Stromverbrauch

Energie sparen zur Weihnachtszeit

Zur Adventszeit schmücken viele ihr Heim mit Lichterketten, Schwibbögen und Leuchtvorhängen. Doch bei aller Vorfreude auf Weihnachten sollte der Stromverbrauch der prachtvollen Beleuchtung nicht außer Acht gelassen werden. Tipps gibt der Energieversorger enviaM.

Weihnachtsbeleuchtung© DeVIce / Fotolia.com

Chemnitz (red) - Fenster, Hausfassaden und Vorgärten erstrahlen zur Weihnachtszeit in ganz besonderem Glanz. Das verbraucht aber auch eine Menge Strom: Bereits eine Lichterkette mit zehn Lämpchen und 25 Watt Leistung pro Lampe benötigt in fünf Wochen bei einer täglichen Brenndauer von acht Stunden 70 Kilowattstunden Strom. Das ist ungefähr so viel wie ein sparsamer Kühlschrank mit Eisfach in einem halben Jahr verbraucht. Lichterketten können also ganz schnell zu gigantischen Energiefressern werden.

Energie sparen bei der Beleuchtung

Beim Kauf von Beleuchtung sollte man auf die Leistungsangaben auf der Packung achten. Um herauszufinden, wie viel Strom die Lichterkette benötigt, wird einfach die Zahl der Lämpchen mit der Wattangabe multipliziert. Generell verbrauchen LED-Lichterketten am wenigsten, Lichtschläuche im Durchschnitt am meisten Strom.

Energiefresser bei der Festbeleuchtung im Griff behalten

Zeitschaltuhren helfen, die Beleuchtung zu steuern, denn tagsüber und mitten in der Nacht sieht keiner die schöne Festbeleuchtung. Auch in Räumen, in denen sich niemand aufhält, lohnt es sich, den Stecker bei Schwibbögen und Lichterketten zu ziehen.

Bei Außenbeleuchtungen aus Sicherheitsgründen stets auf die Symbole "spritzwassergeschützt" und "regenwassergeschützt" achten. Isolierungen und Lampenfassungen vor dem ersten Einschalten überprüfen. Eine schöne Alternative für draußen sind auch Solar-LED-Lichterketten. Die sind nicht nur umweltschonend, sondern sparen auch noch das wasserdichte Verlängerungskabel.

Beim Weihnachtsbaum kann auch bei der Beleuchtung gespart werden. Echte Kerzen als Weihnachtsschmuck stellen zwar ein höheres Sicherheitsrisiko dar, schenken aber auch eine ganz besondere Atmosphäre.

Stimmungsvoll Energiesparen: Kerzen schnell dekorieren

An Weihnachten dürfen es ruhig auch mal kleinere gemütliche Lichtquellen sein. Unsere Bilderreihe gibt ein paar einfache Deko-Tipps, mit denen aus Kerzen etwas besonderes gezaubert werden kann. Einfach Bilder auf der rechten Seite anklicken und die Kurzanleitung erscheint.

Energiespar-Tipps für die Weihnachtsbäckerei

Nicht nur die Festbeleuchtung sorgt an Weihnachten für einen Anstieg des Stromverbrauchs. Auch das Plätzchenbacken trägt seinen Teil dazu bei.

Vor dem Backen sollten alle nicht verwendeten Bleche und Roste aus dem Ofen genommen werden. Diese würden sonst unnützerweise mit aufgeheizt werden, was Energie vergeudet.

Der Ofen muss nicht vorgeheizt werden, wenn mit einer unempfindlichen Sorte wie zum Beispiel Mürbeteigplätzchen begonnen wird. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen.

Die Ofentür sollte man während des Backvorgangs geschlossen halten, da sonst jedes Mal rund 20 Prozent der Wärme verloren geht. Ist das letzte Blech im Ofen, kann ungefähr nach der Hälfte der angegebenen Backzeit der Ofen ausgeschaltet werden. Das spart nicht nur Energie, sondern verhindert auch, dass die letzten Kekse anbrennen.

Weihnachten ist oft auch Reisezeit

Über Weihnachten stehen oft Besuche bei Freunden und Verwandten an. Wer das eigene Heim für einen längeren Zeitraum verlässt, sollte daran denken, alle heimlichen Energiefresser ganz einfach abzuschalten. Das bedeutet: Heizung und alle anderen Geräte können abgestellt werden und zwar völlig (kein Standby!). Für die Heizung gibt es aber eine Einschränkung: Wird das Zuhause nur ein paar Stunden verlassen, sollte die Temperatur nur heruntergeregelt werden. Sonst ist der Energieverbrauch zum Wiederaufheizen möglicherweise höher.

Auch beim Fahren selbst kann Energie gespart werden: Lassen sich Fahrgemeinschaften bilden oder können längere Strecken gar mit öffentlichen Verkehrsmitteln überwunden werden?

Energiesparende Geschenke

Natürlich muss man bei Geschenken an Weihnachten nicht knauserig einkaufen. Soll es aber eine Aufmerksamkeit aus der Elektrobranche sein, freut sich auch der Beschenkte, wenn es sich dabei nicht um einen Energiefresser handelt. Für viele Großgeräte sind Energielabel mittlerweile verpflichtend. Sie helfen Verbrauchern dabei, den Energieverbrauch schnell einzuschätzen. Daneben kann man beispielsweise zum Schutz der Umwelt überlegen, ob man nicht gleich wiederaufladbare Batterien dazu schenken möchte.

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