Richtig heizen

Welche Zimmertemperatur zum Sparen und Wohlfühlen?

Besonders im Winter kommt oft die Frage nach der idealen Zimmertemperatur auf. Hier gilt es, das Gleichgewicht zwischen Energieverbrauch und Wohlfühltemperatur zu finden. Wir haben Tipps zum Energiesparen beim Heizen, ohne dass Sie direkt die dicke Wollmütze anziehen müssen!

Heizungsventil© Kzenon / Fotolia.com

Kalte Winter bedeuten zwangsweise höhere Heizkosten. Umso größer der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur ist, desto mehr Energie muss aufgewendet werden, um diesen Unterschied zu halten. In Anbetracht dessen wäre also eine möglichst niedrige Zimmertemperatur anzustreben. Komfortabel ist jedoch etwas anderes. Mollig warm soll‘s sein, wenn man abends aus dem schneidenden Wind in die Wohnung kommt.

Doch wie warm ist sinnvoll? Die Wohlfühltemperatur hängt zum einen von dem Temperaturempfinden der einzelnen Bewohner ab, aber auch von den verschiedenen Räumlichkeiten. Dafür gibt es allgemein gültige Temperaturempfehlungen.

Temperatur raumabhängig wählen

Im Wohnzimmer hält man sich die meiste Zeit auf, im Badezimmer ist man leicht bekleidet, im Schlafzimmer liegt man unter einer warmen Decke – je nach Zimmer und Verwendungszweck sollte man die Zimmertemperatur wählen.

Die generelle Empfehlung fürs Wohnzimmer beträgt 20 – 22 Grad. Hierbei fühlen sich die meisten Leute wohl und der Heizaufwand ist vertretbar. In Kinderzimmern dürfen es ruhig auch ein oder zwei Grad mehr sein, besonders wenn die Kinder noch klein sind.

In der Küche ist man meist in Bewegung und Herd und Ofen produzieren zusätzlich Wärme während der Aufenthaltszeit. Hier muss es nicht ganz so warm sein. 18 - 19 Grad genügen. Ruhig ein wenig kälter darf es noch im Schlafzimmer sein. Hier liegt man unter einer warmen Decke und morgens begibt man sich schnell ins warme Bad, das um die 23 - 24 Grad hat.

Wo misst man die Raumtemperatur?

Je nachdem, wo im Raum man die Temperatur misst, kann man zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen kommen. Probieren Sie es doch mal aus: Messen Sie wenige Zentimeter über dem Fußboden und dann mal über Ihrem Kopf. Umso höher das Thermostat platziert ist, desto höher wird die Temperatur steigen, da warme Luft leichter ist als kalte und nach oben steigt. Auch in der Nähe der Heizung oder von Fenstern wird man einen Temperaturunterschied feststellen können. Am besten man misst in der Mitte des Raumes, hier erhält man einem guten Mittelwert.

Intelligente Heizungsventile regeln Raumtemperatur automatisch

Mit einem herkömmlichen Heizungsventil, welches von 1 - 5 geht, die gewünschten Raumtemperaturen zu treffen, ist oft gar nicht so einfach. Grundsätzlich stellt man mit "3" etwa 20 Grad her, der Stern steht für Frostschutz und sorgt dafür, dass die Zimmertemperatur nicht unter 7 Grad fällt. Mit "5" kommt man auf etwa 28 Grad.

Einfacher geht das Einstellen der Raumtemperatur mit intelligenten Heizungsreglern. Diese werden anstatt der alten Ventile auf die Heizung aufgesetzt und sind programmierbar. So wird es beispielsweise möglich, das Bad von 6 bis 7 Uhr morgens auf mollige 24 Grad zu heizen und während des Arbeitstages wieder auf wirtschaftliche 18 Grad fallen zu lassen.

Grundsätzlich gilt jedoch, dass man keinen Raum unter 16 Grad auskühlen lassen sollte, da das erneute Aufheizen mehr Energie benötigt als das Halten einer gewissen Raumtemperatur.

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