Notfall

Probleme beim Wechsel des Stromanbieters

Viele Verbraucher scheuen den Stromanbieterwechsel, weil sie Probleme fürchten. Dabei läuft der Wechsel reibungsloser, als viele denken. Bei den möglichen Problemen kann vor allem eines ausgeschlossen werden: Ohne Strom muss steht bei einem Wechsel niemand da.

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Kann die Stromversorgung beim Wechsel unterbrochen werden?

Ein häufig befürchtetes Problem beim Stromanbieterwechsel ist, dass man in der Übergangszeit keinen Strom bekommt und im Dunkeln sitzt. Doch keine Sorge: Das kann nicht passieren! Grundversorger (meist die örtlichen Stadtwerke) sind durch das Energiewirtschaftsgesetz und die Grundversorgungsverordnung gesetzlich verpflichtet, Sie mit Strom zu beliefern. Sollte es also wirklich einmal zu Lieferverzögerungen des neuen Versorgers kommen, so werden Sie immer vom Grundversorger mit Strom beliefert. Dafür zahlen Sie dann den allgemeinen Strompreis des Grundversorgungstarifes.

Der neue Stromversorger kann nicht liefern

Wenn Ihr neuer Stromanbieter - aus welchen Gründen auch immer - nicht liefern kann, dann müssen Sie nicht fürchten, im Dunkeln zu sitzen. Wie bereits erwähnt ist der regionale Versorger vor Ort verpflichtet, Ihnen Elektrizität zu liefern. Sie werden dann in den Grundversorgungstarif eingestuft. Natürlich wollen Sie in dieser Tarifklasse nicht lange bleiben, weil Sie sich ja einen günstigeren Tarif herausgesucht hatten. Ein Wechsel dauert in der Regel sechs bis zehn Wochen. Kommt es zu Verzögerungen, können Verbraucher Ihrem neuen Stromanbieter eine Frist setzen, nach deren Ablauf sie von dem Vertrag zurücktreten können.

Der alte Stromanbieter akzeptiert die Kündigung nicht

Es kann der Fall eintreten, dass der aktuelle Stromvertrag nicht wie gewünscht gekündigt werden kann. Hier kommt es darauf an, was für einen Stromtarif Sie haben. Wechseln Sie aus einem Sondertarif oder haben Sie bereits einmal gewechselt, müssen Sie darauf achten, die Mindestvertragslaufzeit und die Kündigungsfristen einzuhalten. Lesen Sie Ihren Vertrag noch einmal gründlich durch. Beim Grundversorger beträgt die Kündigungsfrist immer zwei Wochen.

Ein weiterer Grund kann ein Kommunikationsfehler sein. In der Regel kündigt der neue Stromanbieter beim alten Versorger. Tun Sie dies zusätzlich, etwa weil aufgrund einer Preiserhöhung die Kündigungsfrist sehr kurz ist, sollten Sie dies daher unbedingt dem neuen Lieferanten mitteilen, damit es nicht zu Komplikationen kommt. Um diesen Fehler zu vermeiden ist es empfehlenswert, die Kündigung bei einem regulären Wechsel dem neuen Stromanbieter zu überlassen.

Wer stellt die Stromrechnung?

Sobald der Stromwechsel vollzogen ist, erhalten Sie Ihre Stromrechnung vom neuen Anbieter. Eine letzte Rechnung werden Sie aber dennoch vom vorigen Versorger erhalten, denn mit dem Zählerstand, der zum Wechselzeitpunkt gilt, wird eine Schlussabrechnung erstellt. Es kann sein, dass Sie auch weiterhin vom neuen Stromanbieter und vom Regionalversorger zum Ablesen des Zählerstandes aufgefordert werden. Die Rechnung stellt aber nur der neue Stromanbieter.

Stromausfall nach dem Stromanbieterwechsel?

Wenn es einmal zu einem Stromausfall kommt, liegt das nicht am Stromanbieterwechsel. In einem solchen Fall ist der Netzbetreiber zuständig, den Fehler zu beheben. Meist sind Trafofehler oder Probleme in den Umspannwerken Gründe für einen Stromausfall. Das heißt, dass Ihr Nachbar, der vielleicht noch nie seinen Stromanbieter gewechselt hat und vom regionalen Stadtwerk den Strom bekommt, genau wie Sie von diesem Stromausfall betroffen ist. Sie werden – genau wie er – wieder Licht haben, wenn der Fehler behoben ist. Es ist also nichts anderes als bisher – und wird deshalb auch nicht häufiger als bisher vorkommen.

Übrigens existiert seit 2011 eine zentrale Stelle, die Verbraucher in Streitfragen unterstützt. Die Schlichtungsstelle Energie e.V. kann per E-Mail und per Telefon kontaktiert werden.

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