Checkliste

Energiefresser bei der Wohnungsbesichtigung entlarven

Manche Energiefresser sind gut versteckt, während andere sehr leicht zu entlarven sind. Wer sich auf Wohnungssuche begibt, der kann anhand einer einfachen Checkliste schon einmal größere Energiesünden vermeiden.

Einzug© Picture-Factory / Fotolia.com

Berlin - Wer sich auf Wohnungssuche begibt, sollte unbedingt achtsam sein, vor allem auch, was den energetischen Zustand der Wohnung angeht. Durch versteckte Energiefresser können schnell unerwartete Kosten entstehen, die gerade Menschen mit einem kleineren Geldbeutel schwer treffen können.

Studenten verfügen über ein schmales Budget

Laut Statistischem Bundesamt waren im Wintersemester 2014/2015 knapp 2,7 Millionen Studenten an einer deutschen Hochschule immatrikuliert - so viele wie niemals zuvor. Doch die Rekordzahl birgt auch Probleme. Studenten stehen im Durchschnitt gerade mal 864 Euro im Monat zur Verfügung und mit diesem Budget wird es immer schwieriger, eine bezahlbare Unterkunft zu finden.

Checkliste gegen Energiefresser

Auch wenn die Not groß ist, wer eine Wohnung besichtigt oder sich in einer WG vorstellt, sollte auf undichte Fenster, blubbernde Heizkörper oder einen Warmwasserboiler aus Uromas Zeiten achten. Andernfalls können sich die Nebenkosten schnell zur zweiten Miete entwickeln und das knappe Budget mit hohen Nachzahlungen für Strom und Heizen sprengen. Die von der Europäischen Kommission geförderte Kampagne Smergy bietet eine praktische Checkliste für die Wohnungsbesichtigung zum Herunterladen. Damit werden erkennbare und versteckte Energiefresser aufgespürt und der energetische Zustand der Wohnung mit einem einfachen Punktesystem bewertet.

Fünf Tipps für die Wohnungsbesichtigung

Energieausweis Effizienzklassen
  • 1. Wohnungslage: Die Wohnung sollte an möglichst vielen Seiten von anderen Wohnungen umgeben sein und wenige Außenwände haben. Sie sollte im Idealfall auch nicht über dem Keller oder unter dem Dach liegen, wenn diese nicht gedämmt sind.
  • 2. Fenster und Türen: Die Fenster sollten mindestens doppelt verglast sein. Die Dichtungen an Fenstern und Türen sollten gut schließen. Dies lässt sich einfach testen: Ein dünnes Blatt auf den unteren Bereich des Fensterrahmens legen, das Fenster schließen und das Blatt herauszuziehen. Sitzt es fest, ist das Fenster dicht. Lässt es sich leicht herausziehen, ist die Dichtung des Fensters durchlässig.
  • 3. Energieausweis: Die Energieeffizienzklasse der Wohnung lässt sich auf dem Energieausweis ablesen, der entweder in der Wohnungsanzeige veröffentlicht oder bei der Besichtigung unaufgefordert vorgelegt werden muss. Er gibt erste Anhaltspunkte für die künftig anfallenden Energiekosten der Wohnung. Klasse A+ bis B: Gut, Klasse C bis E: Mittelfeld, Klasse F bis H: Schlecht.
  • 4. Heizung: Die Heizkörper sollten sich leicht aufdrehen lassen. Für die Wintermonate gilt: Der Heizkörper erwärmt sich schnell und macht keine Geräusche wie Blubbern oder Pfeifen.
  • 5. Wasser: Das warme Wasser sollte schnell aus der Leitung kommen. Falls nicht, sind wahrscheinlich die Rohre gar nicht oder schlecht isoliert und die Wärme geht auf dem Weg zum Wasserhahn verloren.

Ist die Wohnung in einem guten Zustand, beseutet dies noch keine Garantie für niedrige Energiekosten. Nach dem Einzug sind diese auch vom eigenen Nutzungsverhalten und den vorhandenen Haushaltsgeräten abhängig.

Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Glühbirne

    Stromkreis

    Basiswissen: Stromkreis einfach erklärt

    Ein abgeschlossener Stromkreis ist die Grundlage dafür, dass elektrische Ladung fließen kann. Dafür ist unter anderem eine Spannungsquelle und Material notwendig, dass Strom leiten kann. Wir klären mit Basiswissen über Stromkreisläufe auf.

  • Lichtverschmutzung

    Lichtverschmutzung

    Lichtverschmutzung: Kunstlicht macht die Nacht zum Tag

    Lichtverschmutzung ist der Grund dafür, dass vor allem in den Städten die Nacht nicht mehr richtig dunkel wird. Das hat vielfältige Auswirkungen auf Mensch und Natur. Entsprechend gibt es auch Bemühungen, der Lichtverschmutzung entgegenzuwirken.

  • Ökostrom

    Photovoltaik-Hybridsysteme

    Photovoltaik-Hybridsysteme tanken nicht nur Sonne

    Photovoltaik-Hybridsysteme nutzen neben der Solarenergie noch eine weitere Quelle für die Stromerzeugung. Scheint einmal nicht genug Sonne, wird mithilfe der zweiten Energiequelle trotzdem ausreichend Strom produziert.