FAQ Photovoltaik - Das muss man als Selbsterzeuger wissen

Wenn es darum geht, selbst Strom zu erzeugen, entscheiden sich viele Deutsche für die Solaranlage. An erster Stelle sollte hier eine Begriffsklärung erfolgen: Wird mit einer Solaranlage Strom produziert, dann spricht man von Photovoltaik. Soll mit Hilfe einer Solaranlage warmes Wasser erzeugt werden, dann ist von der Solarthermie die Rede. In Folgendem finden Sie alle wichtigen Informationen rund um das Thema Photovoltaik.

Photovoltaikanlage installieren: Erste Schritte für die Planung

Wer eine Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach installieren möchte, der sieht sich zunächst mit allerhand Fragen konfrontiert. Rechnet sich die Anlage auf dem eigenen Dach oder sollte sie besser auf der Garage platziert werden? Welche Kosten kommen auf mich zu? Wie groß darf die Anlage sein? Und gibt es Zuschüsse, mit denen die Finanzierung einfacher wird?

Ganz generell kann die Photovoltaikanlage natürlich mehr Strom produzieren, je mehr Sonnenlicht auf die Solarzellen fällt. Um dafür den besten Standort zu wählen, spielt beispielsweise die Ausrichtung des Daches eine große Rolle. Generell könnte man dann am meisten Strom erzeugen, wenn das Dach nach Süden zeigt. Das hängt aber davon ab, wie man die Sonnenenergie später nutzen will. Experten des Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) etwa raten dazu, die zu produzierende Strommenge an dem Eigenverbrauch festzumachen, weil die Einspeisevergütung tendenziell sinkt. Befolgt man diesen Rat, bietet sich dann eher die Ausrichtung der Photovoltaikanlage nach Osten oder Westen an.

Auf einen Blick

    Hier erfahren Sie unter anderem:

    • wie Sie eine Solaranlage planen
    • wo Sie Angebote von Fachhändlern erhalten
    • welche Möglichkeiten zur Speicherung es gibt
    • wofür ein Wechseltrichter gebraucht wird
    • ob Einspeisung oder Eigenverbrauch sinnvoll ist
    • welche Fördermöglichkeiten es gibt

    Was bedeutet Photovoltaik?

    Unter Photovoltaik versteht man eine Art der Stromerzeugung. Dabei ist hier die direkte Umwandlung von Lichtenergie in elektrische Energie per Solarzellen gemeint. Heutzutage wird sie verstärkt zur Stromerzeugung aus Sonnenlicht eingesetzt. Zu finden ist die Technik unter anderem auf Dachflächen, Parkscheinautomaten, Taschenrechnern und Freiflächen. Außerdem ist diese Form der Energiegewinnung seit 1958 in der Raumfahrt implementiert. Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik, welche die weitere technische Nutzungen der Sonnenenergie, wie die Solarthermie zur Warmwassererzeugung, einschließt.

    Solarenergie

    Die Solaranlage richtig planen

    In unserem Ratgeber geben wir Tipps und Hinweise zur richtigen Planung der Solaranlage.

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    Ökostrom

    Der Photovoltaik-Vergleich

    Mit unserem Vergleich erhalten Sie einfach, unverbindlich und kostenlos Angebote von Fachhändlern.

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    Der Solarstrom-Speicher

    Ein Speicher für den Photovoltaikstrom ist mittlerweile unerlässlich, wenn es um den Eigenverbrauch geht.

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    Solarzellen und Wechselrichter: Was muss beachtet werden?

    Daneben spielt bei der Planung auch der Aufbau des Daches eine Rolle. Wie effektiv die Stromerzeugung mit der Photovoltaik ist, hängt nämlich auch davon ab, in welchem Winkel das Licht auf die Solarmodule und Solarzellen trifft. In diesem Zusammenhang spricht man auch vom Wirkungsgrad. Damit wird ausgedrückt, wie viel der Sonnenenergie letztendlich in Strom umgewandelt wird. Einen besonders hohen Wirkungsgrad kann mit hybriden Solarzellen erreicht werden (40 Prozent). Die Regel sind aber eher Wirkungsgrade von rund 20 Prozent.

    Ob sich die Photovoltaikanlage auf dem eigenen Dach überhaupt lohnt, ermittelt unser Photovoltaik-Rechner kostenlos und unverbindlich.

    Wenn es um zentrale Komponenten wie Module oder Solarzellen geht, dann sollte auch kurz das Stichwort Wechselrichter fallen. Dieser ist nämlich eine wesentliche Komponente der Solaranlage. Mit dem Wechselrichter wird Gleichstrom in Wechselstrom umgewandelt. Ein wichtiger Tipp: Um Leistungsverluste zu vermindern, sollte man den Wechselrichter möglichst nahe an den Modulen anbringen.

