Bonität

Stromanbieter wechseln trotz negativem Schufa-Eintrag

Auf Strom sind wir alle angewiesen, nur ist der Strom des Grundversorgers meist teuer und es gäbe günstigere Alternativen. Doch kann man den Stromanbieter auch mit einem negativen Schufa-Eintrag wechseln?

21.09.2015, 13:22 Uhr
Bonität© photocrew / Fotolia.com

Wer noch nie einen Stromanbieter-Wechsel vollzogen hat, ist immer noch beim Grundversorger. Dieser gehört jedoch in der Regel zu den teuersten Stromlieferanten. Gerade wenn man Geldprobleme hatte oder aktuell sogar hat, zählt jeder Euro, weswegen es sinnvoll ist, sich nach einem günstigeren Anbieter umzusehen. Doch was, wenn man einen negativen Schufa-Eintrag hat und im Bonitäts-Ranking schlecht dasteht?

Fragen die Stromanbieter die Schufa ab?

Wer seinen Stromanbieter wechseln möchte, sollte damit rechnen, dass dieser eine Anfrage an die Schufa richtet. Auf diese Weise prüft der gewünschte Stromanbieter, ob Sie geschäftsfähig und ein zuverlässiger Vertragspartner sind. Dabei gibt die Schufa keine persönlichen Informationen heraus, sondern liefert lediglich kreditrelevante Daten wie laufende und bereits erfolgreich zurückgezahlte Kredite oder Konteneröffnungen. Anhand dieser Daten trifft der Stromanbieter schließlich seine Entscheidung, sie als Kunde anzunehmen oder abzulehnen.

Gehört man zu denjenigen, die einen negativen Eintrag in der Schufa haben, hat man es bei Billig-Anbietern tatsächlich meist schwer. Trotz allem ist ein Wechsel möglich.

Wie mit dem negativen Schufa-Eintrag umgehen?

Auch wenn es einem manche Stromanbieter nicht leicht machen werden und man mit Ablehnungen rechnen muss, sollte man nicht einfach beim Grundversorger bleiben. Dieser ist gesetzlich zwar verpflichtet, Strom zu liefern, dafür aber meist entsprechend teuer. Erfolgreich ist oft der, der offen mit seinem negativen Schufa-Eintrag umgeht. Es hilft, vor Antragstellung beim gewünschten Stromanbieter das Gespräch mit diesem zu suchen.

Vorabzahlungen lassen Wunschtarif wahr werden

Durch den negativen Schufa-Eintrag können die Stromanbieter nicht abschätzen, ob sie Ihr Geld für den gelieferten Strom rechtzeitig erhalten. Helfen kann es, wenn man den Anbietern entgegen kommt: So lassen sich einige Anbieter auf eine Kaution oder Vorabzahlungen ein, welche nach dem Grundprinzip einer Prepaid-Karte funktionieren, man zahlt erst und erhält dann die Lieferung. Am Ende des Abrechnungszeitraumes erhält man Geld zurück oder zahlt nach.

Auch Vorkasse ist eine denkbare Praxis. Hier zahlt man seinen Strom fürs gesamte Jahr im Voraus. Dabei dreht sich der Spieß um: Vertrauen Sie dem Anbieter? Sollte der Anbieter während des Abrechnungszeitraumes aus dem Markt ausscheiden, ist auch ihr vorab gezahltes Geld in Gefahr, ein solches Vorgehen sollte daher gut abgewogen werden.

Tipp: Möchte trotz aller Bemühungen kein alternativer Stromanbieter Sie unter Vertrag nehmen, fragen Sie beim Grundversorger nach einem günstigeren Tarif!

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