Stromanbieter RWE: Einer von vier Riesen in Deutschland

RWE ist einer der großen vier Energiekonzerne in Deutschland. Das Unternehmen besteht aus einer sehr komplexem Struktur. Beispielsweise wird Strom über die Tochtergesellschaft innogy SE verkauft. Dort ist auch der Geschäftsbereich zu den erneuerbaren Energien und auch der Netzbetrieb angesiedelt. Der Mutterkonzern RWE ist für den Energiehandel und den Betrieb der konventionellen Kraftwerke verantwortlich. Diese Unternehmensstruktur besteht aber erst seit 2016. Der Umbau war eine Reaktion auf die Energiewende und die damit abstürzenden Strompreise an der Börse. Konventionelle Energien wurden in diesem Zuge immer unrentabler.

Im Jahre 1898 wurde RWE als Rheinisch-Westfälisches Elektrizitätswerk in Essen gegründet, um die Stadt Essen mit Energie zu versorgen. Schon im Jahre 1902 wurde RWE zu einem überregionalen Stromversorger, was dem Ruhrindustriellen Hungo Stinnes zu verdanken ist, der damals die Aktienmehrheit bei RWE übernommen hat. Sein Ziel war es, eine großräumige und einheitliche Stromversorgung für die breitere Masse zu erschaffen und erschwinglich zu machen.

RWE

RWE baut erstes AKW in Deutschland

So baute RWE 1914 sein erstes Braunkohlekraftwerk. 1930 begann das Unternehmen dann mit dem Bau von Hochspannungsnetzen und nahm in Deutschland die erste 220-kV-Leitung in Betrieb. 1961 folge das allererste Kernkraftwerk in Deutschland, welches in Dettingen am Main ans Netz ging. Auch in der Elektromobilität ist RWE einer der Pioniere, denn 1981 stellte das Unternehmen den ersten Prototypen eines alltagstauglichen Elektroautos, welches auf einem VW Golf basierte, namens "City-Stromer" vor. Seit 2002 ist das Unternehmen international, beispielsweise auf den Energiemärkten in Großbritannien, Tschechien und Polen, tätig.

Heute ist RWE einer der größten Energieerzeuger auf dem deutschen Markt. So betreibt der Konzern mittlerweile eine große Vielfalt an Kraftwerken. Diese reichen von einigen Kernkraftwerken, wo beispielsweise das südhessische Atomkraftwerk Biblis wegen diverser Sicherheitsmängel immer wieder in der Kritik steht, über Braunkohlekraftwerke, Steinkohlekraftwerke bis hin zu Wasser- und Windkraftwerken. Der größte Teil an Energie wird mit Hilfe von Kohle produziert, der Anteil an Strom, der aus erneuerbaren Energiequellen stammt, ist vergleichsweise gering (Strom aus Kohle zu rund 60 Prozent; Strom aus Erneuerbaren zu rund 4,8 Prozent; Stand 2014).

Der Vertrieb wurde im September 2016 in die Tochtergesellschaft Innogy SE ausverlagert.

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