Spartipps

Energiespartipps: Die Top 10 für Büro und Homeoffice

Im Büro und im Homeoffice kann jede Menge Energie gespart werden. Gerade weil immer mehr Menschen auch von Zuhause aus arbeiten, wird so nicht nur der Geldbeutel der Firma, sondern auch der eigene geschont und gleichzeitig auch Umwelt und Klima.

26.03.2020, 10:21 Uhr
SchreibtischUnsere Energiespartipps für das Büro helfen dabei, die Kosten zu minimieren.© Sven Bähren / Fotolia.com

Möchte man im Haushalt Strom sparen, stellt sich einem die Frage, wo man beginnen sollte. Was verbraucht am meisten Strom? In Küche, Wohnzimmer oder eben im Büro ist man meist gar nicht so falsch. Und da immer mehr Menschen im Homeoffice arbeiten, steigt auch die Menge an Energie, die gespart werden kann.

Wie viel Strom verbraucht mein PC?

Wie viel der PC an Strom verbraucht, hängt ganz von dessen Leistung und Größe ab. So kann man grundsätzlich sagen, dass ein Tower mehr Strom benötigt als ein Notebook und ein Notebook mehr als ein Netbook. Wie viel der Stromverbrauch tatsächlich beträgt, hängt jedoch maßgeblich von der geforderten Leistung und den verwendeten Zubehör ab. Rechenstarke PCs wie beispielsweise Gamer-PCs benötigen deutlich mehr Strom als ein Einsteiger-Modell für Büroarbeiten.

Tipp 1: Bereits bei der Auswahl der Geräte gibt es Hilfen, die beim späteren Stromsparen unterstützen. Mehrere Gütesiegel kennzeichnen energieeffiziente Geräte für das Büro. Beispiele sind Energy Star und das Siegel Green Produkt vom TÜV Rheinland.

Bildschirme und Drucker: Wo sich ein Neukauf lohnt

Wer einen zehn Jahre alten Drucker betreibt, der sollte überlegen, hier zu investieren: Ältere Modelle führen häufig eine Druckkopfreinigung aus, ohne zu fragen. Diese benötigt nicht nur Energie, sondern auch teure Tinte. Entweder man lässt den alten Drucker immer an und nimmt einen leichten Stromfluss in Kauf, oder man sieht sich nach einem Modell um, welches mit dem regelmäßigen An- und Ausschalten zurechtkommt.

Tipp 2: Multifunktionsgeräte benötigen weniger Energie als mehrere Einzelgeräte. Außerdem sollte man die Einstellungen des Geräts noch einmal prüfen. Zumeist sind nämlich maximale Qualitätsstufen bei der Druckerleistung eingestellt, die gar nicht benötigt werden.

Beim Kauf eines neuen Druckers oder Monitor sollte man auf die Angaben zur Energieeffizienz achten.

Licht am Arbeitsplatz

Stromsparer sollten beim Einstellen des Bildschirms bedenken, dass jedes bisschen Helligkeit mehr Energie benötigt.

Tipp 3: Es hilft also bereits, den Bildschirm einige Helligkeitsstufen herunterzustellen, um Strom am PC zu sparen.

Außerdem: Wer am PC sitzt, der macht dies nur ungerne im Dunklen. Oft ist so das ganze Büro ausgeleuchtet. Warum eigentlich?

Tipp 4: Eine kleine Schreibtischlampe mit LEDs oder Energiesparlampen genügt, um den Schreibtisch zu erhellen und spart ordentlich Strom. Und auch das Tageslicht darf genutzt werden!

Strom sparen am PC - das sollte man vermeiden

Das Schlimmste, was man tun kann, wenn man am PC Strom sparen möchte, ist, einen Bildschirmschoner einzustellen. Zwar sehen die virtuellen Aquarienfische oder bunten Formen ganz nett aus, allerdings wird dabei viel Strom verbraucht: Nicht nur, dass der Bildschirm angeschaltet bleibt, auch Grafikkarte und Arbeitsspeicher kommen nicht zur Ruhe.

Tipp 5 Viel sinnvoller ist es, einzustellen, dass der Bildschirm einfach schwarz wird, oder noch besser: den PC in einen Energiesparmodus zu schicken, wenn gerade nicht an ihm gearbeitet wird.

WLAN Router

WLAN und Router

Heimliche Stromfresser sind zudem zusätzliche Techniken am PC wie WLAN, Bluetooth und Co. Diese sollte man wie auch beim Smartphone nur einschalten, wenn man sie auch benötigt. Und auch Router verbraucht Strom. In vielen Haushalten ist dieser im Dauerbetrieb. Hier gilt also:

Tipp 6: Besonders in der Nacht kann der Router ausgeschaltet werden. Das kann in vielen Fällen über automatische Einstellungen erfolgen. Ganz generell solten die Energiespar-Optionen des Gerätes geprüft werden.

