Sanftes Aufwachen

Wie funktioniert ein Lichtwecker?

Mit einem Lichtwecker sanft in den Tag starten: Eine helle Leuchte simuliert den Sonnenaufgang und weckt Tiefschläfer zum Ende hin mit sanften Tönen. Was dahinter steckt und ob es wirklich den Start in den Tag erleichtert, lesen Sie hier!

10.01.2017, 12:48 Uhr
aufwachen© drubig-photo / Fotolia.com

Lichtwecker folgen dem Beispiel der Natur: Durch zunehmendes Licht wird der Schlafende geweckt, ganz sanft und nicht ruckartig. Zum Ende des imitierten Sonnenaufganges kommen Töne hinzu. Je nach Wecker können das Naturgeräusche wie Vogelgezwitscher, Wellenrauschen, oder eben der eingestellte Radiosender sein. So soll ein guter und entspannter Start in den Tag ermöglicht werden, denn Aufstehen fällt den meisten leichter, wenn das Zimmer hell erleuchtet ist und man nicht erst durchs Dunkle zum Lichtschalter tappen muss.

Natürlich geweckt

Früher waren aufstehen und schlafen gehen einfach: Mit dem ersten Sonnenlicht nahm man sein Tageswerk auf, mit dem schwindenden Licht legte man sich zu Bett. Darauf ist unser Körper auch heute noch eingestellt. Nicht etwa auf den schrillen Weckton, der uns unsanft aus dem Schlaf reißt. Das merken wir besonders daran, dass das Aufstehen im Sommer, wenn bereits die Sonne durchs Fenster scheint, deutlich einfacher fällt, als im dunklen Winter. Durch die Imitation stärker werdenden Lichtes stellt sich der Körper auf den kommenden Tag ein. Das Schlafhormon Melatonin wird abgebaut, das Glückshormon Serotonin nimmt zu.

Für wen eignen sich Lichtwecker?

Geeignet sind Lichtwecker für nahezu jeden, der nicht durch einen schrillen Weckton aus der Nacht gerissen werden möchte. Sie heben die Stimmung beim und nach dem Aufstehen, erleichtern das Aufstehen bei Dunkelheit und unterstützen Personen in der Schichtarbeit, mit Aufstehproblemen oder Jetlag. Nur Leute mit extrem tiefem Schlaf sollten aus offensichtlichen Gründen zwei Mal über die Investition in einen Lichtwecker nachdenken.

Das bietet ein Lichtwecker

Die Grundfunktion des Lichtweckers ist also das Wecken über heller werdendes Licht am Morgen. Dazu sollte die Lichtintensität einstellbar sein und am Ende sollte die kleine Sonne heller als 200 Lux scheinen. Auch angenehme und gut hörbare Wecktöne sind wichtig, sollte man doch mal fester schlafen. Weitere Funktionen des Weckers können Farbwechsel, mehrere Weckzeiten, unterschiedliche Sonnenaufgangsdauer und Verwendbarkeit als Nachttischlampe sein. Manche Lichtwecker bieten zudem eine Einschlafhilfe, indem sie den Sonnenuntergang simulieren.

Das kostet ein Lichtwecker

Für einen Lichtwecker muss man schon etwas mehr als für einen normalen auf den Tisch legen. Gute Modelle sind ab 60 Euro zu haben, einige liegen auch über 100 Euro. Was der Lichtwecker an Stromkosten produziert, hängt stark von der verwendeten Lampe ab. Grundsätzlich sind alle Lichtwecker mit Stromanschluss und überbrücken nur Stromausfälle mit Batterien – denn der Stromverbrauch von Lichtweckern ist grundsätzlich zu hoch, um nur aus Batterien gespeist zu werden. Wecker mit LEDs sind natürlich entsprechend stromsparend. Es sind Modelle ab einem Watt zu haben, gängiger ist jedoch ein Verbrauch zwischen 10 und 20 Watt.

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