Hessen

AKW Biblis: Pläne sehen Rückbau bis 2031 vor

Für den Rückbau des Atomkraftwerks Biblis wurden die ersten Schritte eingeleitet. Die Anlage wurde bereits 2011 nach der Atomkatastrophe in Fukushima vom Netz genommen. Der Rückbau soll länger als ein Jahrzehnt dauern.

Kernenergie© lassedesignen / Fotolia.com

Biblis - Der Abbau des stillgelegten Atomkraftwerks im hessischen Biblis hat am Donnerstag mit Vorbereitungen zum Einrichten der Baustelle begonnen. "Geplant ist eine Rückbauzeit von 15 Jahren", teilte Kraftwerksleiter Horst Kemmeter vom Betreiber RWE mit.

"Innerhalb dieser Zeit sollen die Anlagenteile soweit zurückgebaut werden, dass die Gebäude und das Gelände aus dem Atomgesetz entlassen werden können." Das hessische Umweltministerium als Aufsichtsbehörde hatte für den Abbau Ende März die Genehmigung erteilt.

Atommüll wird zunächst zwischengelagert

Die abgebrannten Brennstäbe werden in Castor-Behältern auf dem Kraftwerksgelände in einem Zwischenlager untergebracht. Es ist bis 2046 genehmigt. Der restliche Abfall kommt in andere Behälter, die ebenfalls auf dem Kraftwerksgeländer erst einmal deponiert werden. Schwach- und mittelradioaktive Abfälle sollen im Schacht Konrad in Salzgitter endgelagert werden. Für hochradioaktive Abfälle suchen Experten und Politik noch einen Platz.

AKW Biblis wurde 2011 abgeschaltet

Das Atomkraftwerk war 2011 nach der Katastrophe von Fukushima erst für drei Monate und dann für immer abgeschaltet worden. Die Blöcke A und B waren 1974 und 1976 in Betrieb genommen worden.

Quelle: DPA