Beleuchtung

Energiesparlampen und LEDs im Überblick

Die neuen Energiesparlampen sind wesentlich effizienter als die guten alten Glühbirnen. Besonders mit LEDs kann der Verbraucher viel sparen. Nur ein paar Hinweise zu ihrem Einsatz sollte man beachten.

LED-Lampen© Max Diesel / Fotolia.com

Die klassischen Glühlampen (oder -birnen) findet man schon seit einigen Jahren nicht mehr in den Verkaufsregalen – der zu ineffiziente Energieverbrauch führte zu einem EU-weiten Herstellungs- und Verkaufsverbot. Dieses Verbot trifft als nächstes Halogenlampen. So bleiben für die energieeffiziente Beleuchtung unserer Häuser noch Kompaktleuchtstofflampen, umgangssprachlich als Energiesparlampen bezeichnet, und LEDs.

Beide Lampentechniken sind um Welten stromsparender und außerdem langlebiger als die herkömmliche Glühbirne. Trotzdem sorgte die Einschränkung des Marktes bei vielen für Unmut, fühlte man sich in seiner Kauffreiheit eingeschränkt und hatte Bedenken, dass die alternativen Lampen die gute alte Glühbirne nicht vollwertig ersetzen können. Schaut man genauer hin, wird man jedoch erkennen, dass dem so nicht ist.

Sparsam und langlebig

Die Helligkeit einer Lampe wird im Lumen angegeben: umso mehr Lumen, desto heller die Lampe – je heller, desto mehr Energie wird verbraucht. Dabei spielen Glühbirne und LED jedoch in einer völlig anderen Liga. So kann etwa die alte 100-Watt-Glühbirne im Wohnzimmer durch eine 13-Watt-LED ersetzt werden. Die Stromkosten bei einer fünfstündigen Brenndauer täglich und 25 Cent pro Kilowattstunde im Jahr: 45 Euro für die Glühbirne gegenüber 6,60 Euro für die LED. Energiesparlampen liegen im Verbrauch etwas über der LED, Halogenlampen etwas unter der Glühbirne.

Auch in der Lebensdauer der Lampen gibt es erhebliche Unterschiede. So gibt die Glühbirne nach durchschnittlich 2.000 Betriebsstunden auf, eine Energiesparlampe leuchtet durchschnittlich 6.000 Stunden, eine LED bringt es auf bis zu 50.000 Stunden. In der Anschaffung sind LEDs und Energiesparlampen zwar häufig teurer als Glühbirnen, diese anfänglichen Mehrkosten amortisieren sich jedoch schnell aufgrund des eingesparten Stromes und der längeren Lebensdauer.

Auch bei der Fassung und Form muss man keine Abstriche machen: Egal ob E27 oder GU10, Tropfen- oder Strahlerform, im Regal finden sich alle Variationen.

Von gelb bis weiß

Energiesparlampen und LEDs ersetzen mittlerweile problemlos die Glühbirne und Halogenlampe in allen Bereichen: Die Lampen gibt es in den verschiedensten Farbtemperaturen, von einem klinisch hellen Weiß bis hin zum gemütlichen warmweißen Licht, wie man es von der Glühbirne kennt. So ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, mit dem Licht aktiv die Stimmung des Raumes zu beeinflussen: Am Arbeitsplatz bietet sich Tageslichtweiß an, welches das natürliche Sonnenlicht am besten imitiert. Hier wählt man 6.000 bis 6.500 Kelvin. Soll es etwas behaglicher sein, greift man zu warm-weißem Licht, welches etwa bei 2.500 und 3.000 Kelvin liegt. Im Bad, der Küche und im Flur bietet sich das Farbspektrum dazwischen an.

Dimmbar, schnellstartend, schaltfest

Möchte man das Licht für die abendliche Fernsehstunde etwas herunterdimmen, ist auch das dank spezieller LEDs und Energiesparlampen kein Problem mehr. Selbst die langen Anlaufzeiten und das nur langsame Hellerwerden des Lichtes ist mit der richtigen Lampe passé – besonders LEDs starten sofort mit voller Helligkeit und eigenen sich so auch für die Außen- und Innenbeleuchtung, für Bewegungsmelder oder Räume, wo sofort volles Licht benötigt wird. Wird die Lampe in Räumen installiert, in welchen das Licht häufig ein- und ausgeschaltet wird, ist auch das dank besonders schaltfester Modelle kein Problem mehr.

Sondermüll Energiesparlampe und LED

Lampe defekt, und nun? Warf man Glühbirnen einfach in den Restmüll, ist das bei Energiesparlampe und LED nicht mehr ok: Sie gehören in die Wertstoffsammlung. Der Fachhandel und andere Märkte, die Leuchtmittel verkaufen, nehmen die alten Lampen in der Regel kostenfrei zurück und führen sie ebenfalls der Wertstoffsammlung zu.

In Energiesparlampen ist Quecksilber vorhanden, welches bei Bruch frei wird. Enthalten sind zwar nur sehr geringe Mengen, welche laut Bundesumweltamt nicht bedenklich für die Gesundheit sind, trotzdem sollte man im Falle eines Bruches gut durchlüften und die Glasscherben etwa in einem Einmachglas luftdicht verpacken.

LEDs enthalten keine gesundheitlich bedenklichen Stoffe, durch ihre elektronischen Bauteile und Chips sind sie es jedoch wert, recycelt und wiederverwertet zu werden.

Lampen entsorgen

Positive Umweltbilanz

Hartnäckig hält sich auch das Gerücht, Energiesparlampen und LEDs seien umweltschädlicher als die herkömmliche Glühbirne. Betrachtet mal alleine die Herstellung, trifft dies durchaus zu. In Energiesparlampe und LED müssen mehr Energie und Werkstoffe investiert werden als in die Glühbirne. Schließt man jedoch den künftigen Betrieb und die Lebensdauer mit in die Bilanz ein, kehrt sich diese in Positive um. Die Gesamtenergiebilanz ist bei LEDs hervorragend und auch bei Energiesparlampen gut. Insgesamt werden so deutlich weniger Treibhausgase wie CO2 frei. Für die Umwelt wichtig ist nach dem Ableben der Energiespar- und LED-Lampe jedoch, dass sie auch tatsächlich in der Wertstoffsammlung landet. So wird sichergestellt, dass nichts in unserer Umwelt landet, was dort nicht hingehört.

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