Vorsorge-Maßnahme

Batterieschäden möglich: Rückruf für VW Up gestartet

VW ruft eine kleine Anzahl seiner Elektroauto-Serie Up zurück. Im Zusammenhang mit der Batteriefertigung könnte nicht ausgeschlossen werden, dass bei einer manuellen Nachkontrolle einzelne Batteriezellen beschädigt worden sind, so der Hersteller.

Diana Schellhas, 08.01.2021, 17:12 Uhr (Quelle: DPA)
Elli - eine Marke der Volkswagen AktiengesellschaftLaut Kraftfahrt-Bundesamt sind insgesamt 122 E-Ups von VW betroffen.© Volkswagen AG

Volkswagen ruft wegen Brandgefahr an den Batteriezellen eine geringe Zahl von Exemplaren des Elektro-Kleinwagens Up zurück. Bisher seien keinerlei Zwischenfälle bekannt, man habe sich aber vorsorglich zu der Aktion entschlossen, hieß es am Freitag aus Wolfsburg. Laut Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) geht es um 122 Autos, die im vergangenen Jahr gebaut wurden - darunter sind nach jetzigem Stand 81 betroffene E-Ups in Deutschland.

KBA: Beim VW UP kann es zu Kurzschlüssen oder Bränden kommen

Das KBA überwacht den Rückruf. Es könnten "aufgrund einer Vorschädigung der Batteriezellen" Kurzschlüsse oder Brände auftreten, so die Behörde. Volkswagen kündigte an, die Batterien der überprüften Fahrzeuge - hergestellt im Mai und Juni 2020 - auszuwechseln.

"Im Zusammenhang mit der Batteriefertigung für den E-Up können wir in einzelnen Fällen nicht ausschließen, dass bei einer manuellen Nachkontrolle der Zellmodule möglicherweise einzelne Batteriezellen beschädigt wurden", erklärte der Hersteller weiter. "Infolgedessen kann es beim Betrieb des Fahrzeugs zu einem Isolationsfehler kommen, was in seltenen Fällen zu einem Kurzschluss im Batteriesystem führen kann." In den vergangenen Jahren hatte es etwa auch bei manchen Smartphones oder mobilen Ladegeräten gefährliche Akku-Brände gegeben.