möglich, schrumpfte im Test die tatsächliche Reichweite am Ende des Tests auf knapp 90 Kilometer. Das bestätigt dem Automobilclub zufolge auch Labormessung: Zu Untersuchungsbeginn kamen die Tester auf dem Prüfstand 105 Kilometer weit, jetzt sind es noch 93 Kilometer. Der Kapazitätsverlust der Batterie läge somit bei etwa 11 Prozent.

ADAC: "Reichweitenreserve" einplanen

Das Auto sei während der 80.000 Kilometer mehr als 1.450-mal aufgeladen worden. Der festgestellte "Verschleiß" des Energiespeichers sei dabei normal, denn Lithium-Ionen-Batterien alterten beim Laden und Entladen (zyklische Alterung). Zudem verlören die Batterien auch ihre Speicherfähigkeit, wenn sie nicht genutzt würden (kalendarische Alterung).

Deshalb empfiehlt der ADAC beim Elektroauto eine "Reichweitenreserve" von etwa einem Drittel einzuplanen. Damit sei der Weg zur Arbeit auch nach mehreren Jahren und im Winter sicher zu schaffen.