Haushalt

Tipps: So einfach ist das Wassersparen

Im eigenen Haushalt kann man am einfachsten Wasser sparen. Wenn auch ein großer Teil dem "virtuellen Verbrauch" zuzurechnen ist, kann man auch mit kleineren, konkreten Maßnahmen etwas ausrichten und so Geld sparen.

Wasserhahn© George Dolgikh / Fotolia.com

Die anhaltenden Dürren in vielen Regionen der Welt zeigen, wie wichtig und knapp Wasser für den Menschen ist. Der Verbrauch jedes Einzelnen jedoch ist hierzulande enorm. Laut der "Rheinischen Post" verbraucht jeder Deutsche etwa eine Million Liter Wasser pro Jahr. Er trinkt davon aber lediglich 36.500 Liter. Der Rest fließt vor allem in die Landwirtschaft, in die Industrie und in die Energieerzeugung.

Manch einem ist gar nicht bewusst, dass die Produktion von einem Kilo Rindfleisch bis zu 20.000 Liter Wasser benötigt. Das ist vor allem der Produktion für das Futter zuzurechnen. Man spricht hier von "virtuellem Wasserverbrauch". Im Gegensatz zum direkten Wasserverbrauch zum Waschen, Putzen und Kochen ist dieser weniger sichtbar. Ein ressourcenschonender Lebenswandel kommt aber auch den Wasserreserven des Planeten zugute.

Keine Chance der Wasserverschwendung im Haushalt

Mit den richtigen Tipps ist es erstaunlich einfach möglich, den eigenen Verbrauch im Alltag deutlich zu reduzieren. Die erste Maßnahme ist es, eine Verschwendung von Wasser im eigenen Haushalt zu vermeiden. Beim Zähneputzen sollte der Hahn also nur aufgedreht sein, wenn dies gerade nötig ist, und nicht die ganze Zeit weiterlaufen. Das Gleiche gilt auch beim Duschen, Spülen und Kochen. Auf diese Weise lassen sich bereits viele Liter Wasser einsparen.

Wasserfresser Toilettenspülung

Ein weiterer großer Verbraucher ist die Toilettenspülung. Gerade alte Spülkästen verbrauchen hier schon mal neun Liter pro Spülvorgang. Neuere Kästen kennen aber auch eine Start/Stopp-Funktion. Jeder kann die Menge an Wasser damit gezielt selbst beeinflussen. Für ein "kleines Geschäft" reicht nicht selten schon ein Liter aus. Im Vergleich zu einem alten Spülkasten lassen sich so also schon acht Liter pro Spülung sparen. Wer noch keinen modernen Spülkasten besitzt, kann aber auch zu Tricks greifen. Mit einem Backstein oder einem ähnlich massiven Objekt lässt sich der Innenraum des Kastens verkleinern. Dann hat weniger Wasser Platz und es wird auch weniger für einen Spülvorgang verbraucht.

Alles Gute kommt von oben

Es lohnt sich, Regenwasser zu sammeln, statt ständig die Wasserleitung zu bemühen. Eine an die Dachrinne angeschlossene Regentonne bietet zum Beispiel fast immer genügend Wasser, um Blumen und andere Pflanzen zu bewässern. Auch zum Autowaschen ist die Qualität ausreichend. Wer noch weitergehen möchte, kann Regenwasser aber sogar abkochen und filtern und dann auch für den Eigenbedarf verwenden. In jedem Fall ist es eine hervorragende Ergänzung. Je nach Jahreszeit lassen sich damit Hunderte Liter Wasser pro Monat sparen.

Gut für Umwelt und Geldbeutel

Wer Wasser sparen möchte, freut sich über eine niedrigere Wasserrechnung. Laut Statista zahlte ein 2-Personen-Haushalt im Jahr 2013 in Deutschland durchschnittlich 206,18 Euro jährlich für Wasser. Wird der Verbrauch um 30 Prozent verringert, kommt dies schon einer Einsparung von 60 Euro gleich. Mit den richtigen Maßnahmen ist es aber auch möglich, 50 Prozent Wasser einzusparen. Die genauen Preise unterscheiden je nach Wohnort, sodass einige mehr profitieren können als andere. Abseits des finanziellen Aspekts freut sich vor allem die Umwelt über das Wassersparen. Denn das ständige Abpumpen von Trinkwasser aus Seen und Flüssen kann Flora und Fauna langfristig schädigen. Ein bewusster Umgang mit der wertvollen Flüssigkeit hilft also auch dem Planeten.

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