Entwicklungs- und Schwellenländer

BMU stockt Förderung für internationale Klimaschutzprojekte auf

Das Bundesumweltministerium hat die Förderung internationaler Klimaschutzprojekte noch einmal aufgestockt. In diesem Jahr fließen noch einmal über 100 Millionen Euro mehr in Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern als im Jahr zuvor.

Diana Schellhas, 28.05.2021, 17:34 Uhr
BäumeDas BMU unterstützt seit 2008 Entwicklungs- und Schwellenländer bei Klimaschutzprojekten.© Romolo Tavani/ Fotolia.com

Das Bundesumweltministerium (BMU) hat seine Investitionen in internationale Klimaschutzprojekte im vergangenen Jahr weiter erhöht. 2020 hat das BMU insgesamt 385 laufende und neue Projekte in Entwicklungs- und Schwellenländern mit 601,2 Millionen Euro aus der Internationalen Klimaschutzinitiative (IKI) gefördert, berichtet die Behörde. 2019 seien es noch 467 Millionen Euro gewesen, 2018 etwa 410 Millionen.

Welche Bereiche fördert das Umweltministerieum?

Die gut 600 Millionen Euro verteilen sich nach vier Förderbereichen der IKI wie folgt:

  • Projekte, die vor allem die Minderung von Treibhausgasemissionen zum Ziel haben: 393 Millionen Euro
  • Projekte zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels: 108 Millionen Euro
  • Projekte zur Erhaltung natürlicher Kohlenstoffsenken und Wälder: 53 Millionen Euro.
  • Projekte zum Schutz der biologischen Vielfalt: 65 Millionen Euro.

IKI-Projekte arbeiteten jedoch selten ausschließlich zu einem Förderbereich. Herausgerechnete Zusagen für Biodiversität aus Projekten anderer Förderbereiche summierten sich zusätzlich auf 73 Millionen Euro, sodass die Gesamtzusagen für Biodiversität im Jahr 2020 anteilig bei knapp 138 Millionen Euro (22 Prozent) gelegen habe.

Seit der Gründung der IKI 2008 unterstütze das BMU Entwicklungs- und Schwellenländer bei Klimaschutzmaßnahmen, Klimaanpassung, der Wiederherstellung von Wäldern und anderen Ökosystemen sowie dem Schutz der Biodiversität. Insgesamt habe die IKI seit ihrer Gründung über 750 Projekte mit insgesamt 4,5 Milliarden Euro bewilligt.