Förderbescheid überreicht

BASF erhält 175 Millionen Euro an Förderung für Batterie-Produktion

Der Chemiekonzern BASF will in Brandenburg Batteriematerialien für Elektroautos produzieren. Das Projekt wird von der Bundesregierung und vom Land gefördert. Das Vorhaben ist Teil einer Initiative, um den Aufbau einer Batterie-Wertschöpfungskette in der Europäischen Union voranzubringen.

Diana Schellhas, 19.08.2020, 14:58 Uhr
UmweltfreundlichDie Förderung des BASF-Projekts ist Teil des "Important Project of Common European Interest".© Markus Mainka / Fotolia.com

Heute haben die Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Elisabeth Winkelmeier-Becker, und der brandenburgische Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke gemeinsam einen Zuwendungsbescheid an den Vorsitzenden der Geschäftsführung der BASF Schwarzheide GmbH, Jürgen Fuchs, übergeben.

Die Förderung Höhe von 175 Millionen Euro für BASF erfolgt für Forschung und Innovation sowie zum Bau von Anlagen für die Produktion und das Recycling von Batterien und entsprechenden Materialen in Schwarzheide in Brandenburg. Die Kosten tragen der Bund sowie anteilig zu 30 Prozent das Bundesland.

Bund und weitere EU-Staaten fördern Großprojekte zur Batteriezell-Forschung

Das geförderte Vorhaben der BASF mit dem Schwerpunkt der Projektarbeiten in Schwarzheide (Brandenburg) sowie kleineren Anteilen in Ludwigshafen (Rheinland-Pfalz) ist Teil des "Important Project of Common European Interest" (IPCEI) zur Förderung des Aufbaus einer Batterie-Wertschöpfungskette in der Europäischen Union.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) fördert gemeinsam mit anderen EU-Mitgliedstaaten zwei Großprojekte zur Batteriezellinnovation. BASF war Teil des ersten IPCEI, das die Europäische Kommission im Dezember 2019 beihilferechtlich genehmigt hat. Hier arbeiten 17 Unternehmen aus insgesamt sieben Mitgliedsstaaten zusammen.

BMWi: Batterie-Projekt kann klimafreundliche Mobilität fördern

Ziel der europäischen Gesamtinitiative ist es, die Grundlagen für eine innovative, nachhaltige und wettbewerbsfähige Produktion von Batteriezellen und -modulen in Deutschland und Europa zu schaffen, so das BMWi. Die verwendeten Batteriematerialien bestimmen demnach maßgeblich die Kosten und Leistungsfähigkeit sowie den Umweltfußabdruck von Batterien.

Innovative Kathodenmaterialien, wie von BASF verfolgt, würden die Leistung und die Kosteneffizienz von Batterien steigern und somit den Erfolg einer klimafreundlichen Mobilität fördern. Das Recycling von Batteriezellen mit dem Ziel der Rückgewinnung wichtiger Ausgangsstoffe wiederum reduziere den Bedarf an Rohstoffen und erhöhe damit die Nachhaltigkeit der Batterien. Dies stütze auch eine innovative Wertschöpfung und führe zu qualifizierten Arbeitsplätzen in Deutschland und Europa.