Stromversorger

Top 10: Die größten deutschen Stromversorger

Überblick der Top 10: Das sind die zehn größten Stromversorger in Deutschland. Obwohl der Umstieg auf erneuerbare Energien immer weiter voranschreitet, stammt der größte Teil der produzierten Energie aus fossilen Brennstoffen.

Strommast© Bernd Boscolo / pixelio.de

Seit der deutsche Strommarkt liberalisiert wurde, tummeln sich unzählige verschiedene Anbieter auf dem Markt. Doch noch immer gibt es einige Riesen, die sich von der Konkurrenz in Sachen Abgabemenge und Kundenanzahl klar absetzen können. Das liegt zum Teil auch daran, dass Unternehmen wie E.ON oder RWE zahlreiche lokale Versorger übernommen haben. Wer also damals bei Stadtwerken angemeldet war und seither keinen Wechsel vollzogen hat, rutschte automatisch als Kunde zu einem der großen Versorger.

Stromhändler versus Stromlieferant

Zu unterscheiden ist außerdem zwischen sogenannten Stromhändlern und Stromlieferanten. Letztere verfügen über eigene Kraftwerke und Leitungen und können Energie selbst bereitstellen. Ein Stromhändler hingegen kauft lediglich Kapazitäten ein und stellt diese dem Endkunden zur Verfügung, ähnlich wie ein Mobilfunkprovider, der das Netz eines großen Netzanbieters mietet. Darüber hinaus gibt es aber auch Verbundunternehmen, die sämtliche Leistungen aus einer Hand anbieten können. Dazu zählen natürlich in erster Linie die Top 10 der größten deutschen Stromversorger.

Die Top 10 der deutschen Stromversorger und Erzeuger im Überblick

Anbieter Erzeugungsmengen in TWh (2018) Anteil
RWE 105,9 30,2 %
LEAG 58 16,5 %
EnbW 45,8 4,4 %
Eon 23,9 6,8 %
Vattenfall 25,7 7,3 %

Quelle: Monitoringbericht 2019 der Bundesnetzagentur

Umsätze der größten Stromversorger in Deutschland

Anbieter Umsatz in Milliarden Euro
Uniper SE 25,5
Eon AG 22,1
EnbW AG 20,6
Innogy SE 20,4
RWE AG 13,4

Quelle: statista, Umsätze 2018

Stromerzeugung 2019 Den größten Anteil bei der Stromerzeugung machen mittlerweile erneuerbare Energien aus. © Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen

Der Strommix der Top 10 der größten deutschen Stromversorger

Obwohl die erneuerbaren Energien auf dem Vormarsch sind und auch viele Verbraucher explizit danach fragen, wird in Deutschland noch immer ein großer Teil des Stroms aus fossilen Brennstoffen gewonnen. Im Jahr 2019 stammte etwas weniger als die Hälfte des erzeugten Stroms noch aus der Kohleverbrennung und der Nutzung von Erdgas, Öl usw. Erneuerbare Energien schafften es auf über 53 Prozent. Damit ist sehr viel passiert in den letzten Jahren. Zum Vergleich: Im Jahr 2013 stammte knapp die Hälfte des erzeugten Stroms noch aus der Kohleverbrennung und auch die Kernenergie war mit 16,6 Prozent noch immer gut vertreten. Erneuerbare Energien schafften es im gleichen Zeitraum hingegen auf nur 21,9 Prozent.

Die Top-Stromversorger in der Umbruchphase

Im Zuge der Energiewende mussten auch die Stromanbieter ihre Strategien und Taktiken immer mehr ändern. Die konventionellen Kraftwerke werden immer unrentabler, Ökostromanbierter immer gefragter. Als Antwort darauf haben Eon und RWE 2015 und 2016 eine Umstrukturierung der Unternehmen vorgenommen. Eon lagerte dabei Kohlemeiler und Gaskraftwerke, den Energiehandel und die Wasserkraft in die Tochter "Uniper" aus. Die Kernkraftwerke bleiben hingegen beim Mutterkonzern, ebenso wie die Sparten Erneuerbare, Netze und Vertrieb.

RWE ging fast den umgekehrten Weg: Ökostrom, Netze und Vertrieb finden sich nun unter dem Dach der neuen Tochter innogy SE. Zwei Drittel aller Mitarbeiter sollen später in der Firma arbeiten. 2016 sind sowohl die neue RWE- als auch die neue Eon-Tochter an der Börse gestartet.

Strommix bei den größten Energieanbietern

Stromanbieter sind verpflichtet, Informationen über ihren Strommix bereitzustellen. Verbraucher können sich also über den Anteil erneuerbarer Energien usw. erkundigen. Betrachtet man die Energiequellen, hat sich auch bei den Energieriesen einiges getan. Bei Eon liegt der Anteil der Erneuerbaren Unternehmensangaben zufolge nach der Umstrukturierung bei rund 59 Prozent. Der Rest teilt sich wie folgt auf: 20,5 Prozent Kohle, 5,1 Prozent Erdgas und 14,6 Prozent Kernenergie (Datenbasis von 2018). RWE gibt bei der Gesamtstromlieferung einen Anteil von 67,2 Prozent bei der Kohle an, 15,3 Prozent für Kernenergie, rund 10,5 Prozent für Erneuerbare und 6,6 Prozent für Erdgas (Lieferjahr 2018).

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