Finger weg vom Stand-by

Kurz weg zum Essen und ab mit dem PC in den Stand-by-Modus oder gar ganz anlassen - so ist er hinterher wieder schnell einsatzbereit. Das mag bei älteren Modellen stimmen, neuere sind meist jedoch genauso schnell hoch- und runtergefahren, wie sie benötigen, um aus dem Standby aufzuwachen. Während des Standby-Modus wird die gesamte Technik in Bereitschaft gehalten und zieht unnötig Strom. Der co2online GmbH zufolge liegt der Standby-Verbrauch eines Arbeitsplatzes bei 112 Kilowattstunden pro Jahr. Bei einem durchschnittlichen Strompreis von 30 Cent pro kWH (Stand 2020) sind das 33,60 Euro für eine einzige Person.

Tipp 7: Schon bei kurzen Pausen lohnt es sich daher, den PC auszuschalten. Dass dieser während des Hochfahrens mehr Strom benötigt, ist ein Irrglaube.

Weniger Energie in Serverräumen verschwenden

Bei den Serverräumen müssen nicht mehr die in der Vergangenheit geltenden Höchsttemperaturen eingehalten werden. Das Herunterkühlen verbraucht nämlich sehr viel Energie.

Tipp 8: Serverräume müssen längst nicht mehr auf 20 Grad Celsius gekühlt werden. Oftmals liegen die Empfehlungen bei etwa 27 Grad Celsius. Eine weitere Möglichkeit bietet die Nutzung von Cloud-Services.

Hitze raus und Frischluft rein

Richtig Lüften

Effizient kühlen spielt nicht nur im Serverraum eine Rolle. Wo Menschen und Rechner stehen, wird es früher oder später unangenehm warm und stickig. Das Fenster über Stunden gekippt zu lassen ist keine Lösung, egal ob es draußen heiß oder kalt ist. Den Ausgleich müssen dann nämlich die Heizung oder die Klimalage herstellen und das kostet Energie.

Tipp 9: Vom Stoßlüften hat jeder schon einmal gehört und das ist tatsächlich sehr effektiv, was den Energieverbrauch betrifft. Laut co2online GmbH spart das in einem Haus mit 150 Quadratmetern bis zu 145 Euro an Heizkosten im Jahr.

Ausschalten – aber richtig!

Wo man ansetzt, um am PC Strom zu sparen, muss jeder selbst entscheiden. Neben dem eigentlichen PC finden sich Bildschirm, Lautsprecher, Drucker, WLAN-Router und noch einige andere Dinge im Büro. Ein grundlegender Tipp lässt sich beinahe überall umsetzen.

Tipp 10: Wird das Gerät nicht benötigt, sollte man es vollständig ausschalten. Das gilt etwa auch für die Bildschirme, die über Nacht oft im Standby-Modus verweilen oder die Beleuchtung, die bei Tageslicht nicht ausgeschaltet wird. Viele moderne Geräte haben heute nur noch ein Schein-Aus und ziehen auch nach dem Ausschalten noch kleine Mengen Strom, die sich über längere Zeit schnell summieren. Das einzige was da hilft: Stecker ziehen!

War dieser Artikel hilfreich?

Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Zusammenschluss

    Schlichtungsstelle Energie

    Schlichtungsstelle Energie hilft bei Streit mit dem Energieversorger

    Die 2011 gegründete Schlichtungsstelle Energie soll dabei helfen, Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und Energieversorgern außergerichtlich beizulegen. Aufgrund ihrer Arbeit wurde sie vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie anerkannt.

  • Ökologische Fußabdruck

    Ökologischer Fußabdruck

    Was der ökologische Fußabdruck aussagt

    Beschäftigt man sich mit Umweltthemen, begegnet man immer mal wieder dem ökologischen Fußabdruck. Dieser trifft eine Aussage darüber, wie gut der eigene Lebensstandard mit der Umwelt verträglich ist und welche "Fußspuren" man hinterlässt.

  • Preisentwicklung

    Konzessionsabgabe

    Konzessionsabgabe bei Wasser, Strom und Gas

    Die Konzessionsabgabe fließt in jede Strom-, Gas- und Wasserrechnung mit ein und ist eines der Gelder, die an die Landkreise beziehungsweise Gemeinden fließt. Die Höhe unterscheidet sich aber bei Strom, Gas oder Wasser.