Elektrotransporter

Deutsche Post meldet Schwachstellen bei über 10.000 Streetscootern

Die Deutsche Post muss zahlreiche Elektrotransporter auf eine technische Schwachstelle hin überprüfen. Betroffen sind rund 12.000 Streetscooter. Zwischen den aktuellen Problemen und den vor zwei Jahren aufgetretenen Batteriebränden besteht laut Unternehmen kein Zusammenhang.

Diana Schellhas, 13.07.2020, 10:19 Uhr (Quelle: DPA)
Streetscooter PostDer Deutschen Post zufolge wurde die Hälfte der von ihr genutzten 10.000 Fahrzeuge in Reihentests untersucht.© Deutsche Post AG

Die Deutsche Post hat gut 12.000 Elektrotransporter Streetscooter in die Werkstatt gerufen: Bei den Fahrzeugen der Baureihe WORK und WORK L bestehe die Gefahr von Rauch- und Hitzeentwicklung, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Ein Brand sei nicht auszuschließen, sagte ein Sprecher. Grund seien Schwachstellen im Bereich des Niedrigvoltspannungs-Ladegerätes und der Isolierung eines Kabelstrangs. Von den beiden Schwachstellen gehe aber keine Gefährdung für den Fahrer aus. Es handele sich um einen freiwilligen und nicht angeordneten Rückruf, betonte das Unternehmen.

Betroffene Streetscooter werden binnen eines Jahres geprüft

Die Post habe die Hälfte der von ihr genutzten 10.000 Fahrzeuge kurzfristig in Reihentests untersucht. Dabei habe nur ein kleiner Bruchteil diese Schwachstellen aufgewiesen. Grundsätzlich sollen die Fahrzeuge der betroffenen Baureihe den Angaben nach in Übereinkunft mit dem Kraftfahrtbundesamt innerhalb von zwölf Monaten in die Werkstatt gebracht, geprüft und bei Bedarf instandgesetzt werden.

Zwischen den aktuellen Schwachstellen und den beiden vor zwei Jahren aufgetretenen Batteriebränden bestehe kein Zusammenhang, teilte das Unternehmen mit. Zuvor hatte das Fachmagazin "kfz-betrieb" berichtet.

Die Deutsche Post hatte Anfang des Jahres angekündigt, die Produktion ihrer Streetscooter-Elektrotransporter noch im Laufe des Jahres 2020 komplett einzustellen.