Stromverbrauch

Energie sparen zur Weihnachtszeit

Weihnachten ist die Zeit für Geschenke, leckeres Essen und eine gemütliche Beleuchtung in allen Formen. Gerade 2020 dürfen diese kleinen Freuden nicht fehlen. Wir geben unter anderem Tipps für eine stimmungsvolle und energiesparende Beleuchtung mit persönlicher Note.

08.12.2020, 12:02 Uhr
DekorierenNeben Lichterketten und Co. liefern auch Kerzen und dekorierte Gefäße stimmungsvolles Licht.© oksix/ Fotolia.com

Fenster, Balkone und Vorgärten erstrahlen zur Weihnachtszeit in ganz besonderem Licht. Das verbraucht aber auch eine Menge Strom. Ältere Lichterketten können tatsächlich so viel Strom verbrauchen, wie ein Kühlschrank der Energieeffizienzklasse A+++. Geht man beispielsweise von einer Lichterkette mit einer Leistung von 90 Watt aus, die 6 Wochen lang täglich 8 Stunden funkelt, verursacht das rund 9 Euro an Stromkosten. Lichterketten können also ganz schnell zu gigantischen Energiefressern werden. Es muss aber nicht immer elektronischer Licht sein, um eine festliche Beleuchtung zu schaffen.

Stimmungsvoll Energiesparen: Kerzen schnell dekorieren

An Weihnachten dürfen es nämlich ruhig auch mal kleinere gemütliche Lichtquellen sein. Unsere Bilderreihe gibt ein paar einfache Deko-Tipps, mit denen aus Kerzen etwas besonderes gezaubert werden kann.

  • Weihnachten Dekoration© Pflanzen-Tipps / AdobeStock

    Einmachgläser können mit allerhand Material aus der Natur gefüllt werden. Ein paar Tannenzapfen, ein Windlicht und farblich passenden Schleifen sorgen im Vorgarten und im Haus für eine festliche Stimmung.

  • Teelichter© Marina Lohrbach/ Fotolia.com

    Winterliche Laternen: Aus Pappkarton die Boden-und Deckelform herstellen, mit weißem Transparentpapier den passenden Schaft formen und mit beliebige Mustern aus dünnem Karton oder getrocknetem Laub bekleben.

  • Dekoration für Weihnachten © sp4764 / AdobeStock

    Der Adventskranz darf an Weihnachten für viele Menschen nicht fehlen. Den Kranz muss man aber nicht fix und fertig kaufen: Mit beispielsweise selbstgebackenen Keksen und Zimtstangen verleiht man dem Dekor eine persönliche Note.

Energie sparen bei der Beleuchtung

Beim Einsatz einer Lichterkette usw. sollte schon beim Kauf auf die Leistungsangaben auf der Packung geachtet werden. Wer noch eine alte Lichterkette nutzt, für den kann sich der Kauf einer neuen LED-Variante schnell bezahlt machen. Um herauszufinden, wie viel Strom die Lichterkette benötigt, wird die Leistung (in Watt) mit der Anzahl der Betriebsstunden multipliziert. Um den Verbrauch in kWh umzurechnen, muss der so erhaltene Wert durch 1.000 geteilt werden. Generell verbrauchen LED-Lichterketten am wenigsten, Lichtschläuche im Durchschnitt am meisten Strom.

Bei Außenbeleuchtungen sollte man aus Sicherheitsgründen stets auf die Symbole "spritzwassergeschützt" und "regenwassergeschützt" achten. Isolierungen und Lampenfassungen sollten vor dem ersten Einschalten überprüft werden. Eine schöne Alternative für draußen sind auch Solar-LED-Lichterketten. Die sind nicht nur umweltschonend, sondern sparen auch noch das wasserdichte Verlängerungskabel.

Beim Weihnachtsbaum kann auch bei der Beleuchtung gespart werden. Echte Kerzen als Weihnachtsschmuck stellen zwar ein höheres Sicherheitsrisiko dar, schenken aber auch eine ganz besondere Atmosphäre.

Tipps für die Weihnachtsbeleuchtung:

LED-Lichterketten statt Lichtschläuche

Zeitschaltuhren nutzen

Bei Außenbeleuchtung auf Sicherheit achten

Solar-Lichterketten nutzen

Kerzen anzünden

Energiespar-Tipps für die Weihnachtsbäckerei

Nicht nur die Festbeleuchtung sorgt an Weihnachten für einen Anstieg des Stromverbrauchs. Auch das Plätzchenbacken trägt seinen Teil dazu bei.

Vor dem Backen sollten alle nicht verwendeten Bleche und Roste aus dem Ofen genommen werden. Diese würden sonst unnützerweise mit aufgeheizt werden, was Energie vergeudet.

Der Ofen muss nicht vorgeheizt werden, wenn mit einer unempfindlichen Sorte wie zum Beispiel Mürbeteigplätzchen begonnen wird. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen.

Der Ofen muss nicht vorgeheizt werden, wenn mit einer unempfindlichen Sorte wie zum Beispiel Mürbeteigplätzchen begonnen wird. Zusätzlich hilft die Umluftfunktion beim energiesparenden Backen.

Die Ofentür sollte man während des Backvorgangs geschlossen halten, da sonst jedes Mal rund 20 Prozent der Wärme verloren geht. Ist das letzte Blech im Ofen, kann ungefähr nach der Hälfte der angegebenen Backzeit der Ofen ausgeschaltet werden. Das spart nicht nur Energie, sondern verhindert auch, dass die letzten Kekse anbrennen.

Energie sparen beim Backen:

Nicht verwendete Bleche aus dem Ofen nehmen

Bei Mürbeteig muss nicht vorgeheizt werden

Umluftfunktion nutzen

Ofentür beim Backen geschlossen halten

Nachwärme nutzen

Energiesparende Geschenke

Natürlich muss man bei Geschenken an Weihnachten nicht knauserig einkaufen. Soll es aber eine Aufmerksamkeit aus der Elektrobranche sein, freut sich auch der Beschenkte, wenn es sich dabei nicht um einen Energiefresser handelt. Für viele Großgeräte sind Energielabel mittlerweile verpflichtend. Sie helfen Verbrauchern dabei, den Energieverbrauch schnell einzuschätzen. Daneben kann man beispielsweise zum Schutz der Umwelt überlegen, ob man nicht gleich wiederaufladbare Batterien dazu schenken möchte. Ungewöhnlich, aber sicherlich nützlich ist ein Strom- oder Gas-Gutschein von Energieversorger. Den gibt es beispielsweise 2019 bei den Hertener Stadtwerken für Bestandskunden.

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