Stromspeicherung

Dank Stromspeicherung kontinuierlich mit Elektrizität versorgt

Die Stromspeicherung spielt vor allem seit dem Beschluss zur Energiewende eine große Rolle. Denn der Strom aus Sonne und Wind kann nicht immer nach Bedarf produziert werden. Seitdem ist man auf der Suche nach möglichst effizienten Speichermethoden.

Energiewende© jonasginter / Fotolia.com

Ohne Strom ist das moderne Leben nicht denkbar. Schon ein Blitz, der bei einem Gewitter in eine Leitung einschlägt, kann das ganze Leben auf den Kopf stellen. Kühlschrank, Gefriertruhe, Telefon, Internet - alles Geräte, ohne die niemand mehr auskommt, die aber kontinuierlich mit Strom versorgt werden müssen. Stromspeicher helfen dabei, Zeiten des verminderten oder ausgefallenen Stromflusses zu überbrücken.

Stromspeicherung: Neue Herausforderungen

Die Bundesregierung hat beschlossen, den Atomausstieg durchzuführen. Damit stellt sich jedoch das Problem der Stromspeicherung. Strom aus erneuerbaren Energiequellen fließt nicht beständig, sondern kann nur produziert werden, wenn der Wind weht oder die Sonne scheint. Teilweise ist beides tagelang nicht der Fall oder es wird sehr wenig Strom benötigt, wenn Wind und Sonne gerade besonders aktiv sind. Der Bedarf an Energie und der Fluss derselben stimmen zeitlich selten überein.

Nun gilt Strom jedoch als schwer zu speichern. Gleichzeitig kommt das Problem hinzu, dass die Stromnetze überlastet sind, wenn beispielsweise während eines Sturms zu viel Windkraft erzeugt wird. Der Ausgleich kostet die Netzbetreiber zusätzlich zum Teil immense Summen, die wiederum in Form der EEG-Umlage auf den Verbraucher umgelegt werden.

Was versteht man unter Stromspeichern?

Kohle, Erdöl, Uran und Erdgas gehören zu den klassischen Energieträgern und bedürfen keiner Speicherung im eigentlichen Sinne. Sie stehen bei Bedarf in ihrer Grundform zur Verfügung. Diese Energieträger werden auch als Lieferanten für Primärenergie bezeichnet. Sie können selbst über große Entfernungen hinweg transportiert werden und benötigen keinen separaten Speicher. Allerdings lässt sich diese Primärenergie nicht direkt nutzen, eine Umwandlung in Sekundärenergie ist nötig.

Stromspeicher sorgen dafür, dass der bereits produzierte Strom für eine spätere Nutzung zur Verfügung steht. Bekannt ist das Beispiel der Batterien oder Akkus, die elektrisch angeschlossen werden und Strom speichern können. Dieser wird in Geräten eingesetzt, die dafür nicht direkt am Stromnetz angeschlossen sein müssen. Hintergrund für die Überlegungen zur effektiven Stromspeicherung ist, dass Elektrizität zwar auch über lange Strecken transportiert werden kann, es aber während eines Transports zu teils immensen Verlusten kommt.

Arten von Stromspeichern

Als Energiespeicher kommen verschiedene Möglichkeiten in Betracht, wobei das Hauptaugenmerk derzeit auf den mechanischen Speichern liegt. Dazu werden zum Beispiel Schwungräder gezählt, die in der Lage sind, Bewegungsenergie zu speichern. Interessant in dem Zusammenhang sind auch Druckluftspeicher sowie Pumpspeicherkraftwerke. Diese arbeiten mit der Lageenergie, die ebenfalls speicherbar ist.

Thermische Energie kann in Wärme- und Fernwärmespeichern gesichert werden. Hier wird wiederum in Kurz- und Langzeitspeicher unterscheiden sowie in Hoch- und Niedertemperaturspeicher.

Ein Problem stellt die Speicherung der elektrischen Energie dar. Diese lässt sich wirtschaftlicher speichern, wenn sie in eine andere Art von Energie umgewandelt und bei Bedarf wieder zurückgewandelt wird. Ein Beispiel dafür sind die bereits genannten Pumpspeicherkraftwerke.

Ein Ausblick auf die Zukunft: Bisher waren die Speichermöglichkeiten für Privathaushalte und Unternehmen, die ihren Strom selbst mit Hilfe von Wind oder Sonne erzeugen, sehr aufwendig und teuer. So floss eine große Menge des selbst erzeugten Ökostroms in das öffentliche Netz. Im Mai dieses Jahres wurde durch Elon Musk eine Batterie für Stromselbsterzeuger vorgestellt. Sie soll Strom in solchen Mengen speichern, sodass damit Unternehmen und Eigenheime mit der Energie dann ihren eigenen Bedarf decken können. Die Batterie für das eigene Zuhause soll auch in Deutschland auf den Markt kommen. Wann das allerdings der Fall sein wird, ist noch ungewiss.

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