Umzug

Toptipps: Strom ummelden leicht gemacht

Wer umziehen muss oder will, der kennt es: Was ist mit meinem Strom? Kann ich meinen bisherigen Versorger behalten oder muss ich mich nach einem neuen Anbieter umsehen? Damit alles glatt über die Bühne geht, gilt es folgende Schritte zu beachten.

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Zunächst ein wenig Grundlagenwissen: Strom kann von verschiedenen Anbietern kommen und schlägt somit auch preislich unterschiedlich zu Buche. Als Kunde ist man ohne Zutun im sogenannten Grundversorgungstarif des lokalen Anbieters, etwa der Stadtwerke. Ein Wechsel zu einem alternativen Anbieter oder wenigstens in einen Sondertarif des Grundversorgers ist jedoch meist sinnvoll. Bei einem Wohnortwechsel kann der Stromtarif entweder mit umziehen oder aber man sucht nach einem neuen.

Die Wahl zwischen den Stromanbietern haben nicht nur Hausbesitzer, sondern auch Mieter: Die einzige Voraussetzung ist ein eigener Stromzähler. Beim Anbieterwechsel wird immer gefragt, wie viel Strom man im Jahr vermutlich benötigen wird. Dies wird unter anderem zur Abschlagsberechnung benötigt. Hat man noch keinen Anhaltspunkt, hilft es, Durchschnittswerte anderer Haushalte als Referenz heranzuziehen.

Strom ummelden, wenn der bisherige Anbieter am neuen Ort liefern soll

Ist die Entscheidung gefallen, den bisherigen Anbieter beizubehalten, dann ist die Ummeldung keine große Angelegenheit. Fast alle Anbieter sind online zu erreichen und stellen dort ein entsprechendes Formular zur Verfügung. Die entsprechenden Daten wie

  • Vertragsnummer
  • alte Anschrift
  • neue Anschrift
  • letzten Zählerstand notieren und dem Anbieter mitteilen.

sind schnell eingetragen und sekundenschnell übermittelt. Den Strom umzumelden ist so ein Kinderspiel.

Sollte es – was in seltenen Fällen vorkommen kann – Probleme der regionalen Verfügbarkeit des bisherigen Stromlieferanten geben, so wird der Versorger umgehend darüber informieren. In dem Fall ist mit unserem Stromrechner schnell überprüft, welcher Anbieter am Wunschort verfügbar ist.

Strom ummelden – und dabei den Tarif wechseln

Der Energiemarkt ist hart umkämpft und die Zahl der Anbieter wächst stetig. Für den Verbraucher ist dies eine positive Situation, da die Preise der verschiedenen Stromanbieter durch den starken Wettbewerb sehr unterschiedlich sind. An erster Stelle steht deshalb natürlich – wenn der Strom umgemeldet werden soll - einen Preisvergleich zu starten.

Das gilt vor allem für diejenigen, die noch nie aktiv den Stromanbieter gewechselt haben, da sich diese Kunden in einem Tarif bei dem Grundversorger befinden, der häufig teurer ist. Fragen Sie Ihren bisherigen Versorger nach einem günstigen Tarif, der den neuen häuslichen Gegebenheiten besser entspricht als der alte und prüfen Sie das Angebot mit unserem Stromvergleich auf noch günstigere Tarife. Vielleicht wollen Sie ja Strom nur aus Ökoenergiequellen beziehen; auch hier kann Sie unser Tarifrechner unterstützen, weil sich in den Filtermöglichkeiten auch ausschließlich nach Strom aus erneuerbaren Quellen suchen lässt.

Strompreise vergleichen und wechseln!

Strom ummelden – und den Preisvergleich richtig durchführen

Generell gilt: Wer sich rechtzeitig um den Wechsel kümmer, hat damit weniger Arbeit. Bei einem Wechsel schließt man einfach den neuen Vertrag ab, der neue Anbieter übernimmt die Kündigung beim alten Stromanbieter. Ein Zeitraum von 3 Monaten vor dem Auszug macht Sinn, weil die Kündigungsfristen in der Regel nicht über 3 Monate hinaus gehen. Aber auch wenn der Zeitpunkt für den Auszug nicht mehr weit weg ist, kann der Wechsel problemlos über uns vollzogen werden. Allerdings kann es dann sinnvoll sein, dem alten Stromanbieter selbst zu kündigen – das wiederum sollte man dann beim neuen Anbieter vermerken, damit dieser nicht versucht, einen nicht mehr existenten Vertrag aufzulösen.

