E-Mobilität

Elektroautos als Gebrauchtwagen – Eine Marktübersicht

Jährlich kommen in Deutschland immer mehr Elektroautos auf den Markt. Sie geben nicht nur die Antwort auf die Feinstaubbelastung, sondern garantieren eine leise Fahrt und günstige Unterhaltskosten. Die Auswahl reicht von rein batteriebetriebenen Modellen über Plug-in-Hybride bis hin zu Fahrzeugen mit Wasserstoffantrieb.

elektrotankstelle© Petair/ Fotolia.com

Im Vergleich zu Neuwagen, deren Anschaffungspreise noch ziemlich hoch sind, wächst der Markt für gebrauchte Modelle kontinuierlich. Preislich sind diese weitaus erschwinglicher und auch die Auswahl lässt keineswegs zu wünschen übrig.

Von Nissan Leaf bis Tesla S: Große Auswahl für Umsteiger

Soll der alte Gebrauchtwagen mit Kraftstoffantrieb weg, weil er zu viel verbraucht und der Umwelt keinen Gefallen tut, lohnt sich ein Umstieg auf eine ökologisch freundlichere Variante. Das alte Auto vorher kostenlos bewerten zu lassen , ist sinnvoll. Dadurch erhält der Autobesitzer eine erste Orientierung, mit welchem Preis er für seinen Wagen rechnen kann. Der Verkaufserlös kann anschließend in den Kauf eines gebrauchten Elektroautos investiert werden - beispielsweise in einen Nissan Leaf. Das 2012 in Deutschland eingeführte Elektroauto gilt als eines der Begehrtesten unter den emissionsfreien Fahrzeugen. Laut Herstellerangaben schafft das aktuelle Modell des elektrisch betriebenen Kompaktwagens eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern und kommt auf eine Höchstgeschwindigkeit von 144 Kilometern pro Stunde. Die Reichweite wird demnach durch die aktuelle 40 kWh starke Lithium-Ionen-Batterie ermöglicht, welche ungefähr eine halbe Stunde benötigt, um zu 80 Prozent geladen zu werden. Dies sei jedoch nur mit der Schnellladeoption möglich und kann nur mit Hilfe des CHAdeMO DC-Schnellladeanschlusses erreicht werden. Die unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers liegt hier bei 31.950 Euro. Die Visia-Version des Fahrzeugs mit 24 kWh, Baujahr 2016, bekommt man laut ADAC als Gebrauchtwagen im Durchschnitt bereits für 15.650 Euro (inkl. Batteriemiete).

Preiswerter kommen Autofahrer mit einem Renault Zoe weg. Laut Testberichten, unter anderem auf autobild.de, fährt das Elektroauto mit einer Batteriekapazität von 22 kWh etwa 150 Kilometer weit, ohne den Akku aufladen zu müssen. Der Renault Zoe benötigt laut Herstellerangaben je nach Ladeoption zwischen zwei und 13 Stunden, um wieder auf volle 100 Prozent zu kommen. Erhältlich ist das E-Mobil im Durchschnitt gebraucht für 15.350 Euro. Ebenfalls inklusive Elektromotor, aber besonders bei Fahrern beliebt, die auf Benzin nicht ganz verzichten wollen, ist der Toyota Prius IV. Der Hybrid kombiniert den 53-68 kW Elektromotor, mit einem 1,8 Liter Ottomotor.

Ein für seine beispiellose Leistung bekanntes Elektroauto ist der Tesla S. Nicht nur als Neuwagen ist der luxuriöse Wagen teuer, sondern auch gebraucht erst ab 62.100 Euro erhältlich. Die Luxuslimousine gilt seit ihrer Einführung als das meistgesuchte E-Fahrzeug. Ob Nissan, Renault, Tesla, Smart oder Volkswagen - trotz umweltschonender Technik und beachtlicher Fahrleistung ist der Anschaffungspreis nicht die einzige Investition, die auf den Besitzer zukommt.

Laufende Kosten durch Batteriemiete

Elektroauto laden Die Wertminderung aufgrund der nachlassenden Akkuleistung der Batterie muss berücksichtigt werden. © Smile Fight / shutterstock.com

Wer mit seinem Elektroauto fahren will, braucht einen Akku, der den Wagen am Laufen hält. Dieser macht auch den wesentlichen Anteil des Fahrzeugwertes aus. Durch das häufige Laden und Entladen nimmt die Leistung der Batterie ab, womit automatisch eine Wertminderung des Autos einhergeht. Der Austausch der Batterie ist in der Regel kein Problem. Ganz ohne Kostenaufwand bleibt das Ganze jedoch nicht.

Beim City Flitzers smart fortwo electric drive, kommt neben den Kosten für den Kauf und den herkömmlichen Unterhaltungskosten wie die Haftpflichtversicherung noch die Miete für die Batterie hinzu. Ob die monatliche Batteriemiete im Preis des gebrauchten Autos inbegriffen ist, sollte vor dem Kauf geprüft werden. Nicht selten werden die zusätzlichen Unterhaltskosten, die durch die Batteriemiete anfallen, versteckt. Für den auf Lithium-Ionen-Technologie basierende Akku, müssen monatlich 65 Euro Mietkosten gezahlt werden. Darin enthalten ist bereits die Wartung der Batterie und kommt es zu einem Defekt, wird sie kostenlos ersetzt.

Wer sich allerdings die Kosten für die Miete sparen will, hat bei einigen Fahrzeugen die Möglichkeit, die Batterie aus dem Batteriemietvertrag, der beim Kauf mit abgeschlossen wird, zum Zeitwert herauszukaufen. Diese Option bietet unter anderem Nissan bei seinem Leaf an. Hier müssen jedoch einmalig zwischen 1.000 und 6.000 Euro ausgegeben werden.

Fazit: Elektroautos wie Teslas Model S, der Renault Zoe oder auch der BMW i3, der durch sein extrovertiertes Design glänzt, bieten mit ihrem umweltfreundlichen Auftritt und ansprechender Technologie Autofahrern einen Anreiz, auf ein E-Fahrzeug umzusteigen. Auch die im Vergleich niedrigeren Gesamtkosten bei diversen Elektrofahrzeugen machen die grünen PKW für den Autokauf interessant. Laut einer Analyse von focus.de war China mit ca. 200.000 Neuzulassungen im ersten Halbjahr 2017 der absolute Spitzenreiter für E-Autos auf dem heimischen Markt. Deutschland konnte im gleichen Zeitraum seinen Marktanteil von 0,6 auf 1,3 Prozent erhöhen. Die Zahl der Neuzulassungen elektrisch betriebener Autos steigt hierzulande immer weiter, ebenso wie sich der Gebrauchtwagenmarkt für E-Fahrzeuge stetig weiterentwickelt. Wer also preiswert elektrisch mobil sein will, sollte auf dem Markt die Augen offenhalten. An Angeboten mangelt es definitiv nicht.

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