Neuer Termin

Atomaufsicht: AKW Fessenheim soll bis 2022 vom Netz

Die französische Atomaufsicht hat die neuen Abschalttermine für das umstrittene AKW Fessenheim mitgeteilt. In zwei Schritten sollen die Reaktoren 2020 und 2022 heruntergefahren werden. Ursprünglich hätte schon 2019 Schluss sein sollen.

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Straßburg - Die staatliche französische Atomaufsicht bereitet sich auf das Abschalten des umstrittenen Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim bis 2022 vor. Der Kraftwerkbetreiber EDF habe mitgeteilt, dass der erste Reaktor bis September 2020 und der zweite bis August 2022 heruntergefahren werden soll, teilte die Atomaufsicht (ASN) am Montag mit.

Betreiber soll Rückbauplan vorlegen

EDF habe die Atomaufsicht deshalb gebeten, von einer zuvor verlangten elektrischen Nachrüstung des Kraftwerks absehen zu dürfen. Die Atomaufsicht forderte den Betreiber zur förmlichen Ankündigung der Abschaltung sowie bis 2020 zur Vorlage eines Rückbauplans auf.

Wie die Atomaufsicht mitteilte, sollen die Brennelemente des Atomkraftwerks zunächst einige Jahre in Fessenheim zwischengelagert und dann zur Wiederaufbereitungsanlage nach La Hague gebracht werden.

Fessenheim gilt als Sicherheitsrisiko

Das AKW Fessenheim unweit der deutschen Grenze ist das älteste aktive in Frankreich und gilt Kritikern seit Jahrzehnten als Sicherheitsrisiko. Ursprünglich hatte das Kraftwerk bereits Anfang 2019 vom Netz gehen sollen.

Melanie Zecher / Quelle: DPA