Wer den Anbieter oder Tarif wechseln möchte, sollte auf diese Punkte achten:

  • Wie lange ist die Vertragsbindung – kurze Laufzeiten sind flexibler zu handhaben.
  • Ist der Preis für die gesamte Bezugsdauer garantiert?
  • Kommt ein Strompaket in Frage? Diese lohnen sich nur in wenigen Fällen, da ein Mehrverbrauch über den kalkulierten hinaus teuer bezahlt werden muss. Verbraucht man weniger, gibts jedoch kein Geld zurück. Nur bei einem vorhersehbaren stabilen Verbrauch können sich Pakettarife lohnen.
  • Wie sind die Kündigungsfristen und um welchen Zeitraum verlängert sich der Vertrag, wenn man diese nicht einhält?

Auf welche Fristen kommt es an?

Wird der Strom über den Grundversorger – in der Regel Stadtwerke oder kommunale Energieversorger – bezogen, dann beträgt die gesetzliche Kündigungsfrist zwei Wochen. Handelt es sich um einen alternativen Stromlieferanten, dann hängt die Kündigungsfrist von den jeweiligen Gegebenheiten des Vertrages ab.

Checkliste: Vor dem Umzug

  • Liefert der aktuelle Anbieter am neuen Wohnort?
  • Welche Anbieter sind dort günstig(er)?
  • Möchte ich meinen alten Vertrag weiterführen?
  • Wechsel rechtzeitig veranlassen oder...
  • ...Umzug dem Stromanbieter melden
  • Zählerstände notieren, an Versorger und Netzbetreiber melden

Checkliste: Nach dem Umzug

  • Zählernummer, Zählerstand und voraussichtlichen Stromverbrauch notieren
  • Grundversorger ausfindig machen (bei Störungen zuständig)
  • Wurde kein alternativer Anbieter gewählt, beim Grundversorger anmelden
  • Stromfresser im Haushalt ausschalten
  • In regelmäßigen Abständen nach günstigeren Tarifen suchen

Was ist, wenn vergessen wurde, den Strom umzumelden?

Dies sollte tunlichst vermieden werden, da es sonst zu Konflikten mit dem Nachmieter kommen könnte, da dieser weiter den Strom aus dem bisherigen Vertrag in der alten Wohnung nutzen kann. Ist dies in der Hektik des Umzuges geschehen, sollte der Stromanbieter möglichst schnell benachrichtigt werden. Den Strom nachträglich umzumelden sollte nicht auf die lange Bank geschoben werden.

In der neuen Wohnung kommt ein Vertrag mit dem Grundversorger zustande, sobald Strom aus der Leitung entnommen wird. Bis zu sechs Wochen später kann aber rückwirkend der Tarif beim eigentlichen (vorhergehenden oder neuen alternativen) Anbieter geltend gemacht werden, sofern innerhalb dieser Frist der Netzbetreiber informiert wird. Dann kommt es praktisch nie zu einem Vertragsverhältnis mit dem Grundversorger. So oder so sollte die Kontaktaufnahme dann baldmöglichst erfolgen.

Plötzlich ohne Strom dastehen, ist das möglich?

Was passiert, wenn die Ummeldung vergessen wurde oder der neue Stromlieferant Insolvenz anmeldet? Müssen dann die Kerzen herausgeholt werden und die Küche bleibt kalt? Keine Angst, in solch einem Fall muss der örtliche Grundversorger einspringen und die Stromversorgung sicherstellen. Natürlich können, wie bereits erwähnt, dadurch höhere Bezugskosten entstehen.

Auch in Störfällen ist weiterhin der örtliche Grundversorger Ansprechpartner. Dieser ist nämlich für das örtliche Stromnetz und übrigens auch dem Stromzähler im Keller zuständig. Wirklich etwas ändern sollte sich durch den Stromanbieterwechsel also nur auf dem Papier und bei der Rechnungshöhe.

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