Spritverbrauch

Was das Heizen im Auto kostet

Die Heizung im Auto wird an frostigen Wintermorgen häufig stark beansprucht und das in jedweder Form. Egal ob Sitz-, Lenkrad- oder Standheizung: Bei Kälte ist einem jedes Mittel recht. Allerdings bleibt das nicht ohne Folgen, denn die kleinen Extras fressen Sprit.

Autoradio© terex / Fotolai.com

Im Auto Platz zu nehmen kann an Wintermorgen zur Qual werden, denn die Eiseskälte hat sich über Nacht scheinbar an Sitzen und Lenkrad festgekrallt. Jeder kennt, was nun passiert: Die Heizung wird voll aufgedreht, wenn vorhanden, folgen auch direkt Sitzheizung und Lenkradheizung und alle anderen Maßnahmen, die für ein wenig mehr Wärme und eine freie Sicht sorgen. Was dabei meist eher vernachlässigt wird, sind die hohen Kosten der komfortablen Sonderausstattung, denn diese erhöhen den Spritverbrauch.

Höherer Spritverbrauch: Kosten zeigen sich auf der Tankrechnung

"Die Faustregel sagt: 100 Watt Leistungsaufnahme entsprechen in etwa einem Mehrverbrauch von 0,1 Liter Sprit je 100 Kilometer", sagt ADAC-Experte Helmut Schmaler Spiegel Online zufolge. Wie viel die kleinen Helfer im Winter kosten, merkt man folglich am rasant schnell geleerten Tank. Die Geräte werden nämlich meist von der Lichtanlage mit Strom versorgt, die aber selbst über den Motor angetrieben wird. Und dabei gilt das Prinzip: Je mehr Geräte eingeschaltet sind, um so mehr Strom wird benötigt und um so mehr Sprit wird am Ende verbraucht.

Sparsamer Winter-Komfort: Die Standheizung

Aber nicht alle Extras dienen lediglich dem Komfort. Ein Beispiel liefert die Standheizung, deren Kosten sich fast wieder von selbst ausgleichen. Ist der Motor nämlich durch die Heizung bereits warm, wenn er startet, wird auch bei Beginn der Fahrt weniger Sprit verbraucht. Laut "Spiegel Online" liegt der Verbrauch einer Standheizung bei 0,6 bis 1,7 Litern Sprit pro Stunde. Experten raten allerdings dazu, die Anlage nur zu benutzen, wenn die Fahrtzeit mindesten so lange ist, wie die Standheizung zum Aufwärmen benötigt.

Ebenfalls bezahlt machen könne sich der Einsatz der Klimaanlage im Winter. Nämlich dann, wenn es um das Thema Sicherheit geht. Mit der Klimaanlage lassen sich beschlagene Scheiben schnell wieder säubern.

Einer der größten Irrglauben überlebt leider bei vielen Autofahrern: Dass es im Auto schneller warm wird, wenn man den Motor im Stand laufen lässt. In Wirklichkeit verbraucht die Maßnahme nur unnötig Sprit und belastet dabei die Umwelt. Und wird man dabei erwischt, muss man auch noch Strafe zahlen.

Was die Extras an Strom verbrauchen

Der Verbrauch der Ausstattungsmerkmale fällt sehr unterschiedlich aus. Für die wichtigsten hat der Spiegel folgende Werte zusammengetragen:

  • Klimaanlage: ca. 51 Watt (ca. 0,05 Liter Sprit pro 100 Kilometer)
  • Abblendlicht: ca. 125 Watt (ca. 0,125 Liter Sprit pro 100 Km)
  • Fernlicht: ca. 120 Watt (ca. 0,12 Liter Sprit pro 100 Km)
  • Nebelscheinwerfer: ca. 110 Watt (ca. 0,11 Liter Sprit pro 100 Km)
  • LED-Tagfahrlicht: ca. 8 Watt
  • Lenkradheizung: ca. 50 Watt (0,05 Liter Sprit auf 100 Km)
  • Sitzheizung: 100 Watt je Sitz (0.1 Liter Sprit auf 100 Km)
  • Heckscheibenheizung: 600 Watt (0,6 Liter Sprit auf 100 Km)
  • Außenspiegel-Heizung: 30 – 40 Watt (0,04 Liter auf 100 Km)
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