Ziele

Bayern will bis 2050 klimaneutral werden

Bayern will eine Vorreiterrolle beim Klimaschutz einnehmen. Dabei setzt der Freistaat auf Anreize und freiwillige Maßnahmen, um bis zum Jahr 2050 klimaneutral zu werden. Die Landesverwaltung will dies für sich schon bis 2030 erreichen.

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München - Mit einem Klimaschutzgesetz ohne jegliche Verbote, aber einer Vielzahl von freiwilligen Anreizen und Maßnahmen will die bayerische Landesregierung bis 2050 vollständig klimaneutral werden. Der Freistaat wolle Pionier und Vorbild für effizienten Klimaschutz und die Bewahrung der Schöpfung sein, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Dienstag in München. Finanziell stünden in den nächsten Jahren rund 700 Millionen Euro für den Klimaschutz bereit.

Zwei Tonnen weniger CO2 pro Kopf bis 2030

Als konkrete Zieletappe will die Staatsregierung im Gesetz festschreiben lassen, dass die CO2-Emissionen bis 2030 von derzeit sieben auf unter fünf Tonnen pro Kopf und Jahr sinken sollen. Für die Staatsverwaltung wird bis 2030 die Klimaneutralität angepeilt. Bis 2050 soll der Freistaat komplett klimaneutral sein. Final beschließen muss das Gesetz der Landtag.

Rheinland-Pfalz hat das gleiche Ziel

Auch in anderen Bundesländern gibt es bereits Klimagesetze - diese unterscheiden sich aber in den Zielen. Thüringen etwa will den Ausstoß von Treibhausgasen bis 2050 schrittweise um bis zu 95 Prozent senken, Baden-Württemberg strebt bis 2050 eine Minderung um 90 Prozent an. Rheinland-Pfalz will - wie Bayern - 2050 klimaneutral sein.

Melanie Zecher / Quelle: DPA