    Wichtig beim Solarstrom: Einspeisung oder Eigenverbrauch?

    Wie bereits erwähnt, sinkt die Vergütung für die Einspeisung von Solarstrom in das öffentliche Netz tendenziell. Die Strompreise aber werden immer teurer. Hinzukommt, dass die Stromerzeugung mit der Photovoltaikanlage selbst Energie verbraucht. Alle Faktoren liefern Gründe, bei der Stromerzeugung eher auf den Eigenverbrauch zu setzen. Und das gilt 2016 auch als Trend bei der Planung einer Anlage. Um möglichst viel von dem selbsterzeugten Sonnenstrom selbst nutzen zu können, wird ein Speicher für die Photovoltaikanlage benötigt.

    Für den Eigenverbrauch muss aber auch gezahlt werden und zwar an EEG-Umlage. Es gibt jedoch Ausnahmeregeln. Vollständig befreit von der EEG-Umlagenpflicht sind etwa Stromerzeugungsanlagen höchstens 10 Kilowatt Leistung mit höchsten 10 Megawattstunden selbst verbrauchten Stroms pro Kalenderjahr.

    Wer die Sonnenenergie grundsätzlich ins Netz einspeist, für den ergeben sich wiederum größere steuerliche Vorteile, wenn weniger als 17.500 Euro im Jahr an Umsatz gemacht werden. Dann kann man sich nämlich als Kleinunternehmer anmelden. Das hat den Vorteil, dass man (verkürzt gesprochen) die Umsatzsteuer zurückerstattet bekommt. Aber auch generell kann als Solarstrom-Erzeuger über die Steuererklärung Geld gespart werden. So können beispielsweise die Kosten für den Kauf der Anlage als Betriebsausgabe bei der Steuer geltend gemacht werden. Das gleiche gilt auch für Reparaturarbeiten sowie unter Umständen auch Umbauten am Dach.

    Übrigens wird im Zusammenhang mit Photovoltaikanlage auch von einem "anderen" Eigenverbrauch gesprochen, nämlich von dem Anteil an Energie, den die Anlage selbst zur Stromerzeugung benötigt. Ist von der Energiebilanz die Rede, werden Energieverbrauch und Energieverbrauch der Anlage miteinander verglichen.

    Förderung Solarenergie

    Die Möglichkeiten der Förderung

    Für die Photovoltaikanlage greifen verschiedene Fördermechanismen. Wir geben eine Übersicht.

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    Stromkosten

    Die Einspeisevergütung

    Bei Nicht-Selbstnutzung des selbsterzeugten Stromes greift die Einspeisevergütung. Wir zeigen die Vor- und Nachteile auf.

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    Fördermöglichkeiten bei der Photovoltaik: Einspeisevergütung und zinsgünstige Kredite

    Eine Form der Förderung der Photovoltaik in Deutschland findet sich in der sogenannten "Einspeisevergütung". Diese ist ein zentraler Bestandteil des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes. Mit der Einspeisevergütung erhalten Selbsterzeuger von Solarstrom Geld für die Einspeisung des Stroms in das öffentliche Stromnetz. Die Höhe der Einspeisevergütung richtet sich nach dem Zeitpunkt, an dem die Anlage ans Netz gegangen ist und bleibt dann 20 Jahre lang konstant. Und auch die Größe der Anlage bestimmt die Höhe der Vergütung. Die jeweils geltenden Fördersätze legt die Bundesnetzagentur in jedem Quartal neu fest. Die Höhe ist dabei von der Summe der installierten Leistung aller geförderten Photovoltaik-Anlagen abhängig.

    Weiterhin gibt es Fördermöglichkeiten beim Kauf einer Photovoltaik-Anlage und auch etwa für die Nachrüstung eines Batteriespeichers. Dazu bietet etwa die kfw-Bank unterschiedliche Darlehen mit vergünstigen Zinsen an. Daneben gibt es auch regionale Förderprogramme, über die man sich bestenfalls bei der Stadt-oder Gemeindeverwaltung informieren kann. Auch einige Energieversorger unterstützen den Bau einer Photovoltaikanlage.

    Solarenergie

    Definition: Solaranlage

    Was bedeutet der Begriff Solaranlage? Strom-Magazin.de erklärt ausführlich und aktuell.

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    Stromvertrag

    Die Photovoltaik-Versicherung

    Die Photovoltaik-Versicherung greift bei Schäden an Modulen und bietet Sicherheit für die Besitzer.

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    Photovoltaik

    Definition: Photovoltaik

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