Sparmaßnahme

Strom sparen während des Urlaubs

Strom sparen ist besonders einfach, wenn niemand zu Hause ist. Aber gerade im Urlaub vergessen viele, dass der Stromzähler zu Hause weiter läuft. Dabei kann man den unnötigen Verbrauch ganz leicht vermeiden.

Reise© haveseen / Fotolia.com

Auch wenn niemand zu Hause ist, verbraucht ein Haushalt ständig Strom. Dazu tragen vor allem Dauerverbraucher wie zum Beispiel der Kühlschrank bei. Interessant mit Blick auf die Kosten ist das im Prinzip jeden Tag. Doch gerade im Urlaub lässt sich mit ein paar einfachen Maßnahmen bares Geld sparen.

Dauerverbraucher wenn möglich abschalten

Zunächst ist es sinnvoll, elektrische Geräte nach Möglichkeit während eines Urlaubs abzuschalten. Zu diesem Zweck ist es hilfreich, den Inhalt des Kühlschranks kurz vor einem Urlaub möglichst zu entleeren. Denn dann ist auch keine Kühlung für Lebensmittel erforderlich. Je nach Modell des Kühlschranks lassen sich auf diesem Wege bis zu 0,5 kWh pro Tag einsparen. Bei einem zweiwöchigen Urlaub wären das also schon sieben kWh. Noch mehr Sparpotenzial ergibt sich, wenn auch eine Kühltruhe abgetaut wird. Das ist ohnehin ein nützlicher Vorgang, der die Geräte von allem Eis befreit und damit auch die Lebensdauer erhöhen kann. Ein weiterer Dauerverbraucher in vielen Haushalten ist ein Elektroboiler. Auch hier lohnt sich das Ausschalten, denn warmes Wasser braucht zu Hause niemand, wenn er zur Erholung ans andere Ende der Welt fliegt.

Stand-by vermeiden

Ebenfalls viel Strom verbrauchen Geräte, die zwar eigentlich ausgeschaltet sind, sich im sogenannten Stand-by Modus aber dennoch einiges an Energie aus der Leitung holen. Bekannte Beispiele dafür sind Fernseher, Stereo-Anlagen, Computer oder auch Spielkonsolen. Doch auch Kaffeemaschinen verfügen über derartige Funktionen, gerade Vollautomaten verbrauchen dabei eine nicht unerhebliche Menge an Strom. Vor dem Urlaub lohnt es sich deshalb, sämtliche Geräte genau zu kontrollieren. Manchmal ist es sinnvoll, einfach den Stecker zu ziehen. Hilfreich ist hier auch eine Steckdosenleiste mit Kippschalter, damit lassen sich alle angeschlossenen Geräte auf einmal ausschalten.

Stromspar-Potenziale © co2online gGmbH

Bei unverzichtbaren Geräten Zeitschaltuhren nutzen

Nicht immer ist es jedoch möglich oder sinnvoll, wirklich alle Geräte einfach auszuschalten. Denn wer auch im Urlaub seine Lieblingsserie aufnehmen möchte, kann auf den Stand-by Betrieb von TV und Set Top Box nun mal nicht verzichten. Andere benötigen Lampen für ihre Pflanzen oder Ähnliches. In solchen und ähnlichen Fällen bieten sich Zeitschaltuhren an. Sie aktivieren angeschlossene Geräte nur in einem bestimmten Zeitraum und kappen danach wieder die Energiezufuhr. Der Fernseher ist dann also nur dann aktiv, wenn gerade aufzunehmendes Programm läuft und UV-Lampen bestrahlen Pflanzen nach einem festen Zeitplan. So ist es möglich, auch im Urlaub noch die wichtigsten Dinge automatisch erledigen zu lassen, ohne dafür permanent Strom verbrauchen zu müssen.

Wie viel Strom kann ich im Urlaub sparen?

Wie viel Geld im Urlaub tatsächlich mit weniger Energieverbrauch gespart werden kann, hängt von vielen verschiedenen Faktoren ab. Darunter etwa die Anzahl der angeschlossenen Geräte, der Stromtarif und auch die Dauer des Urlaubs. Doch im Allgemeinen sparen selbst kleine Haushalte leicht zweistellige Beträge. Ein 4-Familien-Haushalt kann bei einem Urlaub von drei Wochen Dauer sogar bis zu 50 Euro einsparen. Die kleinen Maßnahmen rund um den Haushalt lohnen sich also in jedem Fall. Schon ein kleiner Kontrollgang durch das Haus oder die Wohnung vor der Abfahrt schont spürbar die Umwelt sowie den eigenen Geldbeutel.

Strompreise vergleichen
Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Heizlüfter

    Elektroheizung

    Klima und Kosten: Die vielen Varianten der Elektroheizung

    Auch die Elektroheizung geht mit der Zeit. Den meisten sind unter dem Begriff eher die klobigen Nachtspeicheröfen sowie Radiatoren bekannt. Von der flachen Variante bis hin zum Badheizkörper gibt es doch mehr Auswahl, als manch einer erwarten würde.

  • Energieversorgung

    Stromnetz-Betreiber

    Stromnetz-Betreiber: Vom Übertragungsnetz zum Verteilnetz

    Es gibt vier große Netzbetreiber in Deutschland, die den Strom über längere Strecken transportieren, die sogenannten Übertragungsnetzbetreiber. Für Verbraucher ist jedoch eher von Bedeutung, welcher Verteilnetzbetreiber für sie zuständig ist.

  • Solaranlage Hausdach

    Einspeisevergütung

    Ökostrom: Einspeisevergütung sorgt für starken Ausbau

    Die Einspeisevergütung für Strom aus Photovoltaik und anderen erneuerbaren Energiequellen ist im Erneuerbare Energien Gesetz (EEG) geregelt. So erhalten z.B. Betreiber einer Photovoltaikanlage für jede erzeugte Kilowattstunde Solarstrom eine Vergütung.

Weitere Ratgeber
  • Smart TV

    Plasma, LED und Co.: Wie viel Strom verbrauchen Fernseher?

    In jedem Wohnzimmer steht ein Fernseher – in dem einen oder anderen Nebenzimmer vielleicht auch. Damit der Genuss von Serien und Filmen nicht zu stark auf den Geldbeutel schlägt, sollte man beim Kauf und Betrieb einige Kniffe beachten. Alles über den Stromverbrauch des Fernsehers, lesen Sie hier.

    weiter
  • Lichttherapie

    Lichttherapie: Anwendung, Einsatzbereiche, Kosten

    Bei einer Lichttherapie setzt man sich täglich für einige Zeit in das Licht einer besonders hellen Lampe, die Sonnenlicht imitiert. Die Lichtdusche soll unter anderem bei Depressionen helfen. Wie haben die Anwendungsgebiete, die Vor- und Nachteile sowie Kosten zusammengestellt.

    weiter
  • Energiepreise

    Energie-Etikett: Was nützt das Heizungslabel den Verbrauchern?

    Mit dem Heizungslabel haben sich die Regeln beim Kauf einer neuen Heizungsanlage geändert. Die Pflicht zum Energie-Etikett gilt auch für einige Warmwasserbereiter und Wärmepumpen. Was verraten die Energielabel Verbrauchern?

    weiter