Nachtstrom braucht eigenen Stromzähler

Um einen Nachtstromtarif nutzen zu können, wird ein Zweitarifzähler oder ein zweiter Stromzähler benötigt, damit Heizstrom und Haushaltsstrom getrennt voneinander erfasst werden können und der Stromverbrauch am Tage sowie der in der Nacht separat erfasst und abgerechnet werden kann. Hier gibt es, was die Stromzähler betrifft, mehrere Möglichkeiten.

  • Der Strom für die Heizung und der Haushaltsstrom werden über zwei Zähler erfasst. Der Heizstrom wird dann über einen Doppeltarifzähler (mit Hauptzeit und Nebenzeit) oder einen Eintarifzähler erfasst.
  • Haushaltsstrom und Heizstrom laufen über den gleichen Zähler. Auch hierbei handelt es sich dann um einen Doppeltarifzähler, mit dem der Strom in Haupt- und Nebenzeit gemessen werden kann.

Für Stromzähler wird ein monatlicher Grundpreis bzw. eine Zählergebühr fällig. So kann es vorkommen, dass die Gebühr für einen Zweitarifzähler meist höher ist als für einen einfachen Zähler. Zu welchen Uhrzeiten der Nachtstromtarif gilt, ist vom Nachtstromanbieter abhängig. Oft gilt die Nebenzeit von etwa 22 bis 6 Uhr und je nach Stromanbieter auch am Wochenende.

Nachtstrom: Tarife vergleichen, wechseln und Geld sparen!

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Anbieterwechsel mit Nachtstrom

Nachtstrom-Tarife werden nicht mehr nur von Lokalversorgern angeboten, andere Stromanbieter unterscheiden teilweise ebenfalls zwischen Tag- und Nachtstrom oder Hoch- und Niedertarif. Die Auswahl ist dennoch weniger groß als bei einem "normalen" Stromtarif. Kunden mit einem Nachtstrom-Tarif könnten trotzdem alternativ den Wechsel in einen reinen Hauptzeittarif prüfen. Es ist möglich, dass ein reiner Hauptzeittarif insgesamt günstiger ist als HT/NT-Tarif. Ob der aktuelle Tarif wirklich rentabel ist, können Nachtstrom-Kunden mit unserem Stromrechner herausfinden.

Pläne zur Abschaffung von Nachtspeichern wieder gekippt

Das Heizen mit Nachtspeicheröfen ist aufgrund der gestiegenen Strompreise nicht nur teuer, sondern auch ineffizient. Daher hatte die Bundesregierung eigentlich schon das Ende für Elektroheizungen besiegelt. Der zweiten Novelle der Energieeinsparverordnung zufolge sollten die klimaschädlichen Nachtspeicherheizungen nur noch bis Ende 2019 eingesetzt werden dürfen. Von der Regelung waren jedoch keine Eigenheimbesitzer betroffen, sondern nur Eigentümer von Häusern mit mehr als fünf Haushalten. Das Verbot wurde 2013 wieder gekippt.

Man sollte früher oder später trotzdem über den Austausch der alten Nachtspeicherheizung nachdenken, denn mit Nachtstrom zu heizen wird wohl auch in Zukunft nicht billiger werden. Der Umstieg auf eine moderne Heizung in Kombination mit erneuerbaren Energien wird zum Teil auch über das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle und über die Kfw-Bank gefördert. Eine Alternate zur Nachtspeicherheizung stellt die Wärmepumpe dar. Obwohl das Heizsystem auch Strom benötigt, wird ein sehr viel größerer Anteil an Wärmeenergie gewonnen und dabei dennoch weniger Strom verbraucht.

Infos zu Nachtstrom und Heizen mit Strom
  • Nachtstrom

    Tag- und Nachtstrom

    Stromtarife nach Uhrzeit: Tag- und Nachtstrom

    Ein Relikt aus den 70er Jahren ist der Tag- und Nachtstrom. Warum zwei Tarife nach Tageszeit getrennt werden, wer heute noch von Tag- und Nachtstrom profitiert und woher das ganze überhaupt kommt, erfahren Sie hier!

  • Heizung

    Nachtspeicherheizung

    Die Nachtspeicherheizung im Wandel der Zeit

    Die Nachtspeicherheizung hat einen eher schlechteren Ruf. Das liegt hauptsächlich daran, dass sie Strom zum Heizen verbraucht und dadurch im Vergleich zu anderen Heizsystemen als unrentabel gilt. Wer nicht umstellen mag, profitiert immerhin von einer steigenden Anzahl an Anbietern.

  • Zähler ablesen

    Stromheizung

    Stromheizung: Verbrauch und Anbieter prüfen

    Bei der Stromheizung denkt man sofort an horrende Preise. Das muss aber nicht unbedingt der Fall sein. Denn mit der Liberalisierung des Strommarktes gibt es auch hier immer mehr Stromanbieter, so dass ein Wechsel aus der häufig teuren Grundversorgung kein Problem mehr darstellt.