Pflege und Wartung

Solaranlage prüfen: Arbeitet meine Anlage mit voller Leistung?

Wenn die Solaranlage nicht mehr mit voller Leistung arbeitet, verringert sich die Energieausbeute und das kann zusätzliche Kosten bedeuten. Woran kann es liegen, dass der Ertrag der Solaranlage sinkt?

PhotovoltaikBei der Solaranlage gilt es, die Leistung im Blick zu behalten und den Zustand der Anlage regelmäßig zu prüfen.© Jürgen Fälchle / Fotolia.com

Die Solaranlage sollte zumindest einmal pro Jahr überprüft werden. Das Frühjahr ist dabei der beste Zeitpunkt, um sich darum zu kümmern, weil dann die nächste Saison beginnt, mit der die Photovoltaik- oder Solarthermieanlage wieder auf Hochtouren laufen könnte. Eine Wartung der Anlage sollte also regelmäßig durchgeführt werden, aber erst recht dann, wenn sich ein Abfall der Leistung bemerkbar macht. Und das kann viele Ursachen haben.

Solaranlage säubern

Dreck, Laub oder andere Dinge, die die Solaranlage verdecken, können die Leistung mindern. Auch wenn leichter Schmutz mit dem Regen wieder von selbst abgewaschen wird, kann sich auch Dreck festsetzen, der zu Problemen führen kann. Besonders an den abstehenden Kanten, kann sich schnell Schmutz absetzen oder sogar Moos bilden. Dann gilt es, die Verschmutzung zu beseitigen.

Dabei sollten Laien aber sehr behutsam vorgehen und nicht etwa mit einem Hochdruckreiniger die Solarpanels oder Kollektoren bearbeiten. Mit einer weichen Bürste aber sollte die Reinigung ungefährlich sein. Dabei gilt allerdings, dass Otto Normalverbraucher nicht auf dem Dach herumklettern sollten, sondern eher die Stellen behandeln, an die sie gefahrlos herankommen können. Hierbei kann eine Teleskopstange zur Hilfe genommen werden. Wer ein Reinigungsmittel einsetzen möchte, der kann in der Betriebsanleitung nachsehen, ob es hierzu Hinweise gibt.

Da Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung anders aufgebaut sind als Solarthemieanlagen zur Wärmeerzeugung, kann es auch zu unterschiedlichen Defekten kommen. Bei Solarthermieanlagen werden Kollektoren auf dem Dach installiert und es kommt Leitflüssigkeit zum Einsatz. Eine Photovoltaikanlage setzt sich aus Panels und Modulen zusammen.

Solaranlage auf Schäden untersuchen

Wenn die Solaranlage nur noch eingeschränkt Wärme oder Strom produziert, kann ein Schaden dahinterstecken. Beispielsweise können die Solarmodule oder Kollektoren durch herabfallende Äste oder Hagel bei einem Sturm beschädigt worden sein. Eigenständig Reparaturen an der Solaranlage durchzuführen, davon raten Experten einstimmig ab.Woran können Mängel überhaupt erkannt werden sollen? Hinweise für Beschädigungen sind auch mit bloßem Auge und auf vergrößerten Fotografien (z.B. am Computer/ Handy) zum Teil erkennbar. Ein ganz klares Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt, sind Verfärbungen auf einzelnen Modulen oder Kollektoren.

Wann sollte der Fachmann in jedem Fall eingeschaltet werden?

Wie bereits erwähnt, sind Reparaturen in Eigenregie nicht empfehlenswert. Spätestens in diesem Fall sollte ein Fachmann hinzugezogen werden. Wenn gar nicht erkennbar wird, warum sich die Leistung der Solaranlage verschlechtert hat, empfiehlt es sich ebenfalls, eine geschulte Fachkraft einzuschalten. Beispielsweise können Kontakte defekt sein oder auch der Wechselrichter. Auch kann bei Solarthermieanlagen die Flüssigkeit in den Leitungen verdampft sein. Das kann anhand des Drucks überprüft werden. Wird der Zustand der Anlage belassen, ist nicht nur der Energieertrag dauerhaft geringer, es droht auch die Gefahr, dass die Leistung noch weiter abfällt. Oftmals bieten auch Montagefirmen an, eine regelmäßige Wartung durchzuführen. Wer auf der sicheren Seite sein möchte, kann solch ein Angebot annehmen und vielleicht etwas Geld sparen.

Funktion checken: Leistung am besten dokumentieren

Ob die Solaranlage einwandfrei funktioniert, kann man am besten dann erkennen, wenn man die Werte zur Energieerzeugung dokumentiert hat. Solaranlagen produzieren schließlich nicht durchgehend die gleiche Menge an Energie. Es gilt also längere Zeitintervalle in die Betrachtung einfließen zu lassen. Leichter wird das natürlich, wenn die Produktion digital, bei Solarthermieanlagenetwa mit einem Wärmemengenzähler, erfasst wird. Und letztendlich kann man auch Vergleichswerte anderer Solarthermie- oder Photovoltaikanlagen mit heranziehen.

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