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Plasma, LED und Co.: Wie viel Strom verbrauchen Fernseher?

In jedem Wohnzimmer steht ein Fernseher – in dem einen oder anderen Nebenzimmer vielleicht auch. Damit der Genuss von Serien und Filmen nicht zu stark auf den Geldbeutel schlägt, sollte man beim Kauf und Betrieb einige Kniffe beachten. Alles über den Stromverbrauch des Fernsehers, lesen Sie hier.

Smart TVDie Energieklassen allein sagen über den Stromverbrauch beim Fernseher noch nicht viel aus.© Andrey Popov / Fotolia.com

Ein Fernseher ist aus den meisten Haushalten nicht wegzudenken, durchschnittlich sitzen die Deutschen über drei Stunden täglich vor dem Fernseher. Da macht es durchaus Sinn, sich beim Neukauf nicht nur Gedanken über Bild- und Tonqualität, sowie die Größe, sondern auch um den Stromverbrauch Gedanken zu machen. Der Stromverbrauch hängt von den unterschiedlichsten Parametern ab. So nehmen Bildschirmdiagonale, Bauweise, aber auch Einstellungen wie etwa die Helligkeit Einfluss auf den Stromverbrauch. Stromkosten von 50 bis 100 Euro jährlich fürs Fernsehen sind keine Seltenheit.

Stellschrauben für den Stromverbrauch

Grundsätzlich gilt: Umso größer die Mattscheibe, desto mehr Strom benötigt sie. Wer Strom sparen möchte, entscheidet sich vielleicht also für ein kleineres Modell als geplant. So verbraucht ein sparsames 32 Zoll Gerät etwa nur 30 Watt, währenddessen ein sparsamer 55-Zoller auf mehr als das doppelte kommt.

Auch die gewählte Technik nimmt Einfluss auf den Stromverbrauch des Fernsehers. So sind LED-TVs grundsätzlich stromsparender als Plasmabildschirme. Hier muss jeder selbst wissen, ob die leicht bessere Bildqualität des Plasmabildschirmes den höheren Stromverbrauch rechtfertigt. Beim Plasmabildschirm sind es Kleinigkeiten, die Einfluss auf den Stromverbrauch nehmen. Schaut man beispielsweise einen Film, der sehr hell und voller Lichteffekte ist, verbraucht der Fernseher mehr Energie. Es lohnt sich folglich den Fernseher in einer dunklen Ecke des Zimmers zu platzieren. So kann man die Bildschirmhelligkeit etwas herunter drehen, was ebenfalls Strom spart.

Was ist hoch, was ist niedrig?

Weiterhin hängt der Stromverbrauch vom einzelnen Modell ab. Sparsame 32-Zoll-Geräzte sind ab 30 Watt zu haben, können im ungünstigsten Fall jedoch auch 80 Watt verbrauchen. Bei 40-Zoll Bildschirmen reicht die Spanne von 48 bis 130 Watt. Die ebenfalls beliebten 46-Zoll-TVs benötigen 46 bis 160 Watt, 55 Zoll schlägt mit 64 bis 240 Watt zu Buche.

Man sieht: Größe ist nicht alles. Daher sollte man im Markt nicht davon ausgehen, dass der Kompromiss zu einem kleinen TV sich positiv auf der Stromrechnung niederschlägt und einfach drauf los kaufen. Hat man Pech und erwischt das falsche Modell, kann ein kleiner 32 Zoll Bildschirm genau so viel verbrauchen wie ein sparsamer 55 Zoller.

Fernseher © LG Electronics

Energielabel helfen bei der Auswahl

Damit man nicht mehr völlig ahnungslos seinen Fernseher im Laden kauft, schreibt die EU seit gewisser Zeit das Energielabel für jedes TV-Gerät vor. Unter den Angaben zu Hersteller und Modell findet sich das wichtigste: Die Energieeffizienzklasse des Geräts, sowie eine Einordnung dieser in die farbliche Skala von A bis E. Hierbei gilt A als besonders energiesparend. Vor 2017 geltende Label gingen noch bis zur Klasse G. Solche Geräte stellen Energieschleudern dar. Unter der Skala finden sich die weiterführenden Infos: Etwa die konkrete Leistungsaufnahme im Betrieb (Angabe in Watt), der Jahresverbrauch (kWh/annum), ob ein Aus-Schalter vorhanden ist (Vorhandensein/ Nichtvorhandensein eines Symbols neben der Watt-Angabe) und die Bildschirmdiagonale (ganz unten).

Auf diesem Weg lässt sich bereits im Laden der künftige Strombedarf des neuen Wohnzimmer-Freundes erkennen. Wer Wert auf ein sparsames Modell liegt, sollte jedoch nicht nur auf die Klasse A achten, sondern auch den Verbrauch noch einmal ins Auge fassen: In Klasse A fallen viele Modelle, die durchaus noch einen sehr unterschiedlichen Verbrauch aufweisen. Wer das sparsamste Modell aus der Masse finden möchte, muss also doch Zahlen vergleichen.

Standby ist nicht aus

Um unnötige Stromkosten zu sparen, sollte man in jedem Fall den Standby-Modus des TVs ignorieren. Denn Stand-by bedeutet nicht aus und der Fernseher zieht weiterhin unbemerkt kleine Strommengen aus der Steckdose. Übers Jahr summiert sich diese Strommenge jedoch durchaus zu einer größeren Summe. Ein LCD-Fernseher zieht beispielsweise 14 Watt im Standby-Betrieb, was im Jahr durchaus rund 35 Euro zur Stromrechnung beiträgt. Wer sichergehen möchte, dass bei Nichtgebrauch kein Strom mehr fließt, nutzt am Besten eine Steckerleiste mit Schalter um die gesamte TV-Anlage vom Stromnetz zu trennen.

Genaue Kosten des Fernseher via Strommessgerät ermitteln

Wen interessiert, was das aktuelle Modell im Wohnzimmer tatsächlich verbraucht, kann sich ein Strommessgerät zulegen oder bei diversen Stellen leihen: Dieses klemmt man einfach vor dem Stecker des Fernsehers (oder wahlweise vor die gesamte TV-Anlage) und vergisst es für ein oder zwei Abende. Das Strommessgerät ermittelt den durchschnittlichen Stromverbrauch des Gerätes – teilweise errechnet es sogar die so anfallenden Stromkosten.

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