Praktisch

Mit Funksteckdosen den Stromverbrauch im Griff

Funksteckdosen erleichtern das Ein- und Ausschalten des Stromflusses über eine Fernbedienung oder das Smartphone. Damit helfen sie ganz nebenbei, Strom zu sparen. Welche Techniken gibt es, wie funktionieren sie und wo kann man sie einsetzen?

AVM Fritz!DECT 210Die FRITZ!DECT 210 von AVM wird über Funk ins Heimnetz eingebunden.© AVM GmbH

Funksteckdosen sollen die Bequemlichkeit im Haushalt erhöhen. Sie werden zwischen die eigentliche Steckdose und das Endgerät gesteckt und machen den Stromfluss so via Funk an- und abschaltbar. Wer sich gerade in der Bauphase befindet oder renoviert, kann sich Funksteckdosen auch direkt in die Wand einbauen lassen und umgeht so den Zwischenstecker.

An die Funksteckdose können ein oder über eine Steckerleiste auch mehrere Geräte angeschlossen werden. Dabei ist darauf zu achten, dass die maximale Schaltleistung nicht überschritten werden darf. Alle an eine Funksteckdose angeschlossenen Geräte müssen mit ihrem Strombedarf unter diesem Nennwert bleiben.

Will man mehrere Geräte anschließen, sollte man lieber eine leistungsfähigere Funksteckdose nutzen.

Strom sparen auf Knopfdruck

Besonders praktisch sind Funksteckdosen an schwer erreichbaren Stellen oder in Haushalten, deren Bewohner ein Handicap haben. Aber auch ins Smart Home von Otto Normalnutzer bringt die Funksteckdose mehr Komfort. Auf diesem Weg lässt sich einiges an Strom sparen: Viele Geräte ziehen im Standby-Zustand noch immer kleine Strommengen, die sich übers Jahr jedoch summieren können. Über eine Steckerleiste oder die Funksteckdose stellt man sicher, dass dieser Stromfluss unterbunden wird. Bedenken sollte man bei dieser Rechnung jedoch, dass auch die Funksteckdose eine kleine Menge Strom benötigt. Beim Kauf lohnt es sich also darauf zu achten, dass der Eigenstromverbrauch der Funksteckdose möglichst gering ist.

So funktioniert die Funksteckdose

Das Prinzip der Funksteckdose ist ganz einfach. Erreicht den verbauten Funkempfänger ein Signal, öffnet oder schließt dieser den Stromkreis. Ganz so, wie als würden wir per Hand einen Schalter bedienen. Auf welches Signal der Empfänger reagiert, ist je nach gekaufter Technik unterschiedlich.

Manche Modelle sind über eine beiliegende Fernbedienung ansprechbar, andere können auch übers Smartphone gesteuert werden. Hierbei kommen verschiedene Funksequenzen, Bluetooth oder sogar WLAN zum Einsatz. Die Reichweite bei Funk und Bluetooth beträgt je nach Räumlichkeit und eingesetzter Technik häufig um die 20 Meter, eine Bedienung ist also nur vor Ort möglich. Mit WLAN sieht das schon anders aus und die Steckerleiste kann auch noch vom Büro aus ausgeschaltet werden.

Darauf sollte man beim Kauf achten

Möchte man sein Haushalt mit Funksteckdosen ausrüsten, gibt es am Markt zahlreiche Angebote. Hierbei sollte man auf Gütesiegel wie etwa vom TÜV oder CE achten. Die Reichweite der Funksteckdose sollte außerdem nicht zu knapp bemessen sein. 20 bis 30 Meter sollten schon drin sein. Außerdem sollte die Funksteckdose einen möglichst geringen Eigenstromverbrauch ausweisen, die Schaltleistung die angeschlossenen Geräte abdecken (gut sind 2000 Watt und mehr, 1000 Watt reichen je nach Einsatzort aber auch aus) und gekaufte Sets sollten nach Möglichkeit erweiterbar sein. Sonst hat man irgendwann drei Fernbedienungen auf dem Tisch liegen. Apropos Fernbedienung: Werfen Sie auch auf diese mal einen Blick: Welche Batterien werden hierfür benötigt und bekomme ich diese im nächsten Supermarkt?

Zum Schluss ein kleiner Tipp: Wer die Funksteckdosen über sein Handy ansteuern möchte, muss nicht unbedingt zu den teuren Modellen greifen, die dies von Haus aus können. Auch günstige Funksteckdosen kann man mit Nachrüst-Kits handytauglich machen.

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