Strom und Heizung

Tipps zum sparsamen Umgang mit Energie im Unternehmen

Unternehmen müssen ebenso wie Privathaushalte mit ihrem Geld wirtschaften. Ein großer Kostenfaktor sind Betriebskosten wie Strom und Heizenergie. Durch entsprechende Sparmaßnahmen lässt sich in Unternehmen besonders viel Geld sparen.

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Jedes Unternehmen ist anders, und doch gleichen sie sich alle in gewisser Weise: Beleuchtung und Technik finden sich wohl ausnahmslos in jedem Unternehmen und damit auch schon die ersten Möglichkeiten, den Energieverbrauch zu senken. Viel lässt sich bereits bewegen, ohne größere Geldsummen in die Hand zu nehmen.

Ein großer Teil des Energieverbrauchs eines durchschnittlichen Unternehmens entfällt auf den Strom. Je nach Branche gibt es deutliche Schwankungen, die sich zwischen 20 und 35 Prozent des Gesamtenergieverbrauches bewegen. Davon wiederum entfällt ein Großteil auf Bürogeräte und Beleuchtung.

Computer und zugehörige Technik energiesparend nutzen

Ohne PCs und Internet geht heute nichts mehr: Ob es nun der kleine Tante-Emma-Laden mit einem Rechner ist oder das Großraumbüro mit 100 Computern. Gerade hier sollte nicht unterschätzt werden, wie hoch der Energieverbrauch von Rechner, Monitoren, Druckern und anderen technischen Geräten in der Summe ist. Laut dena eröffnet sich hier ein Einsparpotenzial von bis zu 75 Prozent. Daher gilt: Wer den Arbeitsplatz beispielsweise für eine Pause verlässt, sollte den Rechner mindestens in den Ruhezustand versetzen, besser ganz herunterfahren und den Monitor ausschalten.

Wird Feierabend gemacht, sollte der Rechner möglichst komplett vom Stromnetz getrennt werden. Das geht besonders einfach über Steckerleisten mit Schalter und macht Sinn, da jedes Stromgerät auch im ausgeschalteten Zustand noch kleinste Mengen Strom zieht, welche sich übers Jahr summieren. Das komplette Ausschalten wird nicht in jedem Unternehmen möglich sein; vorsichtshalber sollte man mit dem technischen Leiter oder IT-Beauftragten sprechen.

Drucker, Kopierer, Scanner und Faxgeräte sind ebenfalls alle nicht unerhebliche Stromfresser und sind zudem teuer in der Anschaffung. Umso mehr ein Grund, nicht jedem PC einzeln ein solches Gerät zuzuweisen, sondern mehrere Rechner mit einem Gerät zu vernetzen.

Energieverbrauch senken bei der Beleuchtung

Hohe Einsparpotentiale stecken zudem in der Beleuchtung des Unternehmens. Soll der Energieverbrauch im Unternehmen gesenkt werden, lohnt sich ein Austausch alter Glühbirnen oder Halogenlampen gegen LEDs oder Energiesparlampen. Gängige Energiesparlampen benötigen rund 80 Prozent weniger Strom als Glühbirnen und haben eine deutlich höhere Lebensdauer. Das bedeutet, dass sich die leicht höheren Einkaufspreise schnell rechnen.

In weniger frequentierten Räumen und Fluren bieten sich Bewegungsmelder an, wodurch Licht nur dann angeschaltet ist, wenn Personen in der Nähe sind. Ansonsten sollte gelten: Licht aus, wo kein Mitarbeiter ist. Hierbei könnten beispielsweise einfache Erinnerungszettel an der Tür helfen. Ebenfalls gerne vergessen wird es, das Licht auszuschalten, wenn genug Tageslicht vorhanden ist. Hier kann es helfen, die Mitarbeiter darauf aufmerksam zu machen und so zu sensibilisieren.

Betreibt man ein Unternehmen mit Schaufensterbeleuchtung, könnte darüber nachgedacht werden, diese in den Nachtstunden auszuschalten. Hierfür bietet sich eine Zeitschaltuhr an. Ansonsten ist bei einer 24-Stunden-Beleuchtung eine energieeffiziente Lampentechnik umso wichtiger.

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Blick in die Mitarbeiterküche des Unternehmens

Wasserkocher, Kaffeemaschine, Mikrowelle, Spülmaschine, Kühlschrank… Auch in der Küche eines Unternehmens tummeln sich einige Elektrogeräte, die man kritisch ins Auge fassen sollte. Grundsätzlich gilt hier wieder, nicht benötigte Geräte vom Netz zu nehmen, um einen stetigen Stromfluss zu verhindern. Des Weiteren sollte bei einer Neuanschaffung auf eine möglichst hohe Energieeffizienzklasse geachtet werden. Bei einer Spülmaschine lässt sich des Weiteren der Energieverbrauch senken, indem eine Warmwasserleitung angeschlossen wird und die Maschine nur voll beladen mit einem passenden Waschprogramm angestellt wird.

