Atomkraft

AKW Brokdorf: PreussenElektra stellt Stilllegungsantrag

In Schleswig-Holstein liefert das Atomkraftwerk Brokdorf seit 1986 Strom. Laut Atomgesetz muss das Kernkraftwerk spätestens Ende 2021 vom Netz. Betreiber PreussenElektra hat gerade den Antrag auf die Stilllegung eingereicht.

01.12.2017, 16:49 Uhr (Quelle: DPA)
Kernenergie© lassedesignen / Fotolia.com

Brokdorf - Das Atomkraftwerk Brokdorf in Schleswig-Holstein muss spätestens Ende 2021 vom Netz. Im Anschluss will der Betreiber PreussenElektra den Meiler zurückbauen. Am Freitag stellte das Energieversorgungsunternehmen den notwendigen Antrag an die Atomaufsicht in Schleswig-Holstein. "Das ist der nächste große Schritt auf dem Weg zum tatsächlichen Ende der Atomenergie in Schleswig-Holstein", sagte Landesenergieminister Robert Habeck (Grüne).

AKW Brokdorf darf maximal bis 2021 am Netz bleiben

Nach dem Atomgesetz darf der Meiler an der Unterelbe längstens bis Ende 2021 am Netz bleiben. Möglicherweise ist auch schon früher Schluss, wenn eine festgelegte Reststrommenge eher aufgebraucht sein sollte. "Mit der Antragstellung und der Information der Bürger sind die ersten Schritte in Richtung Stilllegung getan", sagte Kraftwerksleiter Uwe Jorden. Der Betreiber begründete den Zeitpunkt des Antrags mit dem zu erwartenden mehrjährigen Genehmigungsverfahren. Das Kernkraftwerk hat eine elektrische Bruttoleistung von 1.480 Megawatt und beschäftigt rund 500 Personen.

Kernkraftwerk produziert seit 1986 Strom

Das AKW Brokdorf gehört zu 80 Prozent PreussenElektra und zu 20 Prozent Vattenfall. Betreiber der Anlage ist PreussenElektra. Das Kernkraftwerk ist seit 1986 am Netz. Die beiden anderen Atomkraftwerke in Schleswig-Holstein, Brunsbüttel und Krümmel, sind bereits vom Netz. In beiden Fällen laufen bereits die Genehmigungsverfahren für den Rückbau.