Energieeffizienz

Energieaudit in Unternehmen zeigt Einsparmöglichkeiten auf

Seit Ende 2015 müsste jedes Unternehmen bereits ein Energieaudit durchgeführt haben. Doch was ist das eigentlich, wer ist betroffen und wie läuft es ab? Lesen Sie hier mehr über das Energieaudit, welches für Transparenz und Anregungen bezüglich des Energieverbrauches sorgen soll.

StromvertragDas Energieaudit für Unternehmen wurde ins Leben gerufen, um die Energiesparziele der Bundesregierung zu realisieren.© pojoslaw / Fotolia.com

Was ist ein Energieaudit?

Innerhalb Europa wurden Energiesparziele festgelegt, die auch Deutschland betreffen: Man möchte den Energieverbrauch gegenüber 2008 bis 2020 um 20 Prozent senken, ferner bis 2050 sogar um 50 Prozent. Dies funktioniert nur, wenn auch die Energieeffizienz innerhalb von Unternehmen gesteigert wird. Um Schwachpunkte innerhalb von Unternehmen aufzuzeigen, sind alle Unternehmen, bis auf klein und mittelständige, verpflichtet ein Energieaudit durchzuführen. Hierbei werden der Energieverbrauch des Unternehmens begutachtet und Empfehlungen für die Verbesserung der Energieeffizienz ausgearbeitet.

Die vorgeschlagenen Maßnahmen müssen dabei nicht zwangsweise umgesetzt werden. Das Energieaudit soll lediglich für Transparenz bezüglich des Energieverbrauches sorgen und Handlungsmöglichkeiten offenlegen.

Das erste Energieaudit musste bis zum 5. Dezember 2015 durchgeführt werden, anschließen soll das Audit alle vier Jahre wiederholt werden.

Vom Energieaudit betroffene Unternehmen

Bei der Frage, wer ein Energieaudit durchzuführen hat, ist der Unternehmensbegriff recht weit zu fassen: Nicht nur Unternehmen, die wirtschaftlich tätig sind und über ihre Ein- und Ausgaben Buch führen, sondern auch öffentliche Unternehmen sind betroffen. Durchzuführen ist ein Energieaudit bei mehr als 250 Beschäftigten oder bei einem Jahresumsatz von über 50 Million Euro. Unter bestimmten Bedingungen, wie zum Beispiel einem vorhandenen Energiemanagementsystem, kann man sich von der Energieaudit-Pflicht auch freistellen lassen.

Wer darf Energieaudits durchführen?

Ein Energieaudit dürfen beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle registrierte Energieberater durchführen, die eine entsprechende Ausbildung und mindestens dreijährige Berufserfahrung nachweisen können. Außerdem sind die Energieaudits unabhängig und neutral auszuführen. In der Datenbank der Energieauditoren des BAFA findet man zahlreiche berechtigte Personen.

Der Ablauf eines Energieaudits

Hat man einen Auditor gefunden, wird dieser sich an die Arbeit machen. In einem ersten Schritt wird zusammen mit dem Unternehmen abgestimmt, welche Ziele das Audit hat: Wo liegen die Schwerpunkte, wie sehr soll in die Tiefe geschaut werden und wo liegen die Grenzen des Energieaudits? Daraufhin wird der Auditor sich an die Datenerfassung machen: Was verbraucht wie viel Energie im Unternehmen, wo ließen sich Einsparungen realisieren? Auch bei einer Begehung des Unternehmens wird sich der Auditor ein Bild bezüglich der Arbeitsabläufe, dem Energieverbrauch und den Schwachstellen des Unternehmens machen.

Hat der Auditor abschließend genügend Daten gesammelt, wird eine Analyse erstellt: Wie ist die derzeitige Energiesituation des Unternehmens und wo könnte man Dinge verbessern? Seine Ergebnisse werden abschließend mittels eines Berichtes und einer Präsentation dem Unternehmen vorgestellt.

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