Wärmeschutzfenster

Mit Wärmeschutzfenstern Heizkosten sparen

Wärmeschutzfenster lassen durch ihre Beschaffenheit weniger Wärme aus dem Haus oder der Wohnung nach draußen dringen. Das kann zusammen mit einer guten Dämmung helfen, die Heizkosten zu reduzieren. Welche Ausführungen gibt es hier?

FensterWärmeschutzfenster gibt es mit zwei- und dreifacher Schutzverglasung.© thingamajiggs / Fotolia.com

Wärmeschutzfenster können die Wärmeverluste in der Wohnung reduzieren. Sie helfen so wirkungsvoll, Heizkosten zu sparen. Deshalb kann sich die Investition in moderne Fenster lohnen. Es gibt unterschiedliche Varianten in Material und Ausstattung, was sich in der Ästhetik, in der Funktion und auch im Preis bemerkbar macht. Daher ist es wichtig, bei der Planung die verschiedenen Details zu vergleichen.

Früher Einfachverglasung - heute Wärmeschutzglas

Beim Wärmeschutz für Fenster erleben wir einen rasanten Fortschritt. Vor 50 Jahren waren Fenster in Deutschland meist noch einfach verglast. Die Wärmedurchlässigkeit, bezeichnet als U-Wert, lag damals bei etwa 5,5 W/m²K (Watt pro Quadratmeter und Kelvin).

Mit der modernen zwei- und dreifachen Wärmeschutzverglasung lässt sich die Wärmedämmung bedeutsam steigern. Neueste Modelle mit Dreischeiben-Wärmeschutzverglasung weisen U-Werte von 0,4 W/m²K bis 0,8 W/m²K auf. Sie haben sich hinsichtlich der Wärmedämmung seit 1970 um das Achtfache verbessert.

Worin liegen die Vorteile von Wärmeschutzfenstern?

Wärmeschutzfenster punkten durch Nachhaltigkeit, durch langfristige Heizkostenersparnis und durch ein komfortables Wohnklima. Sie bieten effektive Isolierung, denn durch die zwei- oder dreifachen Scheiben gelangt relativ wenig Wärme vom Hausinnern nach draußen. In den Sommermonaten verhindert die Wärmeschutzverglasung außerdem, dass die Sonneneinstrahlung das Hausinnere zu sehr aufheizt. Dadurch entsteht ganzjährig ein angenehmes Raumklima.

Wodurch entsteht die Wärmeschutzwirkung?

Wärmeschutzfenster sind so konstruiert, dass nicht nur die Scheiben, sondern auch alle Details rund um die Rahmung optimiert sind und effektiv vor Wärme und Kälte isolieren. Sie bestehen aus der Verglasung, den Scheibenzwischenräumen und dem Glasrandverbund.

Die Wärmeschutzverglasung besteht je nach Ausführung wie bereits erwähnt aus zwei oder drei einzelnen Glasscheiben. Diese Scheiben bilden ein in sich abgeschlossenes System. Moderne Wärmeschutzfenster sind zwischen den Scheiben statt mit Luft mit Edelgasen gefüllt. Dadurch lässt sich die Wärmedämmung zusätzlich um rund zehn Prozent verbessern.

Ein Randverbund hält die einzelnen Scheiben in bestimmter Distanz zusammen. Der Raum zwischen den Scheiben erhält dadurch eine hermetische Abriegelung. Dieser Randverbund sorgt zudem dafür, dass der Abstand zwischen den Scheiben gleich bleibt. Die Füllung kann nicht entweichen und es gelangen weder Umgebungsluft noch Feuchtigkeit in die Zwischenräume der Glasscheiben. Damit kein Kondenswasser entsteht, wird zwischen die Scheiben ein Mittel zur Trocknung eingebracht.

Eine Schicht aus Edelmetall, hauchdünn auf die Scheibeninnenseite aufgedampft, ist nahezu unsichtbar. Die Wärmestrahlen, die auf die Scheibe treffen und die sich im langwelligen Bereich befinden, werden durch diese Schicht wirkungsvoll reflektiert. Die kurzwelligen Lichtstrahlen dagegen gelangen durch die Edelmetallschicht hindurch.

Kosten für Wärmeschutzfenster

Folgende Faktoren wirken sich auf die Preise von Wärmeschutzfenstern aus:

  • 1. Die Verglasung: Handelt es sich um Doppelverglasung oder um Dreifachverglasung? Bei der Dreifachverglasung sind die Kosten höher, die Wärmedurchlässigkeit ist dafür am geringsten und damit der Wärmeschutz am höchsten.
  • 2. Die Isolierschicht: Besteht sie aus Luft oder aus Edelgas? Fenster, die mit Edelgas ausgestattet sind, kosten mehr als Fenster, die in den Zwischenräumen mit Luft gefüllt oder vakuumiert sind. Die Wärmeschutzwirkung ist dafür aber höher.
  • 3. Das Rahmenmaterial: Kommt Kunststoff zum Einsatz, oder werden Holz, Holz-Aluminium oder Aluminium verwendet? Der Preisunterschied hängt unter anderem von der verwendeten Holzart ab. In der Regel liegen Holzfenster preislich etwa zu 25 Prozent über Fenstern aus Kunststoff. Holz-Alu-Fenster kosten etwa 10 – 20 Prozent mehr als reine Holzfenster. Alufenster liegen im Preis noch darüber, sind aber besonders wetterresistent.

Ein dreifachverglastes Fenster kostet im Durchschnitt etwa 25 Prozent mehr als ein Fenster mit Zweifachverglasung.

Fördermittel für die Fenstersanierung

Staatliche Förderungen unterstützen Bauherren dabei, klimafreundliche Wärmeschutzfenster einzubauen. So leistet die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) einen Beitrag durch zinsgünstige Kredite. Auch Länder und Kommunen bieten Förderprogramme für energetische Sanierungen an. Es ist sinnvoll, sich vor Ort über die jeweiligen Programmen und Bedingungen zu informieren.

Mehr Lebensqualität - Ersparnis trotz höherer Kosten

Die Investition in Wärmeschutzfenster lohnt sich trotz der höheren Kosten. Zum einen gewinnt das Wohnklima, zum anderen ist eine deutliche Ersparnis bei den Heizkosten zu erwarten, die sich im Lauf der Zeit summiert. Die verschiedenen Fördermöglichkeiten reduzieren außerdem die Kosten der Anschaffung.

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