Richtig informiert für den Photovoltaik-Vergleich

Mono- oder Polykristalline Solarzellen, Netzeinspeisung oder Eigenverbrauch, Stromspeicher oder nicht: Vor der Anschaffung einer Photovoltaikanlage stehen Käufer vor etlichen Entscheidungen, die besser nicht ohne Fachmann getroffen werden sollten. Auf Strom-Magazin.de gibt es neben ersten Informationen und Tipps auch einen Photovoltaik-Vergleich für den Angebotsvergleich.

Photovoltaik-Vergleich: Hilfe bei der Suche nach einem Fachhändler

Beim Photovoltaik-Vergleich werden zunächst einmal die zentralen Fragen geklärt, um dann passende Fachhändler zu ermitteln. Vor der Nutzung sollte deshalb schon einmal feststehen, ob der Strom komplett selbst genutzt oder auch ins Netz eingespeist werden soll. Weiterhin wird abgefragt, wann der Strom zum größten Teil gebraucht wird und ob die Anlage auf einem Dach oder einer Freifläche installiert werden soll. Informationen und Tipps hierzu und zu anderen relevanten Fragen gibt es im unteren Bereich dieser Seite.

Sind die Entscheidungen gefällt, kann dann mit dem Photovoltaik-Vergleich nach entsprechenden Partnern gesucht werden. Für den Angebotsvergleich werden dann mindestens drei Fachhändler ermittelt.

Was für Solaranlagen gibt es überhaupt?

Vom Grundprinzip her sind alle Solaranlagen zur Stromerzeugung sehr ähnlich. Auf einem Dach oder einer Freifläche sind Solarmodule aufgebaut, die in den allermeisten Fällen an das Stromnetz angeschlossen sind. Dazwischen befindet sich ein Wechselrichter, der den Gleichstrom aus den Modulen in Wechselstrom verwandelt. Ganz anders aufgebaut sind Solarthemie-Anlagen, bei denen es um Wärme- und nicht um Stromerzeugung geht.

In der Qualität unterscheiden sich die Photovoltaikanlagen hauptsächlich anhand der Solarzellen, genauer an dem Halbleitermaterial, das in den Anlagen verbaut ist und das Licht in Strom umwandeln. Dazu kommen Siliziumkristalle zum Einsatz. Hier gibt es drei unterschiedliche Variationen: monokristalline und polykristalline Module sowie Dünnschichtzellen.

Polykristalline Module werden bevorzugt gekauft, weil hier oft ein gutes Preis-Leistungsverhältnis vorliegt. Dabei geht es um die Leistung der Module, die übrigens in Kilowatt-Peak (kWp) ausgedrückt wird. Monokristalline Module haben einen höheren Wirkungsgrad, sind aber auch teurer. Dünnschichtmodule können aus unterschiedlichen Materialien gefertigt werden. Oft sind sie günstiger, weisen dafür aber auch einen deutlich geringeren Wirkungsgrad aus als mono- oder polykristalline Solarmodule.

Für den Photovoltaik-Vergleich ist die Wahl der Solarzellen im Zusammenhang mit dem vorhandenen Budget und der zur Verfügung stehenden Fläche entscheidend. Monokristalline Solarmodule eignen sich z.B. gut für kleine Dachflächen, weil mit weniger Modulen mehr Solarstrom erzeugt werden kann. Steht hingegen eine große Fläche zur Verfügung kann mit Modulen mit einem geringeren Wirkungsgrad ebenfalls effektiv Strom erzeugt werden.

Kilowatt-Peak: Die Leistung von Solarzellen (Extra-Infobox)

Wie stark die Leistung einer Photovoltaikanlage ist, hängt von den Modulen ab. Deren Ertrag wiederum wird in Kilowatt-Peak (kWp) angegeben. Dabei handelt es sich aber um einen theoretischen Wert, weil in Deutschland nicht überall dieselben Lichtverhältnisse herrschen und die Angaben unter Testbedingungen gemessen werden. Mit dem kWp-Wert lassen sich schon einmal Module desselben Typs miteinander vergleichen. Will man die Leistung einer Anlage insgesamt beurteilen, muss errechnet werden, wie viel kWp auf einer bestimmten Fläche erreicht werden können oder umgekehrt, wie viele Module benötigt werden, um 1 kWp zu erzielen. Allein die kWp-Angabe reicht folglich nicht aus, um etwas über die Leistung einer gesamten Anlage auszusagen.

