Problemlos

Ein Erfahrungsbericht vom Stromanbieterwechsel

Viele scheuen den Stromanbieterwechsel, weil sie denken, der Aufwand lohnt sich nicht oder weil sie einfach nicht genügend informiert sind. Geht das mit dem Wechsel wirklich so einfach, wie immer behauptet wird? Meine Erfahrung: Ja, es ist wirklich einfach - solange man weiß, wo der Stromzähler ist.

Stromnetzausbau ÖkostromBeim Stromanbieterwechsel kann man bares Geld sparen, sogar wenn man sich für Ökostrom entscheidet.© PhotographyByMK / Fotolia.com

Bis vor Kurzem hatte auch ich mir noch keine Gedanken darüber gemacht, dass es noch andere Möglichkeiten gibt, als einfach meinen Strom vom Stadtwerk zu bekommen. Nun war aber meine Stromrechnung seit meinem letzten Umzug deutlich gestiegen. Und da ich ja mittlerweile auch beruflich mit der Materie zu tun hatte, entschloss ich mich, unseren Stromrechner einfach einmal selbst auszuprobieren.

Ökostrom sogar günstiger als die Grundversorgung

Nach dem Strompreisvergleich klickte ich mich durch die vorgeschlagenen Tarife und hatte recht schnell den richtigen für mich gefunden. Je mehr man verbraucht, desto mehr kann man natürlich auch sparen. Für meine kleine Wohnung war das Potenzial nicht wirklich enorm, zumal ich einen Ökotarif wollte. Aber der monatliche Abschlag ist jetzt trotzdem niedriger als vorher und dafür habe ich einen Anbieter, der Strom aus erneuerbaren Energien liefert und deren Ausbau unterstützt. Ein Ökostromtarif von den Stadtwerken hätte dagegen mehr gekostet. Ich forderte die Unterlagen online an, bekam den Vertrag und dann die Zugangsdaten fürs Online-Portal und den Starttermin für die Belieferung. Die Kündigung bei den Stadtwerken wurde für mich übernommen. Es klappte also tatsächlich alles reibungslos und wie geplant.

Jeder mit eigenem Zähler kann wechseln

Was ich lange auch nicht wusste: Auch als Mieter in einem Mehrparteienhaus kann ich mir meinen Lieferanten selbst aussuchen – ich brauche nur einen eigenen Stromzähler, dann interessiert das nicht einmal meinen Vermieter. Das war dann auch letztlich der einzige Stolperstein bei der ganzen Angelegenheit: Die Zähler befinden sich zentral in einem abgeschlossenen Kellerraum. Zweimal wurde ich vom Hausmeister versetzt und beim dritten Anlauf verbrachte ich 20 Minuten damit, meinen Zähler hinter zahlreichen grauen Schränken ausfindig zu machen. Doch schließlich hielt ich triumphierend meinen Zählerstand für die Schlussabrechnung in der Hand: Ein letzter Anruf beim Netzbetreiber und der Wechsel war perfekt.

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