Verschoben

Castortransport wird wegen Corona-Virus ausgesetzt

Der Castortransport in ein deutsches Atommülllager von Sellafield in Großbritannien aus wird nicht wie geplant im Frühjahr durchgeführt. Wegen der Corona-Krise wurde das Vorhaben auf unbestimmte Zeit verschoben.

Diana Schellhas, 16.03.2020, 10:04 Uhr (Quelle: DPA)
AtommüllLaut den zuständigen Behörden ist der notwendige Polizeieinsatz für den Castortransport "derzeit nicht verantwortbar".© Thomas Bethge / Fotolia.com

Der für dieses Frühjahr geplante Castortransport ins Zwischenlager Biblis in Südhessen wird wegen der Corona-Krise auf unbestimmte Zeit verschoben. Die zuständigen Behörden hätten mitgeteilt, dass der notwendige Polizeieinsatz "derzeit nicht verantwortbar" sei, teilte die beauftragte Gesellschaft für Nuklear-Service (GNS) am Freitag in Essen mit.

Neuer Termin für Castortransport steht noch nicht fest

Wann die sechs Behälter mit hoch-radioaktivem Müll aus der atomaren Wiederaufarbeitungsanlage im britischen Sellafield nach Südhessen gebracht werden, ist nach Aussage eines Unternehmenssprechers derzeit unklar. "Das ist im Moment noch alles offen", sagte er. Ursprünglich lag eine Transportgenehmigung für die Castoren ab dem 1. März vor.