Ladeinfrastruktur

Baden-Württemberg verdoppelt Anzahl der Ladepunkte für E-Autos

In Baden-Württemberg stehen mittlerweile über 6.000 Ladepunkte für Elektroautos bereit, so die Pressestelle des Landes. In dem Bundesland gibt es mehrere Förderprogramme, die den Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur unterstützen sollen.

Diana Schellhas, 29.12.2020, 09:52 Uhr
ElektroautoCharge@BW ist eines der Förderprogramme, mit denen der Ausbau an Ladepunkten in Baden-Württemberg gefördert wird.© Ben Chams / Fotolia.com

In Baden-Württemberg geht der Ausbau der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge weiter voran. Rund 6.200 registrierte Ladepunkte existieren im Land, mehr als doppelt so viele wie ein Jahr zuvor, meldet die Pressestelle der Landesregierung. Damit existieren demnach in Baden-Württemberg die zweitmeisten öffentlich zugänglichen Ladepunkte. Das entspreche einem Zuwachs um 51 Prozent innerhalb eines Jahres.

Verkehrsminister Winfried Hermann: "Baden-Württemberg steht bei der Ladeinfrastruktur im Vergleich sehr gut da. Nun muss diese mit der Entwicklung der E-Fahrzeugzulassungen Schritt halten. Dabei haben nicht nur Bund und Land eine wichtige Rolle, sondern auch Kreise, Städte und Unternehmen. Zur Erreichung der Klimaschutzziele ist eine rasche Elektrifizierung des Straßenverkehrs notwendig und die Ladeinfrastruktur ist eine zwingende Voraussetzung für die Nutzung von Elektrofahrzeugen. Daher unterstützen wir deren Ausbau, beispielsweise durch das Förderprogramm Charge@BW."

Laufende Förderprogramme für den Ausbau von Ladepunkten

Über Charge@BW würden öffentlich und nichtöffentlich zugängliche Ladepunkte gefördert. Mit den ersten etwa 750 bewilligten Förderanträge von über 1.670 Anträgen sollen bereits über 2.000 Ladepunkte entstehen. Das Programm richtet sich an Unternehmen, die maximale Förderhöhe liegt bei 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben (bis zu 2.500 Euro pro Ladepunkt).

Mit dem Sicherheitsladenetz für Elektrofahrzeuge „SAFE“ habe das Land für ein Grundnetz flächendeckender Ladeinfrastruktur gesorgt, welche immer weiter ausgebaut würden. Hierzu biete das Land mit Charge@BW einem großen Kreis an Antragsberechtigten Unterstützung bei der Installation von Ladeinfrastruktur. Gefördert würden 40 Prozent der zuwendungsfähigen Ausgaben bis maximal 2.500 Euro pro Ladepunkt. Ziel sei ein flächendeckendes 10-Kilometer-Raster an Ladepunkten.

Neben öffentlich zugänglicher Ladeinfrastruktur spielten nichtöffentlich zugängliche Ladepunkte eine zentrale Rolle beim Ausbau der Ladeinfrastruktur, da ein Großteil aller Ladevorgänge voraussichtlich an diesen (zum Beispiel Laden am Arbeitsplatz, Laden von Fuhrparks) stattfinden würde. Um den Ausbau der Ladeinfrastruktur flächendeckend und bedarfsgerecht voranzutreiben sei die Strategie Ladeinfrastruktur Mitte des Jahres mit einer Vielzahl an Maßnahmen veröffentlicht worden, welche regelmäßig weiterentwickelt und evaluiert werden soll.

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