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Eigenverbrauch und Einspeisung: Eine individuelle Entscheidung

Leider lässt sich die Frage, ob sich der Eigenverbrauch gegenüber der Einspeisung ins Netz mehr lohnt, nicht pauschal beantworten. Hier spielt natürlich mit ein, wie groß die Anlage ist, wie viel Solarstrom produziert wird, wie hoch der Verbrauch ist und wann die Anlage installiert wurde. Laut dem Bundesverband der Solarwirtschaft gilt: Ist die Einspeisevergütung - also der Betrag, der pro Kilowattstunde an Strom, der ans öffentliche Netz abgegeben wurde, ausgezahlt wird - höher als der aktuelle Strompreis des Energieversorgers, dann lohnt sich die Einspeisung gegenüber dem Eigenverbrauch eher. Wurde die Solaranlage vor 2009 installiert, macht es dem Verband zufolge sogar mehr Sinn, den Strom komplett ins das Stromnetz einzuspeisen, weil zu diesem Zeitpunkt die Einspeisevergütung vergleichsweise hoch war. Anlagenbetreiber, die die Phototvoltaikanlage zwischen Januar 2009 und März 2012 angeschlossen haben, erhalten Geld für den Eigenstromverbrauch. Dabei spielt es keine Rolle, wann der Eigenverbrauch begonnen wird.

Argumente, die für den Eigenverbrauch sprechen, sind die Folgenden:

  • Einspeisevergütung sinkt
  • Anschaffungspreis für Stromspeicher geht zurück
  • Kauf eines Stromspeichers wird staatlich gefördert
  • Steigerung der Energieautarkie

Lohnt sich die Anschaffung eines Stromspeichers?

Ein Stromspeicher macht nur dann Sinn, wenn man den Solarstrom für den eigenen Haushalt nutzen möchte. Bei der Netzeinspeisung gibt man schließlich den überschüssigen Solarstrom ab. Mit einem Stromspeicher kann dann der Eigenverbrauch gesteigert werden. Sind beispielsweise die meisten Hausbewohner über den Tag gar nicht vor Ort, kann der Strom, der im Laufe des Tages produziert wird, auch abends genutzt werden. Das gilt natürlich auch insgesamt für die Jahreszeiten, an denen weniger die Sonne scheint und damit insgesamt weniger Strom produziert wird.

Aber rechnet sich der Kauf oder ist es günstiger, bei Stromknappheit den Strom über einen Energieversorger zuzukaufen? Dank technischer Weiterentwicklungen sinken die Preise für Speicher immer weiter. Vor allem sind auch kleine Speicher günstiger zu haben. Bei der Rechnung, ob sich das Speichern gegenüber dem Stromzukauf lohnt, wird es kompliziert. Dafür muss ermittelt werden, wie viel die Kilowattstunde (kWh) gespeicherter Energie kostet, um diesen Wert dann mit dem Preis für eine kWh beim Stromanbieter zu vergleichen.

Hier hilft folgende Formel:

Anschaffungspreis (Stromspeicher)
Nennkapazität x Entladetiefe x Anzahl der Vollzyklen x Wirkungsgrad

Die Entladetiefe und der Wirkungsgrad werden in Prozent angegeben und müssen für die Berechnung in eine Dezimalzahl umgerechnet werden (z.B. 96 Prozent = 0,96). Das Ergebnis ist dann der Preis pro kWh in Euro.

Worauf sollte man beim Vergleich von Stromspeichern achten?

Der Stromspeicher sollte sich für den Verbrauch des jeweiligen Hauses eignen und möglichst effizient arbeiten. Man sollte sich also vorher darüber Gedanken machen, wie viel Strom gespeichert werden soll. Die Leistung eines Stromspeichers zeigt sich insbesondere über die Kennzahlen zu Wirkungsgrad, Nennkapazität und Zyklenzahl.

Nennkapazität: Die Nennkapazität gibt an, wie viel Strom die Batterie speichern kann. Hierbei handelt es sich aber um einen theoretischen Wert, weil Speicher nicht komplett entladen werden dürfen.

Wirkungsgrad: Der Wirkungsgrad zeigt an, wie viel von der gespeicherten Energie noch übrig bleibt. Je höher der Wert, desto besser natürlich. Wirkungsgrad bis zu 90 Prozent sind durchaus möglich.

Entladungstiefe: Über diese Zahl erfährt man, wie viel Strom maximal entnommen werden darf. Die Angabe erfolgt in Prozent.

Zyklenzahl: Dabei geht es darum, wie oft der Speicher mit Energie vollgeladen werden kann.

Für wen macht eine Photovoiltaikversicherung Sinn?

Eine Photovoiltaikversicherung kann durchaus sinnvoll sein. Anders als viele glauben deckt nämlich die Wohngebäudeversicherung oft nur einen Teil der Schäden ab, die bei einer Solaranlage auftreten können. Eine spezielle Versicherung bietet dagegen einen umfassenderen Schutz und enthält beispielsweise auch zusätzlich eine Montageversicherung. Ganz besonders diejenigen, die ihre Photovoltaikanlage gar nicht auf dem eigenen Dach installieren, macht eine zusätzliche Versicherung Sinn. In unserem Ratgeber zur Photovoltaik-Versicherung (https://www.strom-magazin.de/ratgeber/photovoltaik-versicherung/) verraten wir noch mehr zu diesem Thema.

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