Einfache Maßnahmen

Klimaschutz zuhause - Was kann ich tun?

Zum Klimaschutz kann jeder einzelne ganz leicht etwas beitragen. Dazu gehört mit Strom- und Heizungsenergie sparsam umzugehen, weniger Auto zu fahren und die Ernährung umzustellen. Welche Maßnahmen gibt es noch?

ÖkologischEin ganzes Bündel an Maßnahmen stehen zur Wahl, um den Klimaschutz zu unterstützen.© Uwe Annas / Fotolia.com

Seit Jahren wird vermehrt davor gewarnt, dass der Klimawandel das Leben auf der gesamten Erde bedroht. Rasches Handeln ist gefragt, da er kaum noch aufzuhalten ist. Die Folgen sind Naturkatastrophen, Hitzewellen und Lebensmittelknappheit aufgrund der Dürren, Überschwemmungen und steigender Meeresspiegel. Die Bundesregierung hat sich daher Ziele bezüglich des Klimaschutzes gesetzt. Doch daneben kann auch jeder einzelne in vielfältiger Hinsicht seinen Beitrag leisten, um etwas zum Klimaschutz beizutragen.

Treibhausgase: Warum sind sie schlecht für das Klima?

Treibhausgase – besonders Kohlendioxid (CO2) – sind erheblich für den Klimawandel mitverantwortlich, denn sie verursachen den Treibhauseffekt. Es handelt sich bei den Treibhausgasen zunächst einmal um nichts Schlechtes, allerdings werden mit den menschlichen Aktivitäten zunehmend mehr Treibhausgase produziert. Dadurch erhöht sich die Umwandlung der Sonnenstrahlen zu Wärme und somit steigt auch die Erdtemperatur an. Dies wiederum beeinflusst die Ökosysteme, denn viele Pflanzen sind beispielsweise stark an gewisse Temperaturen angepasst. Unter veränderten Klimabedingungen sind sie nicht überlebensfähig. Auch der Wasserhaushalt verändert sich: In zahlreichen Regionen wird es zunehmend trockener, während in anderen Gegenden starke Regenfälle zunehmen. Ganz wesentlich für den Klimaschutz ist es also, CO2 zu vermeiden.

Klimaschutz durch grünen Strom

Grüner Strom, also Öko-Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Sonne, Windkraft, ökologischer Wasserkraft und Biomasse ist die beste Wahl, denn er lässt kaum Treibhausgase entstehen. Ein zwei Personen Haushalt in einer Mietwohnung spart rund 475 Kilogramm CO2 im Jahr ein (Quelle: Co2online GmbH). Insgesamt verfolgt auch die Bundesregierung das Ziel, die Energieversorgung von fossilen Ressourcen unabhängig zu machen und langfristig gesehen gänzlich auf erneuerbare Energien umzustellen.

Energiesparlampen und LED-Beleuchtung

Energiesparlampen der Energieeffizienzklasse A verbrauchen 70 bis 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Glühlampen und dies bei gleicher Helligkeit. Sie brennen zudem sieben bis acht Mal länger. Laut Statista.com können private Haushalte 23 Millionen Tonnen CO2 einsparen, wenn sie LED-Lampen verwenden.

Auch bei den Geräten Strom sparen

Strom nicht zu verschwenden, sondern zu sparen, ist allgemein ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz. Elektrische Geräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Fernseher sollten die Effizienzklasse A besitzen. Durch Geräte mit geringem Energieverbrauch können pro Jahr bis zu 200 Kilogramm CO2 gespart werden, berichtet die Umweltschutzorganisation WWF. Am Ende des Tages sollten Elektrogeräte wie Fernseher und Stereoanlagen vom Netz genommen werden. Ideal sind Steckdosenleisten.

Mehr Bewegung für den Klimaschutz

Ein wichtiger Beitrag zum Klimaschutz ist es zudem, auf öffentliche Verkehrsmittel wie Bus, Bahn & Co. zurückzugreifen, statt jeden Weg mit dem eigenen Auto zu erledigen. Sie können mehr Menschen transportieren, mit einem viel geringeren Energieaufwand. Öffentliche Verkehrsmittel verursachen etwa 50 Prozent weniger an Kohlendioxidemissionen im Vergleich zu einem PKW für die gleiche zurückgelegte Strecke (Quelle: Bundesumweltamt).

Für den Klimaschutz sind die mit fossilen Brennstoffen betriebenen Autos keine gute Wahl. Elektroautos haben langfristig gesehen die bessere CO2-Bilanz. Noch besser für den Klimaschutz und auch die Gesundheit ist es, mit dem Fahrrad zu fahren, statt öffentliche Verkehrsmittel zu nutzen.

Lebensmittel regional und saisonal einkaufen

Beim Einkauf sollten heimische Nahrungsmittel bevorzugt werden, denn die Transportwege sind hier erheblich kürzer. Auch bei der Wahl von saisonalen per Freiland angebauter Produkte wird eine Menge CO2 gespart. Bei Lebensmitteln aus beheiztem Treibhausanbau sind die Emissionen deutlich höher als bei denen, die frei auf Feldern wachsen.

Bio-Produkte wählen und weniger Fleisch essen

Im Biolandbau kommen weder Kunstdünger noch Pflanzenschutzmittel zum Einsatz, sodass circa 20 bis 25 Prozent weniger Treibhausgase emittiert werden als bei konventioneller Landwirtschaft, zeigt eine Studie der englischen Oxford Universität (Ergebnisse erschienen in "Science", 1. Juni 2018). Einen entscheidenden Beitrag zum Klimaschutz kann jeder einzelne leisten, indem der Konsum von Fleisch zurückgefahren wird. Durch den Fleischverzehr werden der Studie zufolge pro Person und Jahr nahezu 600 Kilogramm CO2-Emissionen verursacht. Bei einem Vegetarier ist es nur die Hälfte und bei einem Veganer sind es jährlich sogar nur noch 75 Kilogramm. Die Ersparnis beträgt also 0,5 Tonnen. Natürlich muss nicht jeder Veganer werden, denn es hilft schon eine Menge, wenn weniger Fleisch gegessen wird.

War dieser Artikel hilfreich?

Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Wassertropfen

    VBEW

    VBEW – Vertretung der Energie- und Wasserwirtschaft Bayerns

    Der VBEW ist ein bayerischer Verein, dessen Mitglieder aus der Energie- und Wasserbranche stammen. Man vertritt in der Öffentlichkeit und Politik einen gemeinsamen Kurs und arbeitet auf eine stabile und nachhaltige Energie- und Wasserversorgung hin.

  • Stromzähler

    Energie-Einheiten

    Energie-Einheiten: Von Volt, Watt und SKE

    Energie umgibt uns in zahlreichen Formen - ob in natürlicher Form oder durch den Menschen gebunden. Doch was ist Energie, wenn wir im Zusammenhang mit Strom von ihr reden? Und was haben die ganzen Begriffe wie Volt, Watt oder Kilowattstunde zu bedeuten?

  • Strom Netzausbau

    Durchleitung

    Dauerproblem beim Wechsel: die Durchleitung

    Der Begriff "Durchleitung" wird verwendet, wenn ein neuer Stromanbieter um die Nutzung der Stromleitungen mit dem Netzbetreiber in Verhandlung tritt. Daran ist auch geknüpft, ab wann ein Verbraucher den Strom vom neuen Anbieter beziehen kann.