Stromerzeugung

Anteil erneuerbarer Energien im Frühling über 40 Prozent

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung ist im Frühling auf über 40 Prozent gestiegen. Dafür haben vor allem das stürmische Wetter und der Bau neuer Offshore-Anlagen gesorgt. Auch die Photovoltaik hat zugelegt.

Solarenergie Windenergie© visdia / Fotolia.com

Berlin - Die aus Wind und Sonne gewonnene Strommenge hat im ersten Halbjahr in Nord- und Ostdeutschland weiter zugenommen. In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden in den ostdeutschen Flächenländern sowie Berlin und Hamburg knapp 21.600 Gigawattstunden (GWh) Windstrom erzeugt, wie aus Daten des Stromnetzbetreibers 50Hertz hervorgeht. Das waren rund 5.000 GWh mehr als noch im Vorjahreszeitraum. Dazu trugen demnach vor allem ein generell höheres Windaufkommen sowie der Bau weiterer Offshore-Anlagen bei. Insbesondere der März war in diesem Jahr besonders stürmisch.

Photovoltaik legt ebenfalls zu

Mit Photovoltaik wurden im selben Zeitraum etwas mehr als 6.000 GWh Strom erzeugt - ein leichter Anstieg von 170 GWh im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Anteil Erneuerbarer steigt auf 41 Prozent

Daten des Statistischen Bundesamts zufolge hat sich der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromeinspeisung im ersten Quartal deutlich erhöht. Vor allem aufgrund des stürmischen Frühjahrs lag er bei gut 41 Prozent. Im Vorjahreszeitraum waren es rund 35 Prozent gewesen. Der Anteil von Strom aus konventionellen Energieträgern ging dagegen um gut 11 Prozent auf fast 59 Prozent zurück. Die Bundesregierung will einen Anteil von 65 Prozent erneuerbarer Energien an der Stromversorgung erreichen, um die Ziele des Pariser Klimaabkommens einzuhalten.

Melanie Zecher / Quelle: DPA