Versorgungssicherheit

Durchschnittliche Dauer von Stromausfällen gesunken

2018 war im Durchschnitt jeder deutsche Haushalt rund 14 Minuten von Stromausfällen betroffen. Der sogenannte SAIDI-Wert ist im Vergleich zum Vorjahr wieder gesunken, die Stromversorgung zeigt sich weiterhin stabil.

Melanie Zecher, 11.10.2019, 13:10 Uhr (Quelle: DPA)
Stromnetz Ausbau© Gina Sanders / Fotolia.com

Bonn - Die durchschnittliche Dauer von Stromausfällen in Deutschland ist im vergangenen Jahr gesunken. Rein rechnerisch war jeder Anschluss knapp 14 Minuten von der Stromversorgung abgeschnitten, gut eine Minute kürzer als 2017. Das teilte die Bundesnetzagentur am Freitag mit. Unter anderem hatte es weniger Stromausfälle durch Stürme und andere Wetterereignisse als im Vorjahr gegeben.

Netzagentur: Stromversorgung ist zuverlässig

Die Stromversorgung in Deutschland sei sehr zuverlässig, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann. "Die Energiewende und der steigende Anteil dezentraler Erzeugungsleistung haben weiterhin keine negativen Auswirkungen auf die Versorgungsqualität."

Der SAIDI-Wert (System Average Interruption Duration Index) lag 2018 bei 13,91 Minuten, 2017 waren es 15,14 Minuten. Am längsten fiel der Strom 2018 in Schleswig-Holstein (29,73 Minuten) aus, am kürzesten in Sachsen (7,94 Minuten). Während 2006 noch über 21 Minuten erreicht wurden, bewegt sich der SAIDI-Wert seit 2009 zwischen 12 und 16 Minuten.

Ausfälle über 3 Minuten müssen gemeldet werden

Der Netzagentur waren im vergangenen Jahr 167.400 Stromausfälle in der Nieder- und Mittelspannung gemeldet worden. Das ist der zweitgeringste Wert seit Beginn der Erhebungen. Nur 2017 waren es mit 166.560 gemeldeten Versorgungsunterbrechungen noch weniger. Die Netzbetreiber müssen alle Stromausfälle melden, die länger als drei Minuten dauern.