Balkonsanierung

Wärmeleck Balkon: So verhindert man Energieverluste

Ein Balkon wird vorwiegend an warmen Tagen genutzt. Was auf, über und unter dem Vorbau vonstatten geht, sollten seine Besitzer aber auch an kühleren Tagen im Auge behalten. Über den Balkon kann beispielsweise Heizenergie verloren gehen.

Richtig Lüften© raven / Fotolia.com

Düsseldorf (red) - "In Räumen unter einem Balkon drohen unter Umständen Feuchtigkeit und Schimmelbefall. Außerdem kann über den Balkon eine erhebliche Menge an Heizenergie verloren gehen", erklärt die Verbraucherzentrale NRW. Sie gibt Tipps, wie Balkonbesitzer Energie sparen und Komfort gewinnen können.

Energieverlusten einen Riegel vorschieben

Mit ihrer Glasfläche und möglichen Undichtigkeiten kann die Balkontür ein Wärmeleck sein. Zudem ist der Durchgang häufig schmal und mit Schwellen oder Stufen verbunden. Eine neue, luftdicht eingebaute Tür mit Wärmeschutzverglasung minimiert Energieverluste. Gleichzeitig kann der Austausch Sicherheit und Komfort steigern: Breite Türen mit starken Verriegelungen halten ungebetene Gäste fern, während ihre nahezu schwellenfreie Bauweise den Bewohnern einen bequemen Durchgang ermöglicht.

Der Wärme keine Brücke bauen

Die Balkonplatte ist in vielen Altbauten die Verlängerung einer Geschossdecke und damit eine Wärmebrücke. Darüber geht zum einen Heizenergie verloren. Zum anderen führt das kalte Bauteil zu ebenfalls kühlen Stellen an Wänden und Decken angrenzender Räume. Dort droht in der Heizperiode Tauwasser- und in der Folge Schimmelbildung. Wer solche Probleme feststellt, sollte Expertenrat einholen. In manchen Fällen schafft eine fachgerecht angebrachte Innendämmung Abhilfe. Müssen Bodenbelag, Putz und Balkonbrüstung ohnehin erneuert werden, ist auch das Dämmen der Balkonplatte eine Möglichkeit. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom Einzelfall ab.

Seenlandschaft trocken legen

Regenwasser, das sich auf dem Balkon staut, kann einsickern und die Bausubstanz beschädigen. Wer dauerhaft Pfützen auf dem Balkon hat, sollte deshalb den Ablauf überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. Die Oberfläche der Balkonplatte sollte zudem wasserdicht sein.

Stolperfallen einebnen

Ein aufgeständerter Boden, etwa aus Holz, sorgt auch ohne Türaustausch zumindest auf der Außenseite für stolperfreie Bewegungsfreiheit. Wichtig: Wird das Bodenniveau erhöht, muss unter Umständen auch die Geländerhöhe angepasst werden.

Abriss in Betracht ziehen

Weil für Dämmung, Abfluss, Boden, Geländer und Schönheitsreparaturen einige Kosten zusammenkommen, sollten sanierungswillige Balkonbesitzer auch einen Abriss in Erwägung ziehen. Denn neue Balkone werden so angebracht, dass keine Wärmebrücken entstehen, und können innen und außen schwellenfrei und komfortabel gestaltet werden.

Fassadendämmung bedenken

Wer einen neuen Balkon an ein Haus ohne Fassadendämmung anbringt, sollte die spätere Montage einer Dämmung schon mit einplanen. Der nachträglich angebrachte Wärmeschutz kann sonst Komfort und Bewegungsfreiheit auf dem Balkon schnell wieder schmälern, indem er die Nutzfläche verkleinert. Für die Verankerung eines neuen Balkons sollte ein Haltesystem eingesetzt werden, das keine Wärme überträgt. Im Idealfall nehmen Hausbesitzer die Projekte Balkon und Fassadendämmung gleichzeitig in Angriff.

Für Baumaßnahmen am Balkon, die Barrieren reduzieren oder die Energieeffizienz steigern, gibt es verschiedene Förderkredite.

Ausführliche Infos zum Thema Strom
  • Heizkostenabrechnung

    Nebenkosten

    Nebenkosten: Was Mieter wissen sollten

    Die Nebenkosten-Abrechnung ist für die meisten Mieter ein Graus. Es gibt sowohl von Seiten der Vermieter als auch der Mieter bestimmte Rechte und Pflichten. Wir haben einige wesentliche Fakten zusammengestellt.

  • Aktienkurs

    Negative Strompreise

    Negative Strompreise: Ursachen und Auswirkungen

    Negative Strompreise an der Börse sind keine Neuheit, kommen aber im Zuge der Energiewende häufiger vor. Sie entstehen, wenn es zu einem großen Gefälle zwischen Stromangebot und Nachfrage kommt.

  • Ökostrom

    Mieterstrom

    Mieterstrom: Ökoenergie vom Dach des Vermieters

    Dank Mieterstrom können auch Bewohner von Mietwohnungen und –häusern von örtlich erzeugtem Ökostrom profitieren. Solche Modelle werden von der Bundesregierung unterstützt. Was sind die Vor- und Nachteile?