Ökologisch feiern

Energie und CO2 sparen rund um den Weihnachtsbaum

Ein Weihnachtsbaum muss funkeln und strahlen und auch bei den Geschenken will an Weihnachten niemand geizen. Darum soll es aber auch gar nicht gehen, wenn neben dem Schenken und Feiern das Klima nicht vernachlässigt werden sollen.

23.12.2019, 14:33 Uhr
Weihnachten DekorationNatürlich oder Plastik: Beim Weihnachtsbaum ist eigentlich nur eine Lösung wirklich ökologisch.© Gregory Lee / AdobeStock

Weihnachtsbäume sind kurz vor dem Fest nicht nur in den allermeisten Haushalten zu sehen, sie säumen auch die Fußgängerzonen und Einkaufshallen. Alle sind mit großen Weihnachtskugeln, Lichterketten und anderen Schmuckstücken behangen. Wer denkt, dass der weihnachtliche Glanz nicht auch mit einem ökologischen Bewusstsein einhergehen kann, der irrt sich. Wir geben Tipps für Weihnachtsbäume und Geschenke mit einer besseren Ökobilanz.

Die Wahl des Tannenbaums

Ein natürlicher oder ein künstlicher Weihnachtsbaum: Das ist eine der grundlegenden Fragen, wenn es ein ökologischer Baum sein sollen. Jedes Jahr werden gesunde Tannen abgeholzt, um dann in den Wohnzimmern einzugehen. Aber einen Baum aus Plastik kaufen, scheint erst recht nicht die beste Lösung zu sein. Wie Energieanbieter Eon berichtet, bindet ein zwei Meter hoher Weihnachtsbaum jährlich 40 Kilogramm CO2. Um diesen Wert auch nur annähernd zu erreichen, müsste eine Plastiktanne schon über 20 Jahre oder mehr zum Einsatz kommen. Wer wirklich ökologisch handeln will, greift hier zum biologischen und regional angebauten Baum, der im besten Fall im eigenen Topf mit Wuzeln daherkommt, um ihn nach den Feierlichkeiten einpflanzen zu können.

Nachhaltige Deko für den Weihnachtsbaum

Bei der Dekoration müssen es nicht immer Lametta und Kunststoffkugeln sein. Es gibt reichlich Alternativen. Figuren aus Holz oder anderen natürlichen Materialien können gekauft werden. Aus Pappe und anderen Bastelmaterialien kann man auch selbst etwas herstellen und Kinder haben an einer Extra-Bastelstunde ihren Spaß. Auch selbstgebackene Kekse und Lebkuchen sind ein Hingucker am Weihnachtsbaum.

Nicht zu vergessen: Wer sich eine neue Lichterkette für den Weihnachtbaum kauft, der wird vermutlich so oder so nur noch Versionen mit LED-Lämpchen finden. Zum Glück, denn gegenüber den alten Lichterketten und Schläuchen wird so erheblich viel Strom eingespart.

  • Adventskalender © refresh(PIX) / AdobeStock

    Packpapier ist eine gute Alternative zu gewöhnlichem Geschenkpapier. Recycelbares Geschenkpapier gibt es aber auch bunt bedruckt. Mit dem umweltverträglichen Schenken kann man aber auch schon vor Weihnachten beginnen: z.B. mit einem selbstgemachten Adventskalender.

  • Weihnachten Christbaumschmuck

    Selbstgebastelter Schmuck für den Weihnachtsbaum tut nicht nur der Umwelt und dem Klima gut, sondern ist auch ein schöner Hingucker. Außerdem bieten die Bastelwerke Familien schon einmal vor dem Fest die Möglichkeit, zusammenzukommen.

  • Weihnachtsgebäck

    Gebäck macht sich ebenfalls sehr gut am Weihnachtsbaum und als kleine Aufmarksamkeit. Lebkuchen, der etwas stabiler ist als andere Plätzchenteige, eignet sich hierfür besonders. Bunt verziert stechen die Leckereien am Weihnachtsbaum hervor.

Ökologisch schenken

Besonders Kinder können es an Weihnachten kaum abwarten, einen Blick unter den Baum zu werfen. Auch hier gibt es viele Möglichkeiten, Klima und Umwelt ein wenig zu schonen. Umweltfreundliche Geschenkverpackungen gehören da genauso dazu wie die Inhalte selbst. Die Flasche Wein für den Nachbarn sollte bestenfalls aus der Region stammen, Köstlichkeiten wie Marmelade können selbst hergestellt werden und Elektronik-Geschenke sollten stromsparend sein. Bei der Verpackung können Recyclingpapier oder auch Stoffe zum Einsatz kommen und gemeinsame Erlebnisse erfordern nur wenig Verpackungsmaterial.

War dieser Artikel hilfreich?

Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Hamm-Uentrop

    Gaskraftwerk

    Gaskraftwerk: Erzeugung von Wärme und Strom aus Gas

    Das Gaskraftwerk bleibt auch weiterhin umstritten. Für die einen gehören die klimaschädlichen Kraftwerke abgeschaltet. Für die anderen sind sie im Zuge der Energiewende eine Notwendigkeit für die Stromversorgung.

  • Ökostrom Stromnetz

    Primärenergie

    Primärenergie für Endverbraucher nutzbar machen

    Als Primärenergie wird die Energie bezeichnet, die aus natürlichen Quellen stammt und noch keine Umwandlung erfahren hat. Bei der Umwandlung ist mit Energieverlusten zu rechnen, die je nach Wirkungsgrad der Umwandlungsanlage verschieden hoch ausfallen. Die Primärenergie hingegen besitzt noch 100 Prozent der Energie.

  • Erneuerbare Energien

    Grüner Strom Label

    Grüner-Strom-Label als eines der wichtigsten Ökozertifikate

    Stromtarife mit dem "Grüner Strom"-Label müssen strenge Kriterien einhalten und einen besonders hohen Nutzen für die Umwelt aufweisen. Empfohlen von mehreren Umweltverbänden darf der mit dem Label zertifizierte Strom ausschließlich aus erneuerbaren Energiequellen stammen.