Akku

Strom sparen: So hält das Smartphone länger durch

Viele der modernen Smartphones und Tablets müssen jeden Tag an die Steckdose. Auch bei den mobilen Geräten kann man jedoch mit einigen Handgriffen Strom sparen. So hält der Akku länger durch und man muss sich nicht permanent nach einer Lademöglichkeit umsehen.

Mobile GeräteUm beim Smartphone die Nutzungsdauer zu verlängern, gibt es mehrere Stromspar-Möglichkeiten.© georgejmclittle / Fotolia.com

Linden (red) - Das Stromsparen ist gerade bei Tablets und Smartphones immer wieder Thema. Denn selbst die stärksten Akkus schaffen es kaum, einen Tag lang durchzuhalten. Während User noch gebannt auf bahnbrechende Technologien warten, die für eine längere Akkulaufzeit sorgen, gibt es auch ein paar Tricks, mit denen man die Nutzungsdauer verlängern kann.

Stromfresser aufspüren

In einem ersten Schritt sollte nachgesehen werden, welche Funktionen eigentlich die meiste Energie fressen. Oftmals sind es nämlich nur ein paar Apps, die sehr viel Energie verbrauchen, erklärt die Zeitschrift Computer Bild (Ausgabe 9/2015). Bei iPhone und iPad findet sich eine Anzeige hierzu in den Einstellungen, unter dem Menüpunkten "Allgemein", "Benutzung" und "Batterienutzung". Bei Android-Smartphones gibt es den Menüpunkt "Akku" oder "Batteriebetrieb" und beim Windows Phone kann die Option "Stromsparmodus" und "Nutzung" aufgerufen werden. So sind stromhungrige Anwendungen schnell gefunden und können bei Bedarf deaktiviert oder auch vom Telefon geworfen werden.

Stromsparmodus nutzen

Viele Smartphones und Tablets verfügen über einen Stromsparmodusy. Und den sollte man auch nutzen. Einen solchen findet man meist über den Menüpunkt "Einstellungen". Einige Smartphone-Modelle gehen aber noch darüber hinaus. Beispielsweise bietet das HTC One einen "Extremen Energiesparmodus" an, mit dem das Gerät noch mal 90 Minuten an Betriebszeit dazugewinnen soll (Menüpunkte: Einstellungen, Power).

Bildschirm-Einstellungen prüfen

Bei mobilen Endgeräten sollte die Bildschirm-Helligkeit möglichst niedrig eingestellt werden. Das Display ist oft einer der größten Energiefresser. Mit der Automatik-Funktion verdunkelt sich der Bildschirm automatisch, wenn das Umgebungslicht nachlässt. Wie beim Rechner oder Laptop lässt sich außerdem ein Bildschirmschoner einstellen. Die Dauer bis zum Einsetzen des Schoners kann ebenso reguliert werden wie die Zeit, die das Display braucht, um abzuschalten. Bei Android kann das unter "Anzeige", "Bildschirmabschaltung" oder "Bildschirm-Timeout" eingestellt werden. Bei den Apple-Geräten existiert dazu ein Menüpunkt "Allgemein" und "Automatische Sperre". Auf Spielereien wie animierte Hintergründe sollte man ebenfalls verzichten, wenn man möchte, dass das Smartphone lange durchhält.

WLAN verbraucht jede Menge Strom

Das WLAN sollte man, wenn nicht benötigt, ausschalten, ebenso wie andere Funktionen wie Bluetooth. Das gilt für mobile Endgeräte, aber auch für den Router zu Hause. Wer bei seinem Smartphone nicht ständig das WLAN ein- und ausschalten möchte, der kann sich mittlerweile aus einer Auswahl an Apps bedienen, die das automatisch übernehmen. Auch bei Routern kann man für bestimmte Uhrzeiten, etwa über Nacht, die automatische Deaktivierung einstellen. Bei den Smartphones bietet sich für die Nacht der Flugmodus an, so die Zeitschrift.

Hilfe für Smartphone-Akkus

Es gibt auch Applikationen, die sich komplett nur dem Stromsparen beim Smartphone widmen und alle Einstellungen so vornehmen, dass am wenigsten Energie verbraucht wird. Einige Firmen bieten auch sogenannte "Backup-Akkus" an, mit denen sich das Gerät unterwegs aufladen lässt. Für Outdoor-Fans eignen sich diese Geräte ebenso wie Mini-Solarpanels, mit denen das Smartphone mit Hilfe von Sonnenenergie vollgetankt werden kann.

Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Ökologische Fußabdruck

    Ökologischer Fußabdruck

    Was der ökologische Fußabdruck aussagt

    Beschäftigt man sich mit Umweltthemen, begegnet man immer mal wieder dem ökologischen Fußabdruck. Dieser trifft eine Aussage darüber, wie gut der eigene Lebensstandard mit der Umwelt verträglich ist und welche "Fußspuren" man hinterlässt.

  • Atomstrom

    Atommüll

    Atommüll: Ein Problem mit langer Halbwertszeit

    Der Atommüll und dessen Lagerung sind eine große Herausforderung, da bisher noch keine geeigneten Standorte für die gefährlichen Abfälle gefunden wurden. Anhand der Strahlungsstärke wird zwischen schwach-, mittel- und hochaktivem Atommüll unterschieden.

  • Erdgasförderung

    Fernwärme

    Wie funktioniert das Heizen mit Fernwärme?

    Das Heizen mit Fernwärme gilt als besonders umweltverträglich, da hierbei die Abwärme von Industrieanlagen genutzt wird, um etwa Wohnhäuser zu beheizen und dabei kein weiteres Kohlendioxid produziert wird. Fernwärme wird häufig in Großstädten oder Ballungszentren genutzt.

Weitere Ratgeber
  • Energiepreise

    Energie-Etikett: Was nützt das Heizungslabel den Verbrauchern?

    Mit dem Heizungslabel haben sich die Regeln beim Kauf einer neuen Heizungsanlage geändert. Die Pflicht zum Energie-Etikett gilt auch für einige Warmwasserbereiter und Wärmepumpen. Was verraten die Energielabel Verbrauchern?

    weiter
  • Schreibtisch

    Energiespartipps: Die Top 10 für das Büro

    Neben Küche und Wohnzimmer ist auch das Büro ein Ort, an dem viel Strom verbraucht wird. Doch auf PC und Co. möchte heute niemand mehr verzichten. Deshalb ist es gut, einige Tricks zu kennen, mit denen man diese Geräte sparsamer betreiben kann.

    weiter
  • Stromvertrag

    Energieaudit in Unternehmen zeigt Einsparmöglichkeiten auf

    Seit Ende 2015 müsste jedes Unternehmen bereits ein Energieaudit durchgeführt haben. Doch was ist das eigentlich, wer ist betroffen und wie läuft es ab? Lesen Sie hier mehr über das Energieaudit, welches für Transparenz und Anregungen bezüglich des Energieverbrauches sorgen soll.

    weiter