Nachgefragt

42 Prozent der Deutschen kennen Smart Meter nicht

Smart Meter werden teilweise schon verpflichtend in Deutschland eingebaut. Einer Umfrage zufolge haben über 40 Prozent der Verbraucher noch nie etwas von den intelligenten Stromzählern gehört oder gelesen.

Diana Schellhas, 25.11.2020, 16:20 Uhr
Stromzähler© EnBW

Anfang 2020 hat mit jahrelanger Verzögerung der Smart-Meter-Rollout begonnen. Die intelligenten Messsysteme sollen ein zentraler Teil der digitalen Infrastruktur für die Energiewende werden. Die Bereitschaft der Verbraucher, die Technologie zu nutzen, steigt, so das Ergebnis einer Umfrage unter 1.005 Personen in Deutschland im Auftrag des Digitalverbandes Bitkom.

Mehrheit will Smart Meter zur Kontrolle des Stromverbrauchs einsetzen

Laut Befragung können sich 4 von 10 (41 Prozent) Menschen in Deutschland vorstellen, einen Smart Meter zu nutzen. Zu Jahresbeginn vor dem Rollout lag der Wert erst bei 36 Prozent. Dabei geben wie zu Jahresbeginn 42 Prozent an, noch nie etwas von Smart Metern gehört oder gelesen zu haben.

Die große Mehrheit der Verbraucher, die Smart Meter bereits nutzt oder sich dafür interessiert, möchte der Umfrage zufolge auf diese Weise jederzeit eine verbrauchsgenaue Stromabrechnung einsehen können (73 Prozent). Rund zwei Drittel (63 Prozent) möchten mit den intelligenten Messsystemen Geräte mit hohem Stromverbrauch in ihrem Haushalt identifizieren. Und jeder Fünfte (20 Prozent) gibt an, grundsätzlich gerne die neueste Technologie im Haus haben zu wollen.

Nur eine Minderheit von 7 Prozent interessiert sich für die Möglichkeit, mit Hilfe der Smart Meter Hinweise zu bekommen, wenn ältere oder kranke Angehörige in deren eigener Wohnung von der üblichen Tagesroutine abweichen und zum Beispiel kein Licht einschalten. Und 5 Prozent möchten gerne mit Hilfe der Smart Meter automatisch Verbrauchsprodukte wie Waschmittel oder Spülmaschinentabs nachbestellen, wenn die Geräte eine bestimmte Anzahl von Durchläufen absolviert haben.

Was spricht gegen die Nutzung eines Smart Meters?

Unter denjenigen, die keinen Smart Meter nutzen wollen, sehen 39 Prozent keinen Nutzen darin, 30 Prozent geben an, die Geräte seien zu teuer und 26 Prozent meinen, Einbau und Installation seien zu aufwendig. Jeder Fünfte (20 Prozent) sorgt sich um den Missbrauch persönlicher Daten und ähnlich viele (19 Prozent) haben generell kein Interesse an Smart-Home-Anwendungen. 12 Prozent haben Angst vor Hacker-Angriffen auf die Smart Meter und 9 Prozent nehmen an, die Technik sei noch nicht ausgereift.