Heizkosten

Funktionsweise und Wissenswertes bei Heizkostenverteilern

Heizkostenverteiler kommen in vielen Mietswohnungen zur Abrechnung der Heizkosten zum Einsatz. Wie die kleinen Kistchen an den Heizkörpern arbeiten und wie schließlich die Rechnung für die Heizkosten zustande kommt, erfahren Sie hier!

Heizung© iMAGINE / Fotolia.com

Was ist ein Heizkostenverteiler?

Ein Heizkostenverteiler ist ein Gerät, welches zur Ermittlung der Heizkosten in einzelnen Wohneinheiten genutzt wird. Das kleine Kästchen, welches meist in der Mitte des Heizkörpers auf etwa zwei Drittel der Höhe angebracht wird misst die Wärmeabgabe des jeweiligen Heizkörpers, sodass man den anteiligen Wärmeverbrauch am Gesamtverbrauch errechnen kann. Die Zahlen die dabei angezeigt werden, sind dimensionslos. Sie müssen zuerst mit allen anderen Heizkostenverteilern im Gebäude verrechnet werden.

Wie funktioniert der Heizkostenverteiler?

Heizkostenverteiler ermitteln die Wärmeabgabe des einzelnen Heizkörpers. Dabei gibt es zwei unterschiedliche Messmethoden: Heizkostenverteiler nach dem Verdunstungsprinzip arbeiten mit einem Röhrchen, welches mit Flüssigkeit gefüllt ist. Je mehr man heizt, desto mehr Flüssigkeit verdunstet und stellt den anteiligen Verbrauch an den Heizkosten dar.

Gängiger sind heute in vielen Mietswohnungen die elektronischen Heizkostenverteiler, welche den Wärmeverbrauch etwas detaillierter festhalten können. Manche elektronischen Heizkostenverteiler können zudem über Funk abgelesen werden. Hierbei wird sowohl die Raum- als auch die Heizungstemperatur gemessen, um so die Temperaturdifferenz zu ermitteln. In Kombination mit bestimmten Daten über den Heizkörper wird der anteilige Verbrauch errechnet. Bei größeren Heizkörpern kommt es hin und wieder vor, dass mehrere Heizkostenverteiler installiert werden. So möchte man eine genauere Messung sicherstellen. Natürlich werden die gemessenen Werte durch die Anzahl der angebrachten Heizkostenverteiler am Heizkörper gemittelt.

Was bedeuten die Zahlen auf dem Heizkostenverteiler?

Die Zahlen auf elektronischen Heizkostenverteilern sind nicht so leicht zu deuten und nicht in Euro umzurechnen. Die angezeigten Einheiten sind relativ. Das bedeutet, die können erst in Kombination mit allen anderen Daten der Heizkostenverteiler im Gebäude gedeutet werden. Vom Gesetz her müssen mindestens 50 Prozent der Angaben zur Berechnung der Heizkosten über einen solchen Verteiler ermittelt werden. Darüber hinaus können Pauschalen etwa für Flächen oder Personenanzahl hinzugezogen werden. Wenn Mieter Heizkostenverteiler einbauen lassen wollen, übernimmt in der Regel der Vermieter die Kosten.

Bei der Abrechnung werden alle Heizkostenverteiler der jeweiligen Wohneinheit zusammengerechnet, um schließlich einen prozentualen Anteil an den Gesamtheizkosten der Wohneinheiten zu ermitteln. Nach diesem Prozentsatz werden dann die Heizkosten aus der letzten Heizsaison unter den Bewohnern aufgeteilt. Enthaltene Kosten entfallen unter anderem auf die verbrauchten Brennstoffe, die Anlagenpflege und –überprüfung, sowie die Ausstattung für die Verbrauchserfassung, sprich die Heizkostenverteiler.

Wer übrigens versucht, den Heizkostenverteiler zu manipulieren, wird Pech haben: Die Geräte sind verplombt und können nicht ohne weiteres gelöst werden. Ein Vortäuschen von falschen Raumtemperaturen dürfte genauso erfolglos sein, da Abweichungen spätestens bei der Auswertung für die Gesamtrechnung auffallen dürften.

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