BfE-Präsident

Ankündigung: Erste Ergebnisse zum Atommüll-Endlager im Herbst 2020

Transparenz bei der Endlager-Suche: Um das zu gewährleisten, finden derzeit mehrere Informationsveranstaltungen in Deutschland statt. Bis 2031 soll ein geeigneter Lagerort bestimmt worden sein. Wolfram König, Präsident des BfE, will 2020 die ersten Ergebnisse bekannt geben.

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Saarbrücken - Auf der Suche nach einem atomaren Endlager in Deutschland soll es im dritten Quartal 2020 erste Ergebnisse geben. Das sagte der Präsident des Bundesamtes für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE), Wolfram König, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Ein vom Bund mit der Endlagersuche beauftragtes Unternehmen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung, habe für diesen Zeitraum einen Zwischenbericht angekündigt.

Atommüll-Endlager soll bis spätestens 2031 festgelegt sein

Der Bund will bis 2031 einen geeigneten Ort für hochradioaktiven Atommüll finden. Dieses zeitliche Ziel sei "ehrgeizig", sagte König anlässlich einer Informationsveranstaltung in Saarbrücken. "Es ist aber gleichzeitig klar, dass wir gut beraten sind, die Suche möglichst zügig mit einem dauerhaft sicheren Endlagerstandort abzuschließen." Die jetzige Lagerung der "hochgefährlichen radioaktiven Abfälle" in oberirdischen Hallen könne "keine dauerhafte Sicherheit gewährleisten".

Nach einer Standort-Entscheidung durch den Bundestag würden ein Genehmigungsverfahren "mit den strengen Vorgaben des Atomgesetzes" und dann der Bau des Bergwerks folgen. "Eine Endlagerung für hochradioaktive Abfälle wäre nach absehbaren Abläufen gegen 2050 in Deutschland möglich", sagte König.

Weitere Info-Veranstaltungen zur Endlagersuche folgen

Um den Prozess der Endlagersuche auch für die Bürger transparent zu gestalten, setzt das Bundesamt auf Info-Veranstaltungen in den Landeshauptstädten. Nach Saarbrücken schließt die Reihe am Mittwoch in Wiesbaden ab.

Diana Schellhas / Quelle: DPA