Stromrechnung

Hohe Nachzahlung für Strom: Ist eine Ratenzahlung möglich?

Wer mehr Strom verbraucht hat als geplant, für den kommt das böse Erwachen oft mit der Jahresabrechnung: Nachzahlungen müssen geleistet werden. Sind die Nachzahlungen besonders hoch, denkt man natürlich darüber nach, wie man diese leisten soll. Viele Anbieter kommen einem in Form von Ratenzahlung entgegen.

18.03.2015, 10:06 Uhr
Stromzähler© Gina Sanders / Fotolia.com

Hohe Nachzahlungen durch passende Abschläge vermeiden

Damit man nicht auf einmal eine riesige Summe aufbringen muss, zahlt man in den meisten Fällen einen monatlichen Abschlag an den Stromversorger. Dieser sollte möglichst nah am tatsächlichen Verbrauch liegen, sodass man am Ende des Jahres nicht viel nachzahlen muss oder bestenfalls gar etwas zurückerstattet bekommt. Hat man sich jedoch verkalkuliert, muss man zum Ende des Jahres drauflegen. Wer das vermeiden möchte, zahlt lieber gleich etwas mehr. Auch empfiehlt es sich, bei Preiserhöhungen den Abschlag anzupassen, wenn der Anbieter dies nicht von sich aus tut.

Je nachdem, wie hoch die Forderung des Stromanbieters ist, kann die Nachzahlung noch tragbar sein oder einen zum Verzweifeln bringen. Grundsätzlich ist die Nachzahlung sofort und in voller Höhe fällig. Wer dem nicht sofort nachkommen kann, sollte sich schnellst möglichst bei seinem Energieversorger melden.

Stromnachzahlung: Auf Forderungen reagieren

Wichtig ist, dass Sie mir ihrem Energieversorger kommunizieren, wenn Sie nicht im Stande sind, hohe Nachzahlungen sofort und in voller Höhe zu begleichen. Auf keinen Fall sollte man den Nachzahlungsbescheid und folgende Mahnungen einfach ignorieren. Kommt einem die Forderung gänzlich unbegründet vor, ist es natürlich auch berechtigt, nachzuhaken, wie diese zu Stande kommt. In einem solchen Fall wird beispielsweise der Stromzähler noch einmal überprüft.

Stromanbeiter lassen oft Ratenzahlung zu

Viele Stromanbieter kommen Verbrauchern, die hohe Nachzahlungen zu leisten haben, durch die Möglichkeit der Ratenzahlung entgegen. So wird der Betrag nicht auf einmal fällig, sondern kann auf mehrere Monate aufgeteilt werden. Wieviel dies monatlich ist, hängt zum einen von der Höhe der Nachzahlung ab, aber auch vom Stromanbieter. Gängig ist zum Beispiel eine Ratenzahlung über sechs Monate oder aber das Anzahlen der Hälfte des Betrages. Ob Zinsen auf die Raten draufkommen, eine einmalige Gebühr gezahlt werden muss oder keine weiteren Summen zur Nachzahlung hinzukommen, ist ebenfalls sehr unterschiedlich. Ganz wichtig: Einen Anspruch auf Ratenzahlung hat der Verbraucher nicht! Er muss auf Kulanz hoffen.

Wer Strom spart, beugt Nachzahlungen vor

Hat man weniger Strom verbraucht als angenommen, bekommt man bestenfalls Geld zurück. Unser Tipp daher: Versuchen Sie Ihren Stromverbrauch zu verringern! Einfache Maßnahmen wie das Austauschen von Glühbirnen gegen LEDs oder das Ersetzen von Stromfressern wie alten Haushaltsgeräten kann schon viel bewirken. Aber auch das Verhalten der Hausbewohner beeinflusst den Stromverbrauch stark. So sollten nicht benötigte Geräte wie PC und Fernseher vom Strom getrennt werden. Selbstverständlich sollte ebenfalls sein, das Licht auszuschalten, wo es nicht benötigt wird.

Ansonsten gilt: Wer seinen Stromverbrauch übers Jahr hinweg im Auge behält, der fällt nicht aus allen Wolken, wenn eine Nachzahlung fällig wird und kann schon Geldreserven für diese anlegen.

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