Treibhauseffekt

Der Treibhauseffekt: Natürlich oder gefährlich?

Der Treibhauseffekt ist im Grunde ein ganz natürlicher Vorgang, ohne den Leben in dieser Form auf der Erde gar nicht möglich wäre. Durch menschliches Eingreifen droht der Treibhauseffekt jedoch außer Kontrolle zu geraten.

Umwelt© suzannmeer / Fotolia.com

Der Treibhauseffekt, von dem man so viel in Zusammenhang mit der Erderwärmung hört, ist grundsätzlich ein komplett natürlicher Vorgang, ohne den es auf unserer Erde eiskalt wäre. Denn ohne den Treibhauseffekt würden auf der Erde Temperaturen wie in der Kühltruhe herrschen.

Der Treibhauseffekt kommt durch die Ozonschicht zustande. Diese besteht natürlicher Weise aus Wasserdampf, Ozon und CO2. Durch diese Ozonschicht dringen die wärmenden Sonnenstrahlen hindurch. Treffen Sie auf die Erde, werden nicht alle Strahlen absorbiert, sondern ein großer Teil wieder zurück ins Weltall geworfen. Bevor sich die Strahlen jedoch in den Weiten unseres Sonnensystems verlaufen können, treffen sie ein weiteres Mal auf die Ozonschicht. Und diese wirft wiederum einen Teil der Wärmestrahlung zurück auf die Erde. Nur so können die Temperaturen in einem Bereich gehalten werden, welche uns das Leben erst ermöglichen.

Wenn der Mensch den Treibhauseffekt verstärkt

Das Problem mit dem Treibhauseffekt ist in der heutigen Zeit seine Verstärkung durch den Menschen. Durch Industrie, Konsum und Verkehr gelangen sogenannte Treibhausgase in die Atmosphäre, welche die reflektierende Wirkung der Ozon-Schicht verstärken. Man spricht von dem anthropogenen Treibhauseffekt. So werden immer mehr Sonnenstrahlen ein weiteres Mal zurück auf die Erde geworfen und sorgen so für einen Temperaturanstieg. Im Zusammenhang mit Treibhausgasen hört man meist von Kohlendioxid (CO2), jedoch ist dies nicht das einzige Treibhausgas. Die wichtigsten Treibhausgase sind:

  • Kohlendioxid (CO2)
  • Methan (CH4)
  • Lachgas (N2O)
  • Teil- und Vollfluorierte Kohlenwasserstoffe (FKW/H-FKW)
  • Schwefelhexafluorid (SF6)

Der Treibhauseffekt: Eine unendliche Aufwärtsspirale?

Die Durchschnittstemperaturen auf der Erde steigen tendenziell. Doch wo geht es in Zukunft mit den Temperaturen hin? Besteht die Welt irgendwann nur noch aus Wüste? An diesen Fragen scheiden sich die Gemüter. Fakt ist so viel: Bereits in der Vergangenheit wechselten sich Warm- und Kalt-Perioden ab. Auf eine Wärmewelle folgte immer eine Kältewelle. Diese stehen im engen Zusammenhang mit der CO2-Konzentration in der Luft. Wir leben seit rund 10.000 Jahren (dem Holozän) in einer bereits sehr lang anhaltenden Warmzeit. Theoretisch wäre eine Kälteperiode mal wieder überfällig. Diese ist jedoch nicht in Sicht. Vielmehr scheinen die Temperaturen immer weiter anzusteigen.

Theorien rund um den Klimawandel

Manche Forscher stellen die These auf, dass es für ein Einschreiten schon längst zu spät sei oder der Mensch sowieso keinen Einfluss auf das Klima nehmen könne. Eine Theorie beispielsweise besagt, dass sich das Klima selbst reguliere: Umso mehr Schadstoffe in der Ozonschicht seien, desto weniger Licht könne diese passieren. Zusätzlich erfolge eine erhöhte Wolkenbildung durch die Hitze, was wiederum dazu führe, dass Wärmestrahlung ins Weltall abgestrahlt werde. Nach dieser Theorie müsste auf eine Hitzewelle zwangsweise eine Kälteperiode folgen. Ob der Mensch diese Schwankungen überleben könnte, sei dahingestellt.

Andere Forscher sind der Ansicht, dass die derzeitige Klimaerwärmung vom Menschen verursacht wurde und dieser dringend etwas dagegen unternehmen sollte. Weltweit starten Regierungen aus diesem Grund Programme, das Klima zu schützen. Dabei versucht man möglichst viele Staaten zum Mitmachen anzuregen. So versucht man besonders den Ausstoß an Treibhausgasen zu verringern. Als Einzelperson kann man seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten, indem man beispielsweise mal auf das Auto verzichtet und zum Fahrrad greift oder seinen Konsum zurückschraubt.

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