Stromverbrauch

Energie sparen zur Weihnachtszeit

Zur Adventszeit schmücken viele ihr Heim mit Lichterketten, Schwibbögen und Leuchtvorhängen. Doch bei aller Vorfreude auf Weihnachten sollte der Stromverbrauch der prachtvollen Beleuchtung nicht außer Acht gelassen werden. Tipps gibt der Energieversorger enviaM.

Weihnachten© detailblick / Fotolia.com

Fenster, Balkone und Vorgärten erstrahlen zur Weihnachtszeit in ganz besonderem Licht. Das verbraucht aber auch eine Menge Strom. Ältere Lichterketten können tatsächlich so viel Strom verbrauchen, wie ein Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++. Geht man beispielsweise von einer Lichterkette mit einer Leistung von 90 Watt aus, die 6 Wochen lang täglich 8 Stunden funkelt, verursacht das rund 9 Euro an Stromkosten. Lichterketten können also ganz schnell zu gigantischen Energiefressern werden.

Energie sparen bei der Beleuchtung

Beim Kauf von Beleuchtung sollte man deshalb auf die Leistungsangaben auf der Packung achten. Wer noch eine alte Lichterkette nutzt, für den kann sich der Kauf einer neuen LED-Variante schnell bezahlt machen. Um herauszufinden, wie viel Strom die Lichterkette benötigt, wird die Leistung (in Watt) mit der Anzahl der Betriebsstunden multipliziert. Um den Verbrauch in kWh umzurechnen, muss der so erhaltene Wert durch 1.000 geteilt werden. Generell verbrauchen LED-Lichterketten am wenigsten, Lichtschläuche im Durchschnitt am meisten Strom.

Bei Außenbeleuchtungen sollte man aus Sicherheitsgründen stets auf die Symbole "spritzwassergeschützt" und "regenwassergeschützt" achten. Isolierungen und Lampenfassungen sollten vor dem ersten Einschalten überprüft werden. Eine schöne Alternative für draußen sind auch Solar-LED-Lichterketten. Die sind nicht nur umweltschonend, sondern sparen auch noch das wasserdichte Verlängerungskabel.

Beim Weihnachtsbaum kann auch bei der Beleuchtung gespart werden. Echte Kerzen als Weihnachtsschmuck stellen zwar ein höheres Sicherheitsrisiko dar, schenken aber auch eine ganz besondere Atmosphäre.

Tipps für die Weihnachtsbeleuchtung:

LED-Lichterketten statt Lichtschläuche

Zeitschaltuhren nutzen

Bei Außenbeleuchtung auf Sicherheit achten

Solar-Lichterketten nutzen

Kerzen anzünden

Stimmungsvoll Energiesparen: Kerzen schnell dekorieren

An Weihnachten dürfen es ruhig auch mal kleinere gemütliche Lichtquellen sein. Unsere Bilderreihe gibt ein paar einfache Deko-Tipps, mit denen aus Kerzen etwas besonderes gezaubert werden kann. Einfach Bilder auf der rechten Seite anklicken und die Kurzanleitung erscheint.

Energiespar-Tipps für die Weihnachtsbäckerei

Nicht nur die Festbeleuchtung sorgt an Weihnachten für einen Anstieg des Stromverbrauchs. Auch das Plätzchenbacken trägt seinen Teil dazu bei.

Vor dem Backen sollten alle nicht verwendeten Bleche und Roste aus dem Ofen genommen werden. Diese würden sonst unnützerweise mit aufgeheizt werden, was Energie vergeudet.

Der Ofen muss nicht vorgeheizt werden, wenn mit einer unempfindlichen Sorte wie zum Beispiel Mürbeteigplätzchen begonnen wird. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen.

Der Ofen muss nicht vorgeheizt werden, wenn mit einer unempfindlichen Sorte wie zum Beispiel Mürbeteigplätzchen begonnen wird. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen.

Die Ofentür sollte man während des Backvorgangs geschlossen halten, da sonst jedes Mal rund 20 Prozent der Wärme verloren geht. Ist das letzte Blech im Ofen, kann ungefähr nach der Hälfte der angegebenen Backzeit der Ofen ausgeschaltet werden. Das spart nicht nur Energie, sondern verhindert auch, dass die letzten Kekse anbrennen.

Energie sparen beim Backen:

Nicht verwendete Bleche aus dem Ofen nehmen

Bei Mürbeteig muss nicht vorgeheizt werden

Umluftfunktion nutzen

Ofentür beim Backen geschlossen halten

Nachwärme nutzen

Gemeinsam schlemmen und feiern

Energie sparen kann man übrigens auch, wenn die Familie an den Feiertagen zusammenrückt. Das wird bei vielen die Regel sein. An "freien" Tagen kann ein Festmahl aber auch mit Freunden und Nachbarn genossen werden. Damit müssen Herde und Öfen nur einmal betrieben werden und mehrere Personen werden versorgt. Gleichzeit kann man sich auch die Frage stellen, ob es wirklich an allen Weihnachtstagen der Gänsebraten und das Roastbeef sein müssen, oder ob es nicht mal wieder klassisch Kartoffelsalat mit Würstchen geben kann. Bei den Getränken lässt sich einiges in puncto Nachhaltigkeit tun. Leckeres Bier und hochwertiger Wein lassen sich regional besorgen und müssen nicht unbedingt eingeflogen werden. Regional darf es natürlich auch bei den Speisen bleiben.

Weihnachten ist oft auch Reisezeit

Über Weihnachten stehen oft Besuche bei Freunden und Verwandten an. Wer das eigene Heim für einen längeren Zeitraum verlässt, sollte daran denken, alle heimlichen Energiefresser ganz einfach abzuschalten. Das bedeutet: Heizung und alle anderen Geräte können abgestellt werden und zwar völlig (kein Standby!). Für die Heizung gibt es aber eine Einschränkung: Wird das Zuhause nur ein paar Stunden verlassen, sollte die Temperatur nur heruntergeregelt werden. Sonst ist der Energieverbrauch zum Wiederaufheizen möglicherweise höher.

Auch beim Fahren selbst kann Energie gespart werden: Lassen sich Fahrgemeinschaften bilden oder können längere Strecken gar mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwunden werden?

Auch unterwegs ans Sparen denken:

Geräte vollständig ausschalten

Heizung runterdrehen

Fahrgemeinschaften bilden

Öffentliche Verkehrsmittel nutzen

Energiesparende Geschenke

Natürlich muss man bei Geschenken an Weihnachten nicht knauserig einkaufen. Soll es aber eine Aufmerksamkeit aus der Elektrobranche sein, freut sich auch der Beschenkte, wenn es sich dabei nicht um einen Energiefresser handelt. Für viele Großgeräte sind Energielabel mittlerweile verpflichtend. Sie helfen Verbrauchern dabei, den Energieverbrauch schnell einzuschätzen. Daneben kann man beispielsweise zum Schutz der Umwelt überlegen, ob man nicht gleich wiederaufladbare Batterien dazu schenken möchte.

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