Energieverbrauch der Heizung mit bedenken

In der Energieverbrauchsrechnung eines Unternehmens nehmen Heizung und Klimaaanlage einen weiteren großen Block ein: Die dena spricht hier von Sparpotenzialen von bis zu 80 Prozent, daher sollte der Energiebedarf von Heizung und Klimaanlage nicht außen vor gelassen werden. Wie bereits im Bereich Strom ist Kommunikation mit den Mitarbeitern Gold wert: Wie warm benötigt es der Einzelne, wie wird gelüftet und mit welcher Technik wird das Raumklima aufrecht erhalten?

Raumtemperatur abstimmen

Jeder Mensch hat ein persönliches Kälte- und Wärmeempfinden. So schwitzt der eine schon bei 18 Grad, obwohl der andere noch schlotternd vor seinem PC sitzt. Ständiges Auf- und Zudrehen der Heizung oder gar gekippte Fenster sind für den sparsamen Energieverbrauch alles andere als zuträglich.

Hier sollten sich die Mitarbeiter untereinander auf eine Temperatur einigen, bei welcher möglichst jeder komfortabel arbeiten kann. Ist eine solche Temperatur festgelegt, sind elektronische Heizregler sinnvoll, die man je nach Uhrzeit programmieren kann und die genau die eingestellte Temperatur im Raum halten. So ist auch eine Nachtabsenkung von bis zu drei Grad möglich. Viel tiefer sollte man die Temperatur nicht fallen lassen, da das Wiederaufheizen der Räume ansonsten zu energieaufwändig ist.

Richtig lüften

Neben einer kontinuierlichen Raumtemperatur ist das korrekte Lüften das A und O. Möglichst wenig Wärme soll verloren gehen und viel frische Luft den Raum fluten. Gekippte Fenster sind dabei nicht zielführend. Am sinnvollsten ist das Stoßlüften: Alle verfügbaren Fenster und Türen öffnen und wenige Minuten richtig durchziehen lassen. So tauscht sich die verbrauchte Luft schnell gegen neue aus und Einrichtungsgegenstände und Fassade haben keine Zeit auszukühlen. Hinterher wird es wieder schnell warm.

Dämmung des Hauses überdenken

Viel Heizenergie benötigen vor allen Dingen Unternehmen, die schlecht gedämmte Räumlichkeiten nutzten. Hat man das Gefühl, dass dies auf den eigenen Standort zutrifft und ist man bereit, etwas Geld in die Hand zu nehmen, kann man die Dämmung durch Profis beispielsweise via einer Thermografie, überprüfen lassen, um anschließend gezielte Maßnahmen ergreifen zu können. Häufiger Schwachpunkt sind beispielsweise schlecht isolierte Fenster oder zugige Stellen rund um diese. Auch über das Dach oder die gesamte Außenfassade kann viel Wärme nach außen verloren gehen.

Effektive Heiztechnik im Unternehmen

Nicht unerheblich lässt sich der Energieverbrauch im Unternehmen senken, wenn das Gebäude mit einer alten Heizungsanlage beheizt wird. In den letzten Jahren sind Heizungen sehr viel effizienter geworden, sodass sich eine Modernisierung lohnt. Bei einer Modernisierung der Heizungsanlage gibt es zahlreiche staatliche Förderungsprogramme, die auf Eignung geprüft werden sollten. Ein Heizkessel, welcher älter als 30 Jahre ist, ist in jedem Fall überholungsbedürftig. Aber auch bei jüngeren Anlagen könnte es sich lohnen. Denkt man über eine Erneuerung nach, sollte man auch über die Nutzung erneuerbarer Energien wie Pellets oder eine Wärmepumpe nachdenken. Auch der Anschluss an Fernwärme kann sich lohnen.

In jedem Fall sollte man seine Heizungsanlage regelmäßig warten lassen – denn nur korrekt eingestellte und saubere Kessel liefern maximale Leistung und damit Effizienz.

Allgemeiner Tipp zum Sparen: Anbietervergleich

Neben zahlreichen Möglichkeiten, den Energieverbrauch im Unternehmen zu senken, kann man die Kosten auch auf eine andere Weise schrumpfen lassen: Seit geraumer Zeit unterliegt der Energiemarkt dem freien Wettbewerb. Das bedeutet, dass man sowohl seinen Strom- als auch Gasanbieter frei wählen kann. Dabei ist der Grundversorger, bei welchem man automatisch ist, sofern man noch nie gewechselt hat, selten günstig. Über unseren Gewerbestrom-Vergleich und Gewerbegas-Vergleich finden Sie schnell und einfach heraus, wer in Ihrer Gegend günstige Energiepreise bietet.

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