Stromkosten

BDEW: Staatliche Abgaben erreichen neuen Rekord beim Strompreis

Beim Strompreis machen Steuern und Angaben mittlerweile den Mammutanteil aus. Der größte Teil fließt davon in den Ausbau und die Förderung erneuerbarer Energien. 2017 sollen die staatlichen Belastungen laut BDEW sogar sehr wahrscheinlich noch steigen.

stromabrechnung© Petra Beerhalter/ fotolia.com

Berlin - Die staatlichen Belastungen beim Strompreis werden 2017 nach Darstellung des Branchenverbandes BDEW ein Rekordhoch erreichen. Stromkunden zahlten mit ihrer Rechnung dann insgesamt mehr als 35 Milliarden Euro für Steuern, Abgaben und Umlagen, sagte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), Stefan Kapferer, am Dienstag in Berlin.

EEG-Umlage macht den größten Anteil aus

Diese Faktoren machten im kommenden Jahr über die Hälfte (54 Prozent) des Strompreises aus. Der größte Anteil davon entfalle auf die Umlage zur Förderung der erneuerbaren Energien (EEG-Umlage). Allein hierfür müssten Stromkunden 24 Milliarden Euro aufbringen.

Der von den Energieversorgern beeinflussbare Anteil am Strompreis (Beschaffung und Vertrieb) betrage aktuell weniger als 22 Prozent. Er werde 2017 voraussichtlich weiter sinken.

BDEW: Netzentgelte werden voraussichtlich steigen

Die Netzentgelte als dritter großer Bestandteil des Strompreises für die Haushalte liegen laut BDEW 2016 bei durchschnittlich 24 Prozent. Für 2017 sei aufgrund des erforderlichen Aus- und Umbaus der Stromnetze mit einer Steigerung zu rechnen. Angesichts dieser Zahlen müsse diskutiert werden, wie die Finanzierung der Energiewende effizienter umgesetzt werden könne.

Quelle: